SNP: Kurzfristig unter Druck, mittelfristig umso spannender

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Die Corona-Krise verstärkt den Trend zur Digitalisierung. Der IT-Dienstleister SNP wird mittelfristig davon profitieren. (Foto: Vintage Tone/Shutterstock)

Das deutsche Software-Unternehmen SNP befand sich vor Ausbruch der Corona-Pandemie operativ auf einem sehr guten Weg und auch die SNP-Aktie entwickelte sich überaus erfreulich. Dann geriet das Papier im Zuge der Corona-Krise (wie die allermeisten anderen Aktien auch) deutlich unter Druck.

In der Folge erholte sich die SNP-Aktie stark, fiel zuletzt aber wieder zurück. Warum die SNP-Aktie nach einer ersten größeren Erholung zuletzt wieder zurückgefallen ist und was von der Aktie aus meiner Sicht zukünftig zu erwarten ist, erfahren Sie, nachdem ich Ihnen das Unternehmen kurz vorgestellt habe.

SNP im Portrait

Blicken wir zunächst auf das Geschäftsmodell: SNP wurde 1994 von Dr. Andreas Schneider-Neureither gegründet und ist seit 2000 an der Börse. SNP unterstützt Unternehmen dabei, ihre Geschäftsmodelle anzupassen und neue Technologien zu nutzen. Software und Services von SNP vereinfachen es, betriebswirtschaftliche oder technische Änderungen in den Geschäftsanwendungen umzusetzen.

SNP-Kunden sind globale Unternehmen aus allen Branchen, darunter viele der größten Unternehmen der Welt. SNP agiert weltweit und hat für seine namhaften Kunden bereits über 10.000 internationale Projekte realisiert. Digitale Transformation und die Fähigkeit, schnell auf Veränderungen im Geschäftsumfeld zu reagieren, zählen heute branchenübergreifend zu den zentralen Erfolgsfaktoren im Wettbewerb.

Guter Start ins Geschäftsjahr 2020

SNP ist gut in das Geschäftsjahr 2020 gestartet. Wie das Unternehmen mitteilte, konnte der Quartalsumsatz in den ersten 3 Monaten des laufenden Geschäftsjahres im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 19,5% auf 34,4 Mio. Euro gesteigert werden. Dies geht zu einem großen Teil auf eine deutlich gestiegene Nachfrage im besonders stark wachsenden und margenstarken Geschäftsbereich Software zurück.

SNP-Chef Andreas Schneider-Neureither: Wir sind gut in das Jahr 2020 gestartet. Sowohl der Auftragseingang als auch der Auftragsbestand haben sich im 1. Quartal positiv entwickelt. Wir haben damit eine gute Basis für das weitere Wachstum gelegt.

Niedrigere Prognose für das laufende Jahr

Kommen wir nun zu den Gründen für den jüngsten Kursrücksetzer: Angesichts der zu erwartenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie hat das Management von SNP die Prognose für das laufende Geschäftsjahr gekürzt.

Obwohl SNP das 1. Quartal 2020 mit einem deutlichen Umsatzanstieg abgeschlossen hat, geht das Management aktuell davon aus, dass insbesondere im 2. Quartal die Auswirkungen der Pandemie deutlicher zu spüren sein werden und sich damit das Wachstum gegenüber dem Vorjahr verlangsamen wird.

In der neuen Prognose ist ein Umsatz in Höhe von 145 bis 170 Mio. Euro geplant (vorher: 175 bis 185 Mio. Euro). Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) wird voraussichtlich im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen (vorher: 6,5 bis 8,5%).

Meine Einschätzung: Kurzfristig belastet die Prognose-Kürzung, mittelfristig ist die Aktie dafür umso spannender, da die Corona-Krise den Trend zur Digitalisierung verstärken wird.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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