So läuft die Digitalisierung der Rohstoff-Branche

Auch bei der Rohstoffproduktion kommt immer mehr digitale Technik zum Einsatz. Das ist einer der großen Trends der Branche. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Schon am Anfang dieser Woche bin ich auf die langfristigen Herausforderungen der Rohstoffbranche eingegangen. Heute möchte ich darauf zurückkommen, denn das Thema ist gerade für eine so traditionelle Branche extrem wichtig. Viele Wirtschaftszweige durchlaufen derzeit eine massive Transformation – und Sie können sich denken, dass dies auch für die Rohstoffbranche gilt.

Allerdings fällt es eben schwer bei traditionellen Produktionsmethoden und Fördertechniken an Digitalisierung und Zukunft zu denken. Doch die Marktexperten von Deloitte haben genau hier den hebelangesetzt in den aktuellen „Mining Trends 2018“.

Speziell der gesamte Themenkomplex der Digitalisierung spielt schon heute eine Rolle aber wird in Zukunft noch eine deutlich größere Rolle spielen. So stellen die Experten das Beispiel eines global agierenden Rohstoffkonzerns vor, der Synergieeffekte beim Transport, Eisenbahn und Hafennetzwerk optimal nutzen wollte.

Datenanalyse liefert wichtige Erkenntnisse

Dafür wurde eine große datenbasierte Analyse aufgesetzt, die eben die drei zuvor getrennten Bereiche zusammenfasste. Als Maßstab diente dabei die historische Performance der einzelnen Komponenten genauso wie Szenarien zur Optimierung einzelner Schritte.

Am Ende hatte der Rohstoffkonzern ein neues Transportkonzept, bei dem deutlich mehr Güter transportiert werden konnten, obwohl es vorher von Seiten des zuständigen Managers hieß: „Wie arbeiten schon an der Kapazitätsgrenze.“

Und das ist nur ein kleines Beispiel, was die Deloitte-Experten anführen für die Chancen in der Rohstoffbranche. So kann eben die Optimierung nicht nur mit neuen Maschinen erfolgen, die eine größere Produktion ermöglichen. Diese Optimierung kann auch erfolgen, in dem interne Daten sinnvoll eingesetzt werden.

Innovation und Rohstoffe passen zusammen

Dabei stellen die Experten auch heraus, dass die Vorstände vieler Rohstofffirmen den Zwang zu Investitionen schon verstanden haben – um eben weiterhin in der globalen Spitze agieren zu können. Dabei geht es aber nicht nur um den technologischen Fortschritt. Es geht auch um den effektiven Austausch mit den Anteilseignern des Unternehmens oder auch um die Flexibilisierung der Arbeit. Zusätzlich sollten eben Unternehmen auch nach den Rohstoffen der Zukunft schauen. Diesen Aspekt finde ich besonders wichtig – vor allem bei kleineren Firmen.

Was nützt es, ein Seltene Erden Projekt im Norden Kanadas weiter voranzutreiben, wenn auf absehbare Zeit eben keine Lieferengpässe bei diesem Rohstoff zu erwarten sind. Ganz anders sieht die Lage beispielsweise jetzt bei Lithium aus. Dies ist ein Zukunftsrohstoff – und viele Firmen setzen auf den Trend – mit mehr oder weniger Erfolg.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Heiko Böhmer. Zusätzlich erhalten Sie kostenlose E-Mail Updates zu den profitabelsten Börsengeschäften.

Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt