Sportwetten im Rückwärtsgang

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Wer gewinnt das Topspiel? Bayern München oder der BVB? Ein Sieger steht schon fest – bwin gewinnt in jedem Fall! (Foto: CosminIftode / Shutterstock.com)

Am Samstag ist es endlich soweit. Die deutschen Fußballanhänger schauen gebannt nach England. Auf dem heiligen Rasen von Wembley entscheidet sich, wer der diesjährige Champions League-Sieger sein wird.

Bayern München oder die Borussia aus Dortmund, wer wird es werden?

Vielleicht haben Sie ebenso wie die zahlreichen Prominenten, die sich derzeit in der Presse  also Fußballkundige outen, auch schon Ihren Tipp abgegeben? Im Kollegen-, Freundes oder Bekanntenkreis? Oder im Rahmen der beliebten Bürowetten?

Wenn, dann zählen auch Sie zu den neuen Internetverweigerern. Die, die den Onlinewetten untreu geworden sind.

Nicht, weil Sportwetten in Deutschland verboten sind. Nein, das hat bislang die wenigsten Wetter davon abgehalten, ihre Wetteinsätze zu machen.

Nein, die Ursache scheint eher struktureller Natur zu sein. Sportwetten, ