So verdienen Sie aktuell mit dem DAX Geld – egal in welche Richtung er läuft

Schwierige Zeiten für Aktienanleger. Wohin bewegt sich der DAX? Soll ich jetzt noch Gewinne mitnehmen oder eher nachkaufen? (Foto: imagentle / shutterstock.com)

Heute schauen wir uns einmal an, wie Profitrader in diesen unsicheren Zeit das Maximum aus dem Markt herausholen. Ja, der DAX ist momentan sehr schwierig einzuschätzen. Vermutlich werden wir noch eine Weile eine Seitwärtsphase erleben, aber wann und wohin die Kurse sich bewegen, ist derzeit viel zu unklar. Deshalb wetten wir auch nicht auf den DAX-Kurs – aber auf den DAX. Das mag jetzt verwirrend klingen, aber die Auflösung folgt.

DAX: die aktuelle Situation

Der folgende Chart ist recht eindeutig. Wir befinden uns im DAX in einer neutralen Zone. Unterhalb der 200-Tagelinie ist zwar negativ, dafür hat aber das Tief bei 11.868 bislang gehalten. Letztlich wird es sich an diesen beiden Punkten entscheiden, wohin die Reise gehen wird.

Knacken wir die 12.676 Punkte und die grüne SMA-200, ist dies positiv für weiter steigende Kurse. Fallen wir unter die 11.868 Punkte, wird es wahrscheinlich noch weiter bergab gehen und das sicher recht schnell.

DAX-Trading ohne Kurse

So, der DAX schwimmt also irgendwo zwischen 11.900 und 12.600 Punkten und wird dort wohl auch noch einige Zeit verharren. Worauf können wir denn dann wetten, wenn nicht auf die Kurse?

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Der clevere Optionentrader schaut nicht nur auf die Kurse, sondern auch auf andere Werte. So zum Beispiel auf die Volatilität. Die ist im Zuge des Flash-Crashs in die Höhe geschossen. Aber dieser Zustand hält nie lange an. Deshalb wetten wir auf eine fallende Volatilität.

So viel zur Theorie. Aber wie lösen wir das jetzt elegant, damit wir in den meisten Fällen als Gewinner aus dem Trade gehen? Wir kaufen bei unserem Optionenhändler einen Time-Spread-Kontrakt auf den fallenden VIX (Volatilitätsindex).

Knackpunkt bei diesem Konstrukt ist, dass wir innerhalb von maximal zwei Monaten eine Gewinnerwartung von 30 bis 50 Prozent mitnehmen können. Ein Verlust würde nur dann auftreten, wenn der VIX weiterhin deutlich ansteigen würde oder so extrem absinkt, wie wir es in den Monaten mit kaum Bewegung im Markt hatten. Beide Szenarien sind unwahrscheinlich und darauf basiert die Wette auf den fallenden Volatilitätsindex. Wir würden sogar einen Gewinn machen durch den Zeitwert, wenn der VIX auf dem aktuellen Niveau bliebe!

In unserem Fall haben wir einen Spread gekauft, dessen Long-Seite im Juni abgerechnet wird und dessen Short-Seite bereits in etwa einem Monat. Wir werden also den Short automatisch abrechnen lassen und nur noch den Long halten. Das ist ein Long-Put. Bitte daran denken. Schließlich wetten wir auf einen fallenden VIX. Der Short-Put läuft Ende März von alleine aus. Ab da spielen wir mit dem Zeitwert und der weiter fallenden Volatilität, so dass wir voraussichtlich im April den Long-Put verkaufen werden und damit den Trade schließen.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.