Software AG: Quartalszahlen übertreffen Prognosen

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Die jetzt von der Software AG vorgelegten Quartalszahlen fallen besser aus als erwartet. Insbesondere die hohen Auftragseingänge können überzeugen. (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock.com)

Heute präsentiere ich Ihnen ein Unternehmen, dessen Firmenname quasi Programm ist: die Software AG. Das Darmstädter Unternehmen zählt zu den Weltmarktführern für Softwarelösungen und verkauft seine Produkte und Dienstleistungen ausschließlich an Geschäftskunden.

Die hessische Softwarefirma, die vor wenigen Tagen aktuelle Zahlen vorgelegt hat, wurde bereits 1969 gegründet, zu einer Zeit, in der die Computertechnologie noch in den Kinderschuhen steckte. Heute beschäftigt der Softwarespezialist etwa 5.000 Mitarbeiter und vertreibt seine Produkte in mehr als 70 Ländern.

Anbieter von Business-Software

Frei nach dem Firmenmotto Die Software AG verbindet die Welt, um sie am Leben und Gedeihen zu erhalten unterstützen die Darmstädter Softwarespezialisten die digitale Transformation von Unternehmen. Mit der Digital Business Plattform der Software AG können Unternehmen besser mit Kunden interagieren, ihre Geschäftsmodelle weiterentwickeln und neue Marktpotenziale erschließen.

Im Geschäftsbereich Internet der Dinge (IoT) bietet die Software AG ihren Kunden führende Lösungen zur Integration, Vernetzung und zum Management von IoT-Komponenten sowie zur Analyse von Daten und zur Vorhersage von zukünftigen Ereignissen auf Basis künstlicher Intelligenz an. Starkes Wachstum verzeichnet das Unternehmen auch in der noch jungen Cloud-Sparte.

Solide Quartalszahlen und hohe Auftragseingänge

Die sowohl im MDax als auch TecDax gelistete Software AG hat in der vergangenen Woche ihre vorläufige Zahlen für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2020 vorgelegt, die trotz Corona-Pandemie überzeugen konnten. Dabei lagen die Zahlen durchweg über den Erwartungen der durchschnittlichen Analystenschätzungen.

Sehr positiv fiel dabei der Auftragseingang im 2. Quartal aus: Dieser verzeichnete einen deutlichen Anstieg um 32%. Der Umsatz lag bei 204,6 Mio. Euro und fiel somit um 2,57% niedriger aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Allerdings übertraf der Umsatz die Schätzung der Analysten um 0,9%.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich in den Monaten April bis Juni auf 31,9 Mio. Euro und lag damit auch oberhalb der Analystenschätzung von 31 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahreswert ging das EBIT aber um 33,1% zurück.

Dieser deutliche Rückgang war aber erwartet worden, da die Software AG aktuell hohe Investitionen in ein strategisches Transformationsprogramm steckt. Sanjay Brahmawar, Chef der Software AG, äußerte sich positiv über die Entwicklung seines Unternehmens im 2. Quartal: Trotz der Herausforderung durch die Corona-Pandemie haben wir im 2. Quartal ein starkes Ergebnis erzielt.

Wichtig: Das Kerngeschäft der Software AG wächst signifikant und beim Subskriptionsumsatz (Abo-Modelle) wurden zuletzt weitere Fortschritte gemacht. Trotz der durch die Corona-Pandemie bedingten Unsicherheiten hält der Vorstand der Software AG an seiner Prognose für das laufende Jahr fest.

Eine Investition in die Aktie der Software AG drängt sich meines Erachtens nach der sehr positiven Kursentwicklung der vergangenen Monate derzeit nicht auf. Kurzzeitige Rücksetzer könnten Ihnen aber gute Einstiegsgelegenheiten bieten.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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