Software AG: Auf zu neuen Höhen?

Nach einem starken Start ins Börsenjahr 2016 ist es wieder ruhiger geworden um die Aktie der Software AG.

Doch schon in Kürze könnte es Neuigkeiten geben, die der Aktie wieder Auftrieb geben könnten.

Können die Quartalszahlen positiv überraschen?

Die Grundlage für diese Vermutung wurde bereits anlässlich der Quartals-Ergebnisse zum ersten Vierteljahr gelegt.

Damals hieß es, dass für das Gesamtjahr eine operative Marge möglich ist, die über den bisherigen Erwartungen ausfallen könnte; gar von einer möglichen Anhebung der Jahresprognose war schon die Rede.

Aus diesem Grund werden jetzt mit Spannung die Zahlen zum Rechenschafts-Bericht des 2. Vierteljahres erwartet, die dann diese Hoffnungen wahr machen könnten. Diese werden am 20. Juli vorgelegt.

Als weiterer Beleg für die Hoffnungen der Software AG-Anleger gilt das Umfeld, das sich zuletzt aufgehellt hat:

Erst gestern wurde bekannt, dass sich die Talfahrt der weltweiten PC-Verkäufe im vergangenen Quartal nach Berechnungen von Marktforschern deutlich abgeschwächt hat.

So kam die Analyse-Firma Gartner auf einen Absatz-Rückgang von 5,2% auf 64,3 Mio. verkaufte Notebooks und Desktop-Rechner, der Konkurrent IDC errechnete ein Minus von 4,5% bei 62,4 Mio. Geräte.

In den vergangenen Quartalen waren übrigens Rückgänge von rund 10% im Jahresvergleich die Norm.

Auch die letzten Erfolgsmeldungen – Zusammenarbeit mit Dell bezüglich Datenströme am Netzwerkrand und die Entwicklung einer Community Edition für Apama – lassen den Optimismus nicht unbegründet erscheinen.

Unternehmens-Portrait

Die in 1969 gegründete und in Darmstadt ansässige Software AG zählt zu den Weltmarktführern für Software-Lösungen für Unternehmen und verbundene Dienstleistungen.

Dabei ermöglichen es die Produkte, Geschäfts-Prozesse zu analysieren und zu verwalten und IT-Infrastrukturen zu steuern.

Günstige Bewertung

Die Kennzahlen fallen für einen Technologie-Konzern sehr gut aus, das KGV liegt gerade einmal bei 13, die Eigenkapitalquote stieg in den letzten Jahren spürbar an – während die Verschuldung deutlich nachließ.

Mit anderen Worten: Der Konzern hat während seiner Hype-Phase seine „Hausaufgaben“ gemacht und ist für künftige Herausforderungen gerüstet.

Zudem können sich die Anleger noch über eine Dividende freuen. Die Dividendenrendite ist mit knapp 2% zwar nicht gerade üppig, aber möglicherweise wird es eine weitere Erhöhung der Ausschüttung geben.

Pluszeichen aus Sicht der Charttechnik möglich

Unterdessen zeichnet die Charttechnik ein eher gemischtes Bild: So sank die Aktie im Oktober 2014 bis auf deutlich unter 18 €.

Danach setzte eine Aufwärtsbewegung ein, die bis zu einem Kurs von knapp 37 € (im April 2016) führte. Seitdem entwickelt sich der Wert seitwärts und notiert bei derzeit knapp 32 €.

Sollten die Quartals-Zahlen positiv überraschen, könnte es mit dem Aktienkurs recht schnell wieder zu den bisherigen Höchstständen aus dem Frühjahr gehen. Es lohnt sich also, nächste Woche einen Blick auf die Software AG zu werfen.

13. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Sascha Mohaupt. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt