So berechnen Sie Ihre Dividenden-Rendite richtig

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Dividenden-Rendite ist nicht gleich Dividenden-Rendite. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Ihre persönliche Rendite berechnen können. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Wenn Sie schon längere Zeit an der Börse aktiv sind, dann wissen Sie: Die Dividenden-Rendite gehört zu den klassischen Bewertungs-Kennzahlen einer Aktie.

Denn: Dividenden sind ein Indiz für die Ertragskraft eines Unternehmens. Im historischen Durchschnitt liegen die Dividenden-Renditen bei den Aktien des deutschen Leitindex DAX etwa im Bereich von 2 bis 3% (aktuell sind sogar deutlich höhere Renditen für Sie erreichbar).

Sie können zwischen der Dividenden-Rendite und der Aktien-Rendite unterscheiden. Die Dividenden-Rendite macht das Verhältnis der Dividende zu den aktuellen Kursen deutlich. Die Aktien-Rendite hingegen bezieht sich auf einen meist etwas längeren Zeitraum und soll die Entwicklung des Aktienwertes aufzeigen.

Die Dividenden-Rendite ergibt sich aus der Division der Dividende durch den aktuellen Aktienkurs, multipliziert mit 100. Sie gibt die Verzinsung des investierten Kapitals je Aktie in Prozent an. Dargestellt als Formel sieht das Ganze dann wie folgt aus:

Manchmal ist weniger mehr

Sie benötigen die Dividenden-Rendite, um einen Bezug zwischen dem Betrag der Dividende und dem dazugehörigen Aktienkurs herzustellen. Dieser Bezug ist deshalb so wichtig, weil ansonsten möglicherweise eine vom Betrag her hohe Dividende schnell einen falschen Eindruck erwecken kann.

Ein Beispiel: Liegt die Dividende bei 5 Euro und der Aktienkurs bei 100 Euro (die Dividenden-Rendite beträgt dann 5%), ist die Rendite nicht so hoch wie bei einer optisch niedrigen Dividende von 1 Euro und einem Aktienkurs von 10 Euro (in diesem Fall ergibt sich eine Dividenden-Rendite von 10%).

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Üblicherweise beziehen sich die veröffentlichten Dividenden-Renditen auf die vom betreffenden Unternehmen ausbezahlte Dividende und den aktuellen Kurs der Aktie. Sie spiegeln also das Verhältnis der gezahlten Dividende und des aktuellen Aktienkurses der dazugehörigen Aktie wider.

Für Sie als Aktionär ergibt sich eine andere persönliche Dividenden-Rendite, wenn Sie die betreffende Aktie schon vorher günstiger oder auch teurer gekauft haben sollten.

Rechenbeispiel zu Ihrer persönlichen Dividenden-Rendite

Sie haben eine Aktie zum Kurs von 12 Euro gekauft. Der aktuelle Kurs beträgt 22 Euro und die aktuelle Dividende 2 Euro je Aktie. Dann ergibt sich die veröffentlichte Dividenden-Rendite:

Sie sehen also, dass die veröffentlichte Dividenden-Rendite auf keinen Fall mit Ihrer persönlichen übereinstimmen muss. Der Grund dafür ist, dass sich die Dividenden-Rendite auf den Aktien-Kurs zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bezieht und nicht auf Ihren persönlichen Einstiegs-Kurs.

Regelmäßige Zahlungen und Erhöhungen als Qualitätsmerkmal

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nicht die absolute Höhe einer Dividende entscheidend ist, sondern die prozentuale Dividenden-Rendite. Wie Sie diese einfach und schnell berechnen können, haben Sie in diesem Beitrag erfahren.

Wenn Unternehmen regelmäßig Dividenden zahlen und im Jahrestakt steigern, bedeutet dies, dass die Unternehmen trotz der vielen konjunkturellen Schwankungen profitabel arbeiten und ihre Aktionäre zuverlässig für ihre Treue zum Unternehmen belohnen können. Das ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Passende Dividenden-Champions habe ich Ihnen hier im Schlussgong in den vergangenen Wochen mehrfach vorgestellt. Weitere Beispiele werden folgen.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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