Ermitteln und vergleichen der wichtigsten Ergebnisangaben von Investmentfonds

Dieser Beitrag zeigt Ihnen Hintergrundinformationen, Vorgehensweisen und Empfehlungen zum Thema „Performance und Rendite bei Investmentfonds“. Konkrete Anlageempfehlungen sind beispielhaft und beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die aktuellsten Empfehlungen zu diesem Thema finden Sie in den laufenden Ausgaben des „Geldanlage-Beraters“.

So entgehen Sie dem Daten und Begriffswirrwarr vieler Fondsanalysen

Als Anleger kennen Sie das schon: Im Frühjahr eines jeden Jahres werden in vielen Finanzpublikationen die Ergebnisse der Investmentfonds per 31. 12. des jeweils vorangegangenen Jahres vorgestellt. Manche Fachzeitschriften veröffentlichen eine Auswahl solcher Ergebnisse auch in kürzeren regelmäßigen Zeitabständen.

Wenn Sie aber die jeweiligen Veröffentlichungen miteinander vergleichen, um daraus für Ihre eigenen Anlageentscheidungen die richtigen Schlüsse zu ziehen, werden Sie bei genauerem Hinsehen schnell ins Schwitzen kommen. Denn die abgedruckten Übersichten folgen keineswegs einem einheitlichen Berechnungsverfahren und haben für Sie als Anleger einen sehr unterschiedlichen Aussagewert.

In den Redaktionssprechstunden werde ich von Ihnen häufig gefragt, wie es überhaupt zu den manchmal sehr großen Unterschieden bei den veröffentlichten Fondshitlisten und den Ergebnissen kommen könne. Während für den ADIG- Rentenfonds Adirenta beispielsweise in einer Publikation für 1998 ein ganz prächtiges Ergebnis von 10,3% ausgewiesen wird, kommt dieser in einer anderen Veröffentlichung nur auf 7%. Das ist immerhin ein Unterschied von 1/3 und betrifft – wohlgemerkt – denselben Anlagezeitraum.

Ähnliche Differenzen kann es auch bei den Angaben für längerfristige Anlagezeiträume geben. Ganz zu schweigen von den beiden grundlegend verschiedenen Darstellungsweisen der Ergebnisse – entweder als Angabe der Wertentwicklung eines Fonds oder der Rendite.

Ähnlich groß ist dann begreiflicherweise auch die Begriffsverwirrung bei vielen Anlegern, die zwischen „Wertentwicklung“, „Performance“, „Rendite“, „Rendite pro anno“ – jeweils mit den alternativen Zusätzen „unter Berücksichtigung des Ausgabeaufschlags“/„ohne Berücksichtigung des Ausgabeaufschlags“ – konfrontiert werden. Wer soll da noch einen Durchblick haben.

Gerade wenn Sie als Privatanleger die Vorteile von Investmentfonds nutzen wollen, sollten Sie sich daher einmal gründlich mit diesen für die Auswahl von Fonds so wichtigen Kennzahlen befassen.

Vor diesem Hintergrund zeige ich Ihnen in diesem Beitrag,

  • welche Möglichkeiten für die Berechnung der Fondsergebnisse am weitesten verbreitet sind,

  • wie Sie deren Aussagewert richtig beurteilen und bei Ihrer Auswahl berücksichtigen können und

  • wie Sie aus der Performance eines Fonds die tatsächliche Wertentwicklung und Ihre wahre Anlegerrendite ermitteln.

Fondsperformance oder Wertentwicklung: Warum Sie genau unterscheiden sollten

Als Anleger wird es Sie vor allem interessieren, um wie viel % ein Fonds innerhalb eines bestimmten Anlagezeitraums zugelegt hat. Einem Fonds, der in derselben Anlageperiode besser abschlossen hat als ein anderer, werden Sie auch für die Zukunft mehr Chancen einräumen wollen.

Auch wenn Vergangenheitsergebnisse keine Garantie für die Zukunft darstellen, ist dies ein richtiger Gedanke, wenn Sie davon ausgehen, dass die in der Vergangenheit gezeigten Ergebnisse eines Fonds viel mit der Qualität des jeweiligen Fondsmanagements zu tun haben. Und wenn dasselbe Management auch für die zukünftigen Anlageentscheidungen des Fonds verantwortlich ist, sollte es eigentlich – immer in Abhängigkeit von den bestehenden Marktverhältnissen und im Vergleich zu den anderen Fonds derselben Klasse – diese Leistungen auch zukünftig unter Beweis stellen können.

