So kaufen Sie jetzt noch günstig Gold ein

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Der Goldpreis in Euro notiert auf einem Rekordniveau – und die Aufgelder für Barren und Münzen sind enorm gestiegen. Doch Sie können Gold immer noch günstig einkaufen. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Gold bleibt das Investment der Stunde. Auf Euro-Basis klettert der Preis von Rekord zu Rekord. Die Marke von 1.600 Euro pro Feinunze ist jetzt fast erreicht. Damit hat der Goldpreis seit dem Beginn des Jahres bis jetzt um immerhin knapp 15% zugelegt.

Ganz ehrlich: Da müssen Sie schon lange suchen, um andere Anlageklassen zu finden, die trotz der globalen Corona-Pandemie so stark performt haben. Und diese starke Performance lockt auch immer mehr Privatinvestoren an.

Schon Mitte März kam es zu ersten Lieferengpässen beim physischen Gold. Dabei läuft seitdem der Handel bis jetzt nur online ab. Das läuft aber weiter problemlos – bis auf die massiv angestiegenen Aufgelder bei den Münzen und Barren.

Stellen Sie sich vor: In normalen Marktzeiten können Sie einen 100 Gramm Goldbarren mit einem Aufschlag von etwa 0,5% zum Marktpreis kaufen. Dieser Aufschlag ist bei den gängigen Münzen schon regelmäßig deutlich höher mit 1,5% und mehr.

Doch jetzt haben sich die Aufgelder deutlich erhöht – vor allem bei den beliebten Münzen. Bei der goldenen Variante des Wiener Philharmoniker liegt das geringste Aufgeld zum Marktpreis derzeit bei 4%. Beim südafrikanischen Krügerrand und beim kanadischen Maple Leaf liegen die Aufgelder schon bei knapp 7%. Das ist ein wirklich deutlicher Anstieg.

Goldbarren bleiben besonders attraktiv

Wenn es Ihnen nicht um die Münzen, sondern nur um das Gold geht, bleiben die Goldbarren die erste Wahl: Beim 100 g Goldbarren liegt das geringste Aufgeld bei 1,8% – deutlich über dem normalen Wert, aber eben auch deutlich unterhalb der Aufgelder bei den Münzen.

Was ich sehr positiv bewerte: Zu dem Thema der erhöhten Aufgelder äußern sich auch die großen Anbieter am Markt. Auf der Webseite von proaurum heißt es dazu: „Die größten Barrenproduzenten in der Schweiz (Argor Heraeus etc.) produzieren beispielsweise wegen der Corona-Krise aktuell nicht. Hier werden rund 70 Prozent des weltweiten Minengoldes verarbeitet. Zudem sind die Refinanzierungskosten für Edelmetallleihen um ein Vielfaches gestiegen und die Frachtraten für internationale Flüge sind um den Faktor 10 bis 40 höher als normal.

Die Spreads für das Absichern von Risiken betragen normalerweise rund 30 Cents zwischen Ankauf und Verkauf. Nunmehr sind es aber oftmals einige Dollar. Und last but not least haben einige Produzenten ihre Aufgelder erhöht, weil auch deren Beschaffungskosten gestiegen sind.“ Das Fazit des Goldhändlers trifft es sehr gut: „Während ein Kilogramm-Goldbarren bei normaler Marktlage eine Handelsspanne von etwas mehr als zwei Prozent aufweist, kann diese Kennzahl bei einem Goldbarren mit einem Gewicht von einem Gramm auf über 20 Prozent ansteigen. Aber derzeit leben wir leider nicht in normalen Zeiten.“

Es bleibt nur zu hoffen, dass die normalen Zeiten bald wieder zurückkehren.

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Heiko Böhmer
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