So profitieren Sie von der Outperformance der Nebenwerte

In der gestrigen Ausgabe von Rendite Trends habe ich Ihnen erläutert, warum sich die Aktien aus der zweiten Reihe besser entwickeln als die großen Standardwerte.

Heute will ich Ihnen zeigen, wie Sie mit Fonds von der Outperformance der Nebenwerte profitieren können.

MDAX schlägt den DAX deutlich

Kurz nochmals die Performance-Zahlen, die ich Ihnen gestern bereits ausführlich dargelegt habe. Der MDAX, in dem die 50 größten deutschen Werte unterhalb des DAX gelistet sind, hat auf Sicht eines Jahrzehnts um 228% zugelegt, während der DAX in diesem Zeitraum gerade einmal auf ein Plus von 88% kommt.

Auf Sicht von fünf und drei Jahren haben sich die Midcaps ebenfalls deutlich besser entwickelt als die Blue Chips. Von dieser Outperformance der Nebenwerte können Sie auch in Ihrem Depot profitieren.

Wenn Sie sich die Mühe der Einzeltitelauswahl sparen möchten, können Sie stattdessen auf aktiv gemanagte Fonds oder ETFs setzen.

Allianz Nebenwerte Deutschland: Fokus auf dem MDAX

Einer der besten deutschen Nebenwerte-Fonds ist der Allianz Nebenwerte Deutschland. Der von Frank Hansen gemanagte Fonds hat seinen Fokus klar auf dem MDAX. So kommen die Top Ten des Fonds ausnahmslos aus dem Midcap-Index.

Die größten Positionen sind derzeit die Aktie des Raum- und Luftfahrt-Konzerns EADS mit einem Anteil von 8% und des Spezialchemie-Unternehmens Lanxess mit 7%. Daneben zählen Kabel Deutschland, MTU Aero Engines, Hannover Rück und Brenntag zu den Top Ten im Portfolio.

Die Werte des MDAX stellen das Gros der Positionen. Darüber hinaus investiert der Fonds aber auch in Titel aus dem Nebenwerte-Index SDAX wie beispielsweise Bertrandt, Tipp24 oder Delticom.

Kontinuierlich gute Performance

Seit der Auflage im Jahr 1996 kommt der Allianz Nebenwerte Deutschland auf eine Gesamtperformance von rund 360%, was einer durchschnittlichen Jahresperformance von 10% entspricht.

Seit Frank Hansen 2001 das Management übernahm, hat sich der Fonds deutlich besser entwickelt als der MDAX. Während der Index im Schnitt 7,5% pro Jahr gewann, verbesserte sich der Anteilswert um durchschnittlich 9,1% pro Jahr.

Damit ist der Allianz Nebenwerte Deutschland in diesem Zeitraum der beste Fonds in seiner Kategorie.

Frank Hansen schafft das, was dem überwiegenden Teil der Fondsmanager leider nicht gelingt, nämlich den Vergleichsindex hinter sich zu lassen. Allerdings ist die Outperformance gegenüber dem MDAX nun auch nicht wirklich atemberaubend und zudem keine Garantie für die Zukunft.

Eine günstige Alternative: ETFs

Vor diesem Hintergrund sind sogenannte Exchange Traded Funds (ETF) für Anleger eine ernsthafte Alternative zu aktiv gemanagten Fonds.

Die börsengehandelten Fonds bilden die Entwicklung des Index – wie ein Index-Zertifikat – eins zu eins nach, haben gegenüber Zertifikaten aber einen klaren Vorteil: Wie aktiv gemanagte Fonds gelten ETFs als Sondervermögen. Anleger haben also kein Emittentenrisiko.

Eine Möglichkeit, auf die Entwicklung des Index zu setzen, ist der iShares MDAX der US-Fondsgesellschaft Blackrock.

Mit einer Performance von 212% auf Sicht von zehn Jahren schneidet der iShares MDAX zwar etwas schlechter ab als der Allianz Nebenwerte Deutschland. Dafür hat der ETF keinen Ausgabeaufschlag und günstige Gebühren von gerade einmal 0,5% jährlich.

9. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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