Spartipps von Warren Buffett: So nutzen Sie das Potenzial

Warren Buffett sorgt regelmäßig für Schlagzeilen. Und manche Börsenfans runzeln auch die Stirn über so manche Äußerung oder Idee des erfolgreichen Investors aus den USA.

Ein Erfolgsrezept von Buffett war es bisher dabei immer, dass er neue Beteiligungen zumeist an den langen Leine führte und sie so den eingeschlagenen Weg weitegehend ungestört fortsetzen konnten.

Im Endeffekt ist das auch nur logisch: Wenn sich Buffett für die Übernahmen eines Unternehmens entscheidet, muss es eben seiner harten Prüfung standhalten. Und dazu gehört immer auch das Management.

Dazu passt das bekannte Zitat von Warren Buffett: „Ein Unternehmen muss ein so starkes Geschäftsmodell haben, dass es auch von einem schlechten Manager geführt werden kann – denn genau das wird eines Tages passieren.“

Insofern ist es jetzt schon ungewöhnlich, dass Buffett direkt bei Heinz Ketchup eingreift und dem Unternehmen Spartipps gibt. So hatte Berkshire Hathaway erst im Juni 50% des Unternehmens für 12,6 Mrd. Dollar übernommen.

Spartipps von Warren Buffett

Jetzt hat Buffett einige Tipps parat, die schon sehr detailliert sind. Bekannt ist übrigens nicht, ob Heinz Ketchup diese Tipps auch direkt umsetzen wird. So hält Buffet einige Ideen für den Büroalltag parat. Mitarbeiter sollen nicht mehr als 200 Seiten im Monat ausdrucken. Dabei soll es bei Schwarz-Weiß Ausdrucken bleiben – außer es geht um Kunden.

Dazu hätte ich sogar noch eine weitere Verbesserung anzubieten: Erst kürzlich entdeckte ich im Büro die Funktion des beidseitigen Ausdruckens – so wird zusätzlich noch Papier gespart. Meine Kollegen waren davon begeistert und haben das jetzt auch schon umgesetzt.

Grundsätzlich soll das Budget für Büromaterial eines jeden Mitarbeiters auf 15 Dollar pro Monat reduziert. Bei den Aktenordnern von Heinz Ketchup soll es zudem ein Wiederverwerten geben. Auch auf Dienstreisen ist es wohl bald angesagt, den Gürtel enger zu schnallen: Essen und Nebenkosten sollen 45 Dollar am Tag nicht mehr überschreiten.

Doch Buffett hat auch die großen Dinge im Blick: Drei Firmenflugzeuge wurden abgeschafft. Es ist aber nicht bekannt, ob die Manager nun mit Linienflügen unterwegs sind oder auf Net-Jets umsteigen.

Das wäre schon naheliegend, denn Net Jets ist ein Berkshire Hathaway Unternehmen und die könnten sicherlich einem anderen Berkshire Hathaway Unternehmen gute Konditionen einräumen. Als Leasinganbieter von Geschäftsflugzeugen ist Net Jets genau in diesem Segment tätig.

Neben diesen internen Sparmaßnahmen im täglichen Geschäftsbetrieb soll es auch noch einen Stellenabbau geben. In den USA und Kanada sind so schon 600 Jobs weggefallen. Weitere Kürzungen sind auch noch in Großbritannien geplant.

Es wird doch spannend sein zu beobachten, ob diese vielen Maßnahmen den gewünschten Erfolg bringen werden.

10. Oktober 2013

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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