So finden Sie die besten Dividendenperlen

Wer dieser Tage Rendite erzielen will, kommt an Aktien kaum vorbei. Sparbücher werfen schon lange nichts mehr ab, ganz im Gegenteil: Die anhaltende Niedrigzinsphase sorgt für eine schleichende Abwertung des gehorteten Geldes.

Bei der Suche nach lohnenden Kapitalanlagen landen deswegen auch immer mehr Privatanleger am Aktienmarkt. Die Dax-Entwicklung der vergangenen Monate scheint diese Entscheidung doppelt und dreifach zu unterstreichen: Um mehr als 20 Prozent legte der Leitindex allein in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres zu. Für viele Einzelwerte lief es ähnlich rosig.

Doch aus Sicht der Aktionäre ist nicht nur die Kursentwicklung entscheidend. Gerade wer neu einsteigen will, sollte neben Chartverlauf und Geschäftszahlen auch eine weitere Größe im Blick behalten: die Dividende.

Stabile Ausschüttungsquoten deutscher Unternehmen

Die Ausschüttungsquoten der Dax-Konzerne gelten als stabil. Mehr noch: 20 der 30 im Leitindex gelisteten Unternehmen zahlen 2015 eine höhere Dividende aus als im Vorjahr.

Und auch die zweite Reihe braucht sich nicht zu verstecken. Zahlreiche MDax- und TecDax-Unternehmen lassen ihre Anteilseigner ebenfalls an den Gewinnen teilhaben und schütten zum Teil großzügige Dividenden aus.

Insgesamt rechnen Beobachter mit einer Ausschüttung von mehr als 37 Milliarden Euro für das abgelaufene Jahr – Tendenz steigend. Im kommenden Jahr soll demnach erstmals die Marke von 40 Milliarden Euro geknackt werden. Aktionäre dürfen sich also freuen und werden mit diesen Aussichten an den besonders lukrativen Titeln festhalten.

Woran erkennt man Dividendenperlen?

Wer neu einsteigen möchte, sollte allerdings nicht nur auf den Nettobetrag achten, den ein Unternehmen seinen Anlegern aktuell ausschüttet. Wer langfristig denkt, sollte auch die historische Entwicklung der Dividende mit berücksichtigen.

Wird jedes Jahr eine Dividende ausgezahlt? Bleibt sie in der Höhe (mindestens) stabil? Wie hoch ist die Ausschüttungsquote im Verhältnis zum Konzerngewinn? Und wie gut ist die Dividendenrendite, also wie verhält sich die Dividende zum Aktienkurs?

Diese Parameter können dabei helfen, wahre Dividendenperlen aus dem großen Angebot des Aktienmarktes herauszufiltern. Mit stabiler Dividende, einer Ausschüttungsquote von mindestens 50 Prozent und einer Dividendenrendite von mindestens 3 Prozent punkten derzeit beispielsweise lediglich vier der Dax-30: Allianz, Siemens, Deutsche Post und BASF.

Spitzenreiter: Allianz

Spitzenreiter in der Gesamtbewertung ist dabei die Allianz. Sie lässt ihre Aktionäre alljährlich am Gewinn teilhaben, indem sie 50 Prozent auszahlt. Kontinuität der Auszahlung und Stabilität der Dividendenhöhe sprechen ebenso für den Versicherungskonzern wie eine Dividendenrendite von gut 4 Prozent. In diesem Jahr werden mehr als 3 Milliarden Euro auf die Konten der Anleger fließen.

Wer also eine lukrative und verlässliche Rendite erzielen möchte, sollte das Sparbuch ad acta legen und sich stattdessen auf die Suche machen nach den wahren Dividendenperlen unter den Aktien – es gibt sie zahlreich in Dax, MDax und TecDax.

25. April 2015

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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