So sehen wir den rosa Riesen

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Die Telekom ist eine langweilige Aktie – glauben Viele! Doch es gibt Lichtblicke. Lesen Sie unsere Analyse. (Foto: Cineberg / Shutterstock.com)

Die Aktie der Deutschen Telekom ist für viele von Ihnen sicher ein besonderes Papier: Wer hat nicht in den 1990er mitgezeichnet und sich vom Hype rund um die T-Aktie anstecken lassen? Doch inzwischen sind viele Jahre ins Land gegangen. Die Aktie ist ein Papier von vielen. Wir es um den Wert steht, haben wir für Sie ermittelt. Wie immer auf Basis handfester Fundamentaldaten! Doch zunächst ein paar Eckdaten zur Telekom: Die Deutsche Telekom ist Europas größtes Telekommunikationsunternehmen und das aktuell drittgrößte weltweit.

Die in 2001 eingerichteten Geschäftsfelder bieten Services und Produkte aus den Bereichen Festnetz und Mobilkommunikation, Internet für Privatkunden, den Mittelstand und für nationale und internationale Großkunden an und decken das gesamte Spektrum der modernen Telekommunikation ab.

Stark in den USA

Die Telekom hat im 2. Quartal dank der Erstkonsolidierung des zugekauften US-Unternehmens Sprint einen Umsatzsprung um 37,5% auf rund 27 Mrd € gemacht. Unterm Strich verfehlte der Konzern wegen der Integrationskosten in den USA die Erwartungen. Organisch schrumpfte die Telekom allerdings um 0,6%, nachdem es im Vorquartal noch ein Wachstum von 1,1% gegeben hat. Günstige Wechselkurseffekte vor allem wegen des starken US-Dollars trugen zum Umsatzplus bei. Dafür schwächelte das Europa-Geschäft, und auch die Geschäftsentwicklung von T-Systems drehte nach unten.

In Europa schrumpfte der Umsatz um 4,5%, auch das bereinigte EBITDA fiel. Organisch schaffte die Telekom hier aber noch ein kleines Wachstum. Im schwächelnden Systemgeschäft sank der Umsatz wegen der Pandemie um 3,4%, das bereinigte EBITDA sogar um 23%. Bei den Quartalszahlen verdankte die Telekom einen Teil des Erfolgs ihrer US-Tochter T-Mobile US, die auch ohne die Sprint-Übernahme rasant wuchs und im Quartal zum zweitgrößten US-Anbieter aufstieg.

Wie wir die Aktie sehen – und wie Sie handeln können

T-Mobile hatte bereits Geschäftszahlen vorgelegt, die bei der Umrechnung von Dollar in Euro wegen der Stärke der US-Währung noch einmal etwas besser aussahen. Der Umsatz in den USA stieg um 76%, das bereinigte EBITDA verdoppelte sich. Nach der Fusion mit Sprint gab die Telekom neue Jahresziele aus. Das bereinigte EBITDA soll 2020 rund 34 Mrd € erreichen statt bislang 25,5 Mrd €. Der freie Cashflow soll dagegen nur noch 5,5 statt 8 Mrd € betragen. Die Telekom führte die Sprint-Integration und die Kosten dafür an. Die Aktie ist aus unserer Sicht solide – mehr aber auch nicht. Als Aktionär können Sie sich aber über eine Dividendenrendite von knapp 4% freuen und die Aktie halten.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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