Sportartikelbranche: Nike vs. adidas

Das Geschäftsjahr 2011 war für Nike entscheidend, denn adidas ist dem Konzern dicht auf den Fersen.

Noch kann Nike aber seine Vormachtstellung erhalten.

Im 4. Quartal hatte Nike mit einem Umsatzanstieg um 12% auf 6,5 Mrd $ die höchsten Einnahmen in der Unternehmensgeschichte.

Allerdings sanken die Gewinne von 594 auf 549 Mio $ infolge höherer Vertriebs- und Verwaltungskosten, gestiegener Beschaffungskosten, stärkerer Investitionen in das eCommerce-Geschäft sowie höherer Steuern.

Verstärkte Marketingaufwendungen im Vorfeld zur Fußball-EM und den Olympischen Spielen wirkten sich ebenfalls negativ auf das Ergebnis aus. Zudem haben die zum Verkauf stehenden Töchter Umbro und Cole Haan das Ergebnis weiter belastet.

Umsatz- und Gewinnsteigerung

Insgesamt stieg der Jahresumsatz um rund 16% auf 24,1 Mrd $. Davon entfielen 21,0 Mrd. $ allein auf die Kernmarke Nike. Den Großteil davon erzielte Nike im Großhandel, während das Direktgeschäft um 21% auf 3,5 Mrd $ wuchs.

Flächenbereinigt lag das Plus in den eigenen Stores bei 13%. Mit anderen Marken Converse, Nike Golf, Hurley und Umbro wurden 11% mehr umgesetzt. Der Gewinn verbesserte sich um 4,2% auf 2,2 Mrd $.

Für das Gesamtgeschäftsjahr war der CEO ebenfalls zufrieden, insbesondere da der Gewinn trotz herausfordernder Wirtschaftsbedingungen gesteigert werden konnte. Er ist optimistisch, die positive Entwicklung auch im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen zu können – nicht zuletzt wegen der starken Positionierung der Kernmarke Nike.

Auf Sicht von 6 bis 12 Monaten rechnen wir mit einer weit überdurchschnittlichen Kursentwicklung und behalten die Timing-Einstufung von 5 Sternen bei.

Unternehmensporträt

Nike ist das größte Sportartikelunternehmen der Welt. Die Marktkapitalisierung ist dreimal so hoch wie beim schärfsten Konkurrenten adidas.

Die Gesellschaft lässt ihre Produkte – darunter zunehmend Bekleidung, Artikel und Zubehör für Sport und Freizeit – von vielen hundert Vertragspartnern in Billiglohnländern herstellen. Das Unternehmen wurde 1962 gegründet und 1972 nach der griechischen Göttin des Sieges benannt.

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adidas arbeitet am Turnaround von Reebok

Die EM ist vorbei, da blickt adidas schon weit voraus. Der Sportartikelhersteller hat für 2013 den Turnaround der US-Tochter Reebok versprochen. Neue Fitness- und Retro-Produkte sollen die Wende bringen.

Adidas leidet seit Jahren unter dem schwachen Geschäft der US-Tochter. Seit dem Kauf von Reebok vor 6 Jahren sind die großen Erfolge der Marke bislang ausgeblieben. Bei der Kernmarke läuft es dagegen rund. Von Finanz- und Schuldenkrise ist nichts zu spüren.

Kernmarke adidas und TaylorMade-adidas Golf wachsen hervorragend

Im 2. Quartal 2012 legte der Umsatz um 7% zu. In Westeuropa stieg der Umsatz, gestützt durch die anhaltende Dynamik bei adidas sowie durch zweistelliges Wachstum bei TaylorMade-adidas Golf, um 5%.

Zuwächse im Kerngeschäft wurden durch Rückgänge bei Reebok mehr als aufgehoben. Für die nächsten Jahre sicherte sich adidas die Möglichkeit, kurzfristig an Darlehen im Volumen von 500 Mio € zu kommen. Diese Kreditlinie löst eine alte aus dem Herbst 2005 über 2 Mrd € ab.

Der Konzern hat dank deutlicher Umsatz- und Gewinnsteigerungen regelmäßige Einnahmen aus dem laufenden Geschäft und zudem keine größeren Zukäufe geplant. Kredite spielen daher momentan eine untergeordnete Rolle für das nur gering verschuldete Unternehmen.

Die gute Performance im 1. Halbjahr 2012 ist eine solide Grundlage für ein weiteres Jahr mit Rekordergebnissen. Für 2012 hat sich adidas vorgenommen, den Umsatz um 10% zu steigern, der Gewinn soll auf 785 Mio € klettern. Einen zusätzlichen Wachstumsschub soll Brasilien bringen.

Auf Sicht von 6 bis 12 Monaten rechnen wir mit einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung und behalten die Timing-Einstufung von 4 Sternen bei.

Unternehmensporträt

Die adidas AG ist einer der weltweit größten Anbieter von Produkten rund um den Sport. Das Segment adidas ist eine führende Marke in der Sportartikelbranche mit einer ausgezeichneten Positionierung bei Sportschuhen, -Bekleidung und -Zubehör.

Der Bereich TaylorMade vertreibt ein komplettes Sortiment an Golfschlägern, Schuhen, Bekleidung und Accessoires. Im Januar 2006 erfolgte die Übernahme der amerikanischen Reebok.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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