Spezialmaschinenbau: Es geht wieder bergauf

Bergbaumaschinenhersteller haben die Wende geschafft, und die Nachfrage nach Baumaschinen steigt. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Die in Deutschland produzierenden Bergbaumaschinenhersteller haben die Wende geschafft.

Nachdem die Umsätze 4 Jahre in Folge gefallen waren, erwartet die Branche auf Basis der Zahlen für die ersten 9 Monate für 2017 beim Umsatz eine schwarze Null. Grund für den Optimismus sind die seit dem 4. Quartal 2016 gestiegenen Auftragseingänge aus dem Ausland. Gegenüber dem Vorjahr legten sie allein in den ersten 9 Monaten 2017 um 38% zu.

Da in der Branche zwischen Auftragseingang und Rechnungsstellung oft ein Jahr und länger vergeht, wird auch für 2018 und 2019 mit anziehenden Umsätzen gerechnet. Durch ihre Präsenz auf praktisch allen Weltmärkten sind die Unternehmen zunehmend in der Lage, auch erhebliche Marktschwankungen auszugleichen. Derzeit werden etwa 96% des Umsatzes im Ausland erwirtschaftet.

Von dem positiven Trend profitierte SMT Scharf. So ist in den ersten 9 Monaten der Umsatz um 31,9% gestiegen. Der Umsatz im Neuanlagengeschäft ist sowohl im Bereich Bahnsysteme als auch bei den Sesselliften gestiegen. Nach Kernmärkten war Russland der wichtigste Wachstumstreiber. Auch in China schreitet die Belebung voran.

Nachfrage nach Baumaschinen steigt

Auch bei Caterpillar laufen die Geschäfte wieder gut. Die großen Baumaschinen werden wieder nachgefragt. Der Auftragsbestand in den lukrativsten Sparten Minenfahrzeuge, Lokomotiven und Gasturbinen lag 3,8 Mrd. $ über dem Vorjahresniveau. Der Baumaschinenhersteller hat seinen Gewinn im 3. Quartal mehr als verdreifacht. Ein höherer Absatz und der Fokus des Vertriebs auf Kostendisziplin haben zu einer Verbesserung der Gewinnmargen in allen Bereichen geführt.

Die weltweit schwierige Lage am Agrarmaschinen-Markt hat Deere überwunden. Im Ende Oktober abgeschlossenen Geschäftsjahr 2017 verzeichnete Deere ein Umsatzwachstum von 12%. Die Landwirtschaft in den USA, Deeres wichtigstem Absatzmarkt, leidet noch immer unter niedrigen Preisen für Agrarprodukte. Um Kosten zu drücken, haben viele Landwirte auf Neuanschaffungen verzichtet. Weil die Geräte zunehmend veralten, konnten viele Großbetriebe Investitionen offenbar nicht länger hinauszögern.

Dank guter Märkte in Nordamerika und Europa hatte Wacker Neuson zwar einigen Rückenwind, doch im Wesentlichen war es die erfolgreiche Umsetzung der Wachstumsstrategie, die das Unternehmen schneller als der Markt wachsen ließ. Im saisontypisch starken 3. Quartal schnitten alle 3 Sparten besser ab als im Vorjahr.

Sehr gute Entwicklung bei Flurförderzeugen und Lagertechnik

Das Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge wies in den ersten 9 Monaten 2017 ein starkes Wachstum von 17% auf. Treibende Kraft war der chinesische Markt, der um 41% kletterte. In Europa legte die Nachfrage um 11% zu. Die Entwicklung in den Produktsegmenten verlief ähnlich. Die weltweite Nachfrage im Produktsegment Lagertechnik erhöhte sich um 15%. Das Volumen von Gegengewichtsstaplern mit elektrischem Antrieb erhöhte sich um 13%.

Diese Entwicklung ist günstig für Jungheinrich. So legte in den ersten 9 Monaten der Umsatz um 12,6% zu und der Gewinn um 17%. Eine hohe Nachfrage nach Gabelstaplern und Lagertechnik hat die Geschäfte von Jungheinrich angetrieben. Auftragseingang, Umsatz und operatives Ergebnis konnten gesteigert werden.

Ich blicke optimistisch auf das laufende Jahr.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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