So bringen Sie Ihr Vermögen sicher durch die nächste Krise

„Zypern und die Folgen“ ist das Thema einer Serie von Artikeln in diesen Tagen.

Dabei fasse ich die Kernaussagen eines Vortrags zusammen, den ich kürzlich in München gehalten habe. Dort zog ich auch Parallelen zwischen der Euro-Krise und der Argentinienkrise 2001.

Im Endeffekt erwarte ich auch in Europa so eine massive Verschärfung wie damals in Argentinien. In dem Land war ich seit dem häufiger vor Ort und habe viel mit den Menschen gesprochen.

Viele von ihnen haben große Summen bei dem Schuldenschnitt des Landes verloren. Direkt litten die Argentinier unter den Beschränkungen beim Abheben von Bargeld.

Später mussten viele Investoren aus dem In- und Ausland Verluste bei den Argentinienanleihen von bis zu 70% hinnehmen. Wer sofort bereit war, auf 90% des Anleihenbetrags zu verzichten, bekam sein Geld deutlich schneller zurück.

Grundsätzlich wurden aber die Anleihen in Argentinien auf eine Laufzeit von 30 Jahren umgestellt. An diesen vielen verschiedenen Maßnahmen wird Ihnen klar: Staaten sind in der Not erfinderisch, um Kassen zu füllen.

Flexible Strategie hilft beim Vermögensschutz

Doch wie können Sie sich und vor allem Ihr Vermögen vor solchen Zugriffen schützen können? Grundsätzlich gilt es dabei, dass Kapital liquide zu halten.

Ich rate daher von Sparverträgen aber auch von Festgeldanlagen ab. Vor allem sollten Sie nicht in den Krisenländern der Eurozone direkt anlegen.

Auf den ersten Blick attraktive Konditionen können sich sehr schnell als Falle herausstellen, wenn Sie in der von mir erwartenden Verschärfung der Krise nicht mehr direkt an Ihr Geld kommen.

Zusätzlich sollten Sie auch einen Bargeldbestand halten. Das Geld unterm Kopfkissen, so wie es die Großmutter noch gemacht hat, bietet auch Vorteile. Dabei ist ein Volumen beim Bargeld sinnvoll, so dass Sie zwei Monate überstehen können.

Bei der Stückelung des Bargelds sollten Sie sich auf 50 und 100 Euro-Scheine konzentrieren. Hinzu können Sie auch noch auf 10 Euro Silbermünzen setzen: Hier erhalten Sie ein tatsächliches Zahlungsmittel und zusätzlich noch Silber.

Zur weiteren Absicherung werden derzeit Immobilien extrem stark empfohlen. Da rate ich jedoch zu kleinen Immobilienvermögen. So ist es sinnvoll auf eine eigene Immobilie zu setzen. Weitergehende Immobilienkäufe sind jedoch wenig sinnvoll.

Hier bieten sich zu große Angriffsflächen für den Staat bei der Einführung von Zwangsabgaben auf Immobilienbesitz.

Für mich sind Immobilien eine Falle. Diese möglichen Abgaben werden dann auf die hohen Preise berechnet, obwohl der Preis der Immobilie in einer Krise deutlich an Wert verliert.

Für den Staat ist bei den Immobilien sehr viel zu holen. Ich sehe hier auch die Gefahr der Eintragung einer Grundschuld im Grundbuch. Beim Lastenausgleich der 1950er Jahre hat man gesehen, wie schnell so etwas gehen kann.

Soweit die ausführliche Zusammenfassung meines aktuellen Vortrags zum Thema „Zypern und die Folgen“.

25. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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