In den meisten Analysen werden die Begriffe „Performance“ und „Wertentwicklung“ gleichbedeutend verwendet. Das halte ich für nicht ganz korrekt.

Die Ermittlung der „Performance“ diente ursprünglich dazu, die Leistungen der Fondsmanager miteinander und im Verhältnis zu der für ihren Fonds geltenden „Benchmark“ zu vergleichen. Ein Aktienfonds, der beispielsweise im wesentlichen in deutsche Standardwerte investiert, muss sich mit der Entwicklung des Deutschen Aktienindexes DAX vergleichen lassen oder mit dem Aktienindex des Wertpapierhauses Morgan Stanley, dem MSCI-Deutschland. Legt er in deutschen Nebenwerten an, wäre der MDAX die richtigere „Hürde“.

Am weitesten verbreitet ist dabei die Ermittlung der Performance nach dem vom Bundesverband Deutscher Investmentgesellschaften/BVI angewandten Verfahren. Dieser ermittelt in seiner monatlichen Statistik die Performanceangaben für die jeweils zurückliegenden Perioden: 1 Monat, 1 Jahr, 3, 5, 10, 15 und 20 Jahre. Diese Listen können Sie kostenlos beim BVI anfordern oder über dessen Internetadresse abrufen.

Performanceangaben messen die Managerleistung – ohne Ausgabeaufschläge

Wichtig für Sie: Mit der vom BVI verwendeten Methode wird die Entwicklung eines Investmentanteils innerhalb der angegebenen Zeiträume ohne Berücksichtigung des von Ihnen beim Einstieg zu zahlenden Ausgabeaufschlags ermittelt. Diese Aufschläge liegen – je nach Fondskategorie – überwiegend bei zwischen 3 und 6%.

Es sollte Ihnen daher klar sein, dass die gemessene Entwicklung eines Fonds nach der BVI-Methode niemals mit den von Ihnen als Anleger tatsächlich erzielbar gewesenen Ergebnissen übereinstimmen kann. Insofern ist die Messung der Performance der Managementleistung eines Fonds auch nicht gleichbedeutend mit der „Wertentwicklung“ der von den Anlegern gehaltenen Fondsanteile beziehungsweise deren Gesamtinvestments. Das lässt sich an folgendem Beispiel gut illustrieren:

Beispiel: Entwicklung von Fonds A

Performance per 31. 12. 1998 nach der BVIMethode 1 Jahr 5 Jahre 10 Jahre von …

31.12.97 31.12.93 31.12.88 bis …

31.12.98 31.12.98 31.12.98 39,7%

201,9%

501,9%

Wenn Sie nicht wüssten, was hinter diesen Zahlen steckt, würden Sie wahrscheinlich davon ausgehen, dass aus 10.000 DM des von Ihnen eingesetzten Kapitals 1998 13.970 DM, innerhalb von 5 Jahren 20.190 DM und innerhalb von 10 Jahren 50.190 DM geworden wären. Doch das ist ein Trugschluss.

Der BVI ermittelt diese Daten aus der Differenz des Anteilswertes am Beginn und am Ende der jeweiligen Periode. Hinzugerechnet wird die zum Anteilswert des Ausschüttungstags wieder angelegte Ausschüttung, wenn es sich um einen solchen Fonds handelt. Bei nicht ausschüttenden (thesaurierenden) Fonds fließt diese Ausschüttung automatisch ins Fondsergebnis ein. Die Summe daraus wird dann ins Verhältnis zum Anteilswert am Beginn der Periode gesetzt.

