So werden auch Sie zum Börsenhai

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Diesen Vorteil der Börsenprofis können Sie auch nutzen – Der Unterschied zwischen Haien und Fischen an der Börse (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Erfolgreiches Aktien-Trading ähnelt in vielen Aspekten einem Pokerspiel. Die Gewinne des einen Spielers sind in beiden Fällen stets die Verluste oder entgangenen Gewinne des anderen. Erfolgreiche Profis (Haie genannt) halten sich beim Poker bei schlechtem Blatt strikt zurück und spielen durchschnittlich nur 15 % (!) ihrer Hände, selbst wenn sie dafür einen kleinen Einsatz auf dem Tisch liegen lassen müssen.

Amateure (Fische) hingegen wollen in der Regel bei mehr als 50 % der Spiele mit von der Partie sein. Sie scheuen sich ihren Einsatz verloren zu geben, denn die Hoffnung stirbt bei ihnen meist zuletzt. Daher bieten schwächere Spieler viel zu oft mit, denn vielleicht reicht ja auch ein schwächeres Blatt für den Gewinn. Hin und wieder mag das (leider) der Fall sein und der Spieler sieht sich dadurch in seinem Tun fatalerweise auch noch bestätigt.

Aus diesem Grund hat ein Profi immer bessere Gewinnchancen

Im Durchschnitt – und nur darauf kommt es an (!) – sind die Karten die ein guter Poker-Profi spielt jedoch besser als jene mit denen es der Amateur wieder und wieder versucht. Denn der Profi spielt fast ausschließlich gute Hände -außer vielleicht beim bewussten Bluff. Ab und zu mag zwar der Anfänger ein gutes Blatt haben und kurzfristig einige Chips gewinnen. Auf Dauer jedoch – und darauf kommt es schließlich an – gewinnt der Profi, denn früher oder später kommt sein statistischer Vorteil zum Tragen.

Online-Pokerspieler nutzen deshalb sogar eine Software, die verfolgt und analysiert welche Spieler Ihren Einsatz besonders häufig setzen. Es kommt durchaus vor, dass sieben „Haie“ nur wegen einem „Opfer-Fisch“ an einem virtuellen Spieltisch sitzen. Einen ähnlich eklatanten Unterschied zwischen „Haien“ und „Fischen“ gibt es auch an der Börse.

Korrekturen sind an der Börse keine Zeit für Heldentaten

Um an der Börse zu den Haien und nicht zu den Fischen zu gehören, sollten Sie sich in Korrekturphasen an der Börse wie zuletzt (d.h. bei schlechten Karten) grundsätzlich sehr vorsichtig und defensiv agieren d.h. schwächere Aktien verkaufen oder ausstoppen zu lassen und sich gleichzeitig mit Neuinvestments zurückhalten. Üben Sie sich darin, das Geschehen aus einer relativ entspannten Perspektive zu betrachten, denn schwache Märkte sind beispielsweise nicht unbedingt Zeiten für Heldentaten.

Keine Fehler in Korrekturzeiten bedeuten im Anschluss meist höhere Gewinne

Viele andere Anleger begehend dann leider den kostspieligen Fehler und setzen zu lange auf schwache Karten, während sie oft sogar noch den Einsatz erhöhen. Wenn Sie hingegen den Großteil Ihres Kapitals behalten, können Sie hohe Profite erzielen, sobald sich die Börsen wieder von ihrer freundlichen Seite zeigen. Denn wenn es an der Zeit ist lassen sich die guten Karten in Form von absoluten Top-Aktien voll ausspielen. Ihre Gewinne kommen dann regelmäßig ganz von allein. Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Trades.


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Von: Maximilian Ritter. Über den Autor

Schon seit seiner Jugend interessiert sich Maximilian Ritter für das Börsengeschehen. In seinem Dienst "Aktien-Timing-System" setzt er auf eine verfeinerte CANSLIM-Methode, mit der sich eine 30%ige Rendite im Jahr erwirtschaften lässt.