So sichern Sie die Geldanlage mit nicht-zyklischen Titeln

Liebe Leser, wir nervös derzeit die Märkte sind, konnten wir am vergangenen Freitag beobachten: Nach schwachen Vorgaben aus New York […] (Foto: nitpicker / shutterstock.com)

Liebe Leser,

wir nervös derzeit die Märkte sind, konnten wir am vergangenen Freitag beobachten: Nach schwachen Vorgaben aus New York rutschte der DAX kurz vor dem Wochenende noch um 1,5% ins Minus. Die Mischung aus steigenden Ölpreisen und schwachen Quartalsergebnissen aus den USA setzten den deutschen Markt unter Druck. Da ist es gut, wenn es in der Geldanlage Möglichkeiten gibt, auf Altbewährtes und Zuverlässiges zu setzen, was sich den modischen Veränderungen der Zeit widersetzt. In der Fachsprache heißt diese Anlagekategorie „nicht-zyklisch“. Dabei können Sie auf einzelne Aktien oder direkt auf Aktienfonds setzen. Für die heutige Ausgabe greife ich auf einen Fachartikel aus dem „Geldanlage-Berater“ zurück, der die Marktlage näher analysiert hat und Ihnen zwei Fonds für Ihre langfristige Anlageplanung empfiehlt.

„Den Unterschied zwischen zyklischen und nicht-zyklischen Anlagemöglichkeiten können Sie schnell erkennen: In konjunkturell schwachen Phasen fallen zyklische Aktien deutlich stärker als der Gesamtmarkt. Im Folgenden will ich Ihnen anhand von zwei Beispielaktien den Unterscheid genauer erläutern. Dabei sind ThyssenKrupp und Nestlé sind typische Beispiele für den Unterschied zwischen zyklischen und nicht zyklischen Aktien.

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ThyssenKrupp ist ein Unternehmen, das stark von der weltweiten Nachfrage nach Stahl und der Investitionsneigung seiner Kundschaft abhängig ist. Der Wert fiel in den Krisenjahren 2000 bis 2002 von 30 auf rund 7 Euro. Der Kurs des Nahrungsmittelherstellers Nestlé dagegen blieb während der großen Aktienkrise nahezu unverändert. Bei dem in der Nahrungsmittelbranche tätigen Konzern trifft das Motto zu: gegessen wird immer – eben auch in konjunkturell schwächeren Zeiten. In dieser Beständigkeit liegt die Stärke der nicht-zyklischen Aktien.

Die typischen Branchen und Vertreter der nicht-zyklischen Aktien sind vor allem Konsumtitel, Nahrungsmittel, Pharma, Versicherungen, Banken mit Konzentration auf das lokale Privatkundengeschäft und Versorger.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.