Beispiel für Fonds A:

Anteilswert am 31.12.1998 Anteilswert am 31.12.1997 Ausschüttung am 15.6.1997 Anteilswert am 15.6.1997 373,24 DM 274,62 DM 8,25 DM 298,45 DM

Daraus ergibt sich folgende Entwicklung der Anteilsveränderung: Anteilswert 31.12.98 373,24 DM Anteilswert 31.12.97 – 274,62 DM Veränderung = 98,62 DM

Hinzurechnen müssen Sie die Entwicklung der Anteilswerte aus der wiederangelegten Ausschüttung:

8,25 DM —————— = 0,0276 Anteile x 373,24 DM = 10,30 DM 298,45 DM Daraus ergibt sich folgende absolute Veränderung:

98,62 DM + 10,30 DM = 108,92 DM Wertzuwachs Das entspricht folgender prozentualer Veränderung:

108,92 ———— 274,62 = 39,7%

Wenn Sie aber beispielsweise davon ausgehen, dass dieser Fonds einen Ausgabeaufschlag von 6,38% hat, werden in Wirklichkeit von Ihren investierten 10.000 DM am Anfang lediglich 9.400 DM angelegt. Daraus ergibt sich:

9.400 DM + 3.732 DM (= 39,7%) = 13.132 DM Bezogen auf Ihren Einsatz von 10.000 DM ist Ihr Geld also nicht um 39,7% (Performancentwicklung), sondern nur um 31,3% (tatsächliche Wertentwicklung oder persönliche Anlagenentwicklung) gewachsen. Diese geringere Steigerung im Vergleich zu den BVI-Daten ergibt sich auch in allen anderen Anlageperioden, so dass Sie von den vom BVI veröffentlichten und in den meisten Publikationen wiedergegebenen Zahlen entsprechende Abstriche machen müssen, um zur realistischen Bewertung eines Fonds zu kommen.

So errechnen Sie aus den BVIZahlen die tatsächliche Entwicklung Ihres Geldes

Um zu genauen Daten zu kommen, können Sie die BVI-Performance aber auch mit Hilfe der folgenden Formel auf Ihre persönlichen Verhältnisse umrechnen und erhalten dann die Wertentwicklung des Fonds unter Berücksichtigung des von Ihnen individuell bezahlten Ausgabeaufschlags (AA), die Sie auch als Anlegerperformance bezeichnen können:

BVIPerformance + 100 ——————————

gezahlter Ausgabeaufschlag ––––––––––––––––––––— + 1 – 100 = Wertentwicklung in % nach AA 100

Aus dem Resultat daraus erklärt sich dann auch der Unterschied bei den ausgewiesenen Ergebnissen des eingangs erwähnten ADIG-Rentenfonds. Wenn Sie den Ausgabeaufschlag von 3% in die obige Formel einsetzen, erhalten Sie:

10,3 + 100 ——————————

3 ––––––––––––––––––— + 1 – 100 = 7,1% nach AA 100

Daraus ersehen Sie, daß die Höhe des Ausgabeaufschlags eines Fonds ganz erheblichen Einfluß auf die Gesamtentwicklung Ihrer Anlage haben kann und wie wichtig es ist, bei den Verhandlungen mit Ihrer Bank auf einen möglichst geringen Ausgabeaufschlag zu kommen. Da der entrichtete Aufschlag Ihren wirklich angelegten Betrag mindert, schleppen Sie diese Kosten über alle Zeiträume mit.

Von der BVIPerformance zur Fondsrendite

Im Gegensatz zu der obigen Darstellungsweise – ob als BVI- Performance oder als tatsächliche Wertentwicklung – habe ich für Sie im „Fondsreport 1999“/F 70 die wirkliche Fondsrendite ermittelt.

Auf diese Weise ist es Ihnen sehr viel besser möglich, die einzelnen Fonds miteinander zu vergleichen. Mit gewissen Einschränkungen können Sie diese Ergebnisse dann mit denen von alternativen Anlageformen vergleichen, insofern diese auch als Renditen ausgewiesen werden. Sie sollten dabei aber genau berücksichtigen, was diese Renditekennzahlen wirklich bedeuten.

Nehmen Sie als Beispiel die Daten eines der ältesten und erfolgreichsten deutschen Aktienfonds, des DWS Investa: In der Statistik des BVI erscheint er folgendermaßen:

Fondsname Gesellschaft Aufl.

Performance nach BVI (per 31.12.98)

Währ.

1. Jahr 3 Jahre 5 Jahre 10 Jahre Investa DWS DM 22,2%

132,2%

137,6%

351,1%

Vergleichen Sie diese mit den von mir im „Fondsreport 1999“ ausgewiesenen Zahlen:

Fondsname Gesellschaft Aufl.

GBRendite pro Jahr (per 31.12.98)

Währ.

