Software AG will 2017 das Wachstum beschleunigen

Vergangene Woche habe ich Ihnen gezeigt, wie stark SAP vom Cloud-Boom profitiert.

Doch es gibt noch andere deutsche Software-Aktien, die dies ebenfalls tun. Eine davon ist Deutschlands Nr. 2, die Software AG.

In der vergangenen Woche hat die Software AG ihre Zahlen veröffentlicht. Während die Anleger anfangs eher zurückhaltend waren, hat sich dies zu Wochenbeginn geändert.

Lesen Sie im Folgenden, welche Software-Aktie derzeit die bessere Alternative ist.

Unternehmens-Portrait

Die Software AG ist der weltweit größte unabhängige Anbieter von Infrastruktur-Software für Geschäfts-Prozesse.

Seit über 45 Jahren sieht sich das Unternehmen selbst als Innovations-Geber, der sich an den Bedürfnissen der Kunden ausrichtet.

Der Konzern wird in zahlreichen Kategorien für Innovation und Digitalisierung als Marktführer eingestuft. Die Software AG beschäftigt über 4.300 Mitarbeiter und ist in 70 Ländern aktiv.

Zahlen enttäuschten zunächst

Auf den 1. Blick sorgten die vorgelegten Jahreszahlen für Ernüchterung oder gar für Enttäuschung:

Das Geschäft mit Integrations-Software, welche eines der Schwerpunkte bildet, kam in 2016 nur schleppend voran und erreichte die erwarteten Umsatzziele nicht.

Dies soll aber in diesem Jahr anders werden – dieses Segment soll nach einem Plus von 3% im Jahr  2016 auf nunmehr bis zu 10% im Jahr 2017 wachsen.

Die anderen Segmente des Konzerns konnten ebenfalls – zumindest auf den 1. Blick nicht vollends überzeugen:

So verfehlte das operative Ergebnis im zurückliegenden Geschäftsjahr mit 272 Mio. € den Vorjahreswert um 13 Mio. €.

Der Gewinn des Unternehmens vor Zinsen und allen Steuern EBIT wurde durch Einmal-Effekte belastet und belief sich im 4. Quartal auf 75,1 Mio. €, was einem Rückgang von 5 Mio. € entspricht.

Immerhin konnte in der Gesamtjahres-Betrachtung das EBIT um 3,5 Mio. € auf 213,9 Mio. € wachsen.

Optimismus für 2017

In diesem Jahr soll vieles besser laufen: Auf Basis des marktführenden Produkt-Portfolios und einer Steigerung der Nachfrage rechnet der Konzern mit einem deutlichen Umsatz-Anstieg.

Darüber hinaus wird eine hohe operative Ergebnismarge (EBITA, Non-IFRS) von 30,5 – 31,5% in Aussicht gestellt. In 2016 lag dieser Wert bei 31,2% und erreichte damit bereits einen neuen Rekordwert.

SAP vs. Software AG

Welche deutsche Software-Aktie ist für Sie als Anleger attraktiver?

Im direkten Vergleich mit SAP punktet die Software AG mit der niedrigeren Bewertung. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt derzeit gerade einmal bei 13; bei SAP bei 20.

Diese Bewertungs-Differenz existiert allerdings schon seit vielen Jahren, was wohl einfach daran liegt, dass SAP als DAX-Wert und Europas Nr.1 einfach viel mehr im Anleger-Fokus steht.

Daher halte ich eine Angleichung des Bewertungs-Niveaus in nächster Zeit für eher unwahrscheinlich. Die Charttechnik spricht hingegen eine klare Sprache zu Gunsten von SAP:

Die SAP-Aktie hat durch ihr jüngstes Allzeithoch gerade ein neues charttechnisches Kaufsignal generiert, wogegen die Software AG-Aktie sich in einer Seitwärts-Bewegung befindet.

1. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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