So verdienen Sie beim nächsten Job mehr

Wie sind Sie zu Ihrem letzten Job gekommen: ganz klassisch über eine Bewerbung?

Oder kannten Sie womöglich jemanden im Unternehmen oder wussten schon vor der Ausschreibung, dass bald eine interessante Stelle frei wird?

Hat Sie das Unternehmen womöglich selbst kontaktiert? Es ist immer besser, wenn man für eine freie Stelle empfohlen wird.

Man muss nicht aus der Masse herausstechen und hat in aller Regel auch eine bessere Verhandlungs-Position beim Gehalt.

Doch um derart zu profitieren, muss man gefunden werden. Am einfachsten geht das im Internet. Eine der nützlichsten Plattformen für Freiberufler und Führungskräfte ist Xing.

Xing ist mit 9,2 Mio. Mitgliedern das führende soziale Online-Netzwerk für berufliche Kontakte im deutschsprachigen Raum.

Auf Xing vernetzen sich Berufstätige aller Branchen, suchen und finden Jobs, Mitarbeiter, Aufträge, Kooperations-Partner, fachlichen Rat oder Geschäftsideen und informieren sich über die neuesten Themen ihrer Branche.

Xing ist auf Wachstumskurs

Xing war im 3. Quartal 2015 auf Wachstumskurs: Der Umsatz lag um 17% über dem Vorjahreswert. Am Ende der Berichts-Periode zählte das Unternehmen 34.000 zahlende Mitglieder mehr als noch 1 Jahr zuvor.

Insgesamt registrierten sich rund 1,2 Mio. neue Mitglieder auf Xing, was den höchsten Zuwachs in der Firmen-Geschichte darstellte.

Der Quartals-Gewinn lag aufgrund der Werbekampagne für die Markteinführung des Xing Stellenmarktes noch unter dem Vorjahreswert.

Langfristig sind angesichts des skalierbaren Geschäftsmodells aber unterproportionale Kosten-Zuwächse zu erwarten.

Der Xing-Stellenmarkt deckt mit 1 Mio. Jobs alle relevanten offenen Stellen im deutschsprachigen Raum ab.

Besser an der Seitenlinie bleiben

Mit Xing Klartext wurde nun auch ein journalistisches Format auf den Markt gebracht, bei dem Experten und Persönlichkeiten Position zu aktuellen Themen beziehen und Meinungen miteinander austauschen können.

Xing-Mitglieder können die Beiträge kommentieren oder selbst zu Autoren werden.

Damit könnte es Xing einmal mehr gelingen, die Inhalte der Plattform sowie die Kundenaktivität zu stärken und sich gegenüber Konkurrenten wie LinkedIn abzusetzen.

Der Unternehmens-Erfolg zeigt bereits eindrucksvoll, dass die Stärke eines beruflichen Netzwerkes nicht allein und in erster Linie von der globalen Größe abhängt.

Nach der Kursverdopplung im vergangenen Jahr erscheint Xing ambitioniert bewertet. Das stetige Wachstum kann zwar weiter als Kurstreiber fungieren. Auf dem jetzigen Niveau müssen aber zunehmende Risiken einkalkuliert werden.

Zwar bietet die Aktie eine Dividende in Höhe von 0,7% des derzeitigen Kurswerts, doch ist diese Ausschüttung zu vernachlässigen. Bleiben Sie bei Xing vorerst an der Seitenlinie!

31. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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