AA 1. Jahr 3 Jahre 5 Jahre 10 Jahre Investa DWS DM 5% 16,1%

30,1%

17,4%

15,1%

Diese Renditen sind unter Berücksichtigung der normalen Kosten für den Ausgabeaufschlag berechnet worden. Machen Sie sich dabei klar, was diese Zahlen bedeuten:

Im Zeitraum vom 31.12.97 bis 31.12.98 hat der Wert eines Investa-Anteils unter Berücksichtigung des Ausgabeaufschlags um 16,1% zugelegt. Falls Sie selbst den vollen Ausgabeaufschlag von 5% zahlen mussten, entspricht das genau der Rendite des von Ihnen Ende 1997 investierten Kapitals. Aus 10.000 DM wären dann 11.610 DM geworden und nicht, wie das BVI-Ergebnis scheinbar zu verstehen gibt, 12.200 DM.

In der 3-Jahres-Periode vom 31.12.1995 bis 31.12.98 hat Ihre Anlage nicht insgesamt, sondern Jahr für Jahr um 30,1% zugelegt. Wenn Sie Ihren Anlagebetrag von 10.000 DM mit dem entsprechenden Zinseszinsfaktor (1,301 x 1,301 x 1,301 = 2,20207 ) multiplizieren, hat sich dieser Betrag auf 22.021 DM erhöht. Sie haben also innerhalb dieses 3-Jahres-Zeitraums einen Wertzuwachs von 12.021 DM erzielt. Das ist ein Anstieg um 120% im gesamten Zeitraum. Das BVI- Ergebnis liegt hierbei mit 132,2% um 12%-Punkte höher.

Wie Sie die Renditeangaben richtig bewerten und bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen

Der ganzen Datenreihe entnehmen Sie auch, wie sich die Rendite des Fonds im Laufe der Zeit verändert hat. Sie sehen beispielsweise sehr schnell, wie stark die im 3-Jahres-Zeitraum ausgewiesene jährliche Rendite von den in den anderen Zeiträumen angegebenen durchschnittlichen Renditen abweicht. Daraus können Sie den Schluss ziehen, dass die zurückliegenden 3 Jahre eher Ausnahmeerscheinungen darstellen und dass keineswegs langfristig mit solch hohen Renditen gerechnet werden kann.

Wichtig ist allerdings für Sie auch die Erkenntnis, dass sich die Renditen in Wirklichkeit nicht so kontinuierlich entwickelt haben, wie der Begriff „Rendite pro Jahr“ eigentlich nahelegt. Wenn Sie den Investa am 31.12.1998 genau 10 Jahre lang gehalten hätten, wäre es in der Vergangenheit eben nicht so gewesen, dass Sie jedes Jahr exakt eine Rendite von 15,1% erzielt hätten. Vielmehr wären es in dem einen Jahr mehr, in dem anderen aber auch weniger gewesen. Und wenn Sie die Zeiträume zwischen den Jahren ebenfalls berücksichtigen, könnte das Zwischenresultat Ihres Investments ganz anders ausgesehen haben. Denken Sie einmal an den Börsencrash Mitte 1998. Damals brach auch der Anteilswert des Investa – ähnlich wie die deutsche Börse insgesamt – ganz kräftig ein. Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt die Renditen für den 10jährigen Anlagezeitraum berechnet hätten, hätten Sie von den 15,1% mehrere %-Punkte abziehen müssen.

Einen Nachteil haben auch diese Renditeangaben nach wie vor: Sie berücksichtigen nämlich nicht die steuerliche Seite Ihres Investments. Die fällt bei Aktienfonds zwar weniger ins Gewicht, weil im Durchschnitt nur etwa 20% der Erträge steuerpflichtige Einkünfte aus Dividenden und ähnlichem sind. Doch bei Rentenfonds kann der Renditeabzug je nach Ihrem persönlichen Steuersatz und der Ausnutzung der Sparerfreibeträge ganz erheblich sein. Auch unter diesen Gesichtspunkten sollten Sie also nicht vergessen, dass Aktienfonds langfristig betrachtet immer noch die besten Steuersparanlagen sind.

Sie sollten auch nicht übersehen, dass die Methode der Einrechnung des Ausgabeaufschlags im 1-Jahres-Bereich zu drastischen Renditeunterschieden gerade bei solchen Fondskategorien führt, die in der Regel besonders niedrige jährliche Ergebnisse ausweisen. Ein Beispiel dafür sind die offenen Immobilienfonds, die bei Ausgabeaufschlägen um 5% im 1- Jahres-Bereich fast ausnahmslos im Minus liegen.

So rechnen Sie die BVIPerformance in die durchschnittliche Anlagerendite pro Jahr um

In der Regel können Sie den einschlägigen Finanzpublikationen – anders als dem GB-Fondsreport – nur die vom BVI veröffentlichten Performanceangaben entnehmen. Wenn Sie sich damit nicht begnügen wollen, sollten Sie diese Angaben auf die Renditekennzahlen des „Geldanlage- Beraters“ umrechnen. Benutzen Sie dabei die Formel und das Beispiel auf der folgenden Seite.

Am besten geben Sie diese Formel in einen Computer ein und legen sich dafür ein eigenes Datenblatt an. Dann haben Sie immer die Möglichkeit, solche Zahlen gewissermaßen auf Knopfdruck in die für Ihre Zwecke als Anleger viel informativere Form umzuwandeln.

Statt des vom Fonds offiziell verlangten Ausgabeaufschlags sollten Sie hier allerdings gleich die Ihnen gewährten Konditionen einsetzen. Wie Sie wissen, lassen sich solche Aufschläge im Schnitt um gut 30%, in Einzelfällen aber auch um bis zu 50% und mehr reduzieren, wenn Sie über ein Depotkonto bei einer Direktanlagebank verfügen oder ein Konto bei der jeweiligen Kapitalanlagegesellschaft des Fonds unterhalten.

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Checkliste: So vergleichen und kalkulieren Sie richtig

  • Lassen Sie sich nicht von kurzfristigen Ergebnissen eines Fonds zu falschen Entscheidungen verleiten, wenn diese Ergebnisse nicht durch eine besondere, zukunftsträchtige Anlagestrategie begründet werden können. Gute Ergebnisse über längere Zeiträume bieten Ihnen eine bessere Gewähr für die zukünftig zu erwartende Wertentwicklung.

  • Nehmen Sie die vom Bundesverband Deutscher Investmentgesellschaften/BVI zur Verfügung gestellten und von den meisten Finanzzeitschriften übernommenen Ergebniszahlen als eine Möglichkeit, die Leistung eines Fondsmanagements mit der eines anderen und mit dem jeweils für den Fonds maßgeblichen Index (Benchmark) zu vergleichen.

  • Orientieren Sie sich beim Fondsvergleich an den wirklich von Ihnen erreichbar gewesenen Ergebnissen. Am besten eignet sich dafür die Berechnung der Anlegerrendite nach dem Ihnen im „Fondsreport“ des „Geldanlage- Beraters“ vorgestellten Verfahren.

  • Nutzen Sie die Ihnen in diesem Beitrag erläuterten Formeln zur Umrechnung der BVI-Daten, um von diesen Grunddaten zu den Vergleichsdaten zu kommen, die für Sie am aufschlussreichsten sind.

  • Machen Sie sich bei der Ermittlung der durchschnittlichen Anlegerrendite pro Jahr nach Ausgabeaufschlag klar, dass diese Renditen unter erheblichen Preisschwankungen des Anteilswerts zustande gekommen sein können.

  • Seien Sie sich ferner darüber im klaren, dass das Endresultat Ihrer Anlegerperformance entscheidend davon abhängig ist, wann Sie Ihre Fondsanteile wieder veräußern. Fällt dieser Zeitpunkt in eine Baisse, können sich die Gesamtergebnisse Ihrer Geldanlage und auch die durchschnittlichen Anlegerrenditen erheblich reduzieren.

Ein „GeldanlageBerater“Beitrag von Chefredakteur Dr. Werner Kurzawa. Als ehemaliger Bankkaufmann ist er seit über einem Jahrzehnt freier Wirtschafts und Finanzjournalist und hat zahlreiche Bücher, Zeitschriftenartikel, Fernseh- und Rundfunkbeiträge rund um das Thema Geldanlage, Börse und Finanzen veröffentlicht. Er ist ein gefragter Experte der deutschen und internationalen Wertpapiermärkte und Redner auf zahlreichen Investmentkongressen und -seminaren.

29. Oktober 1999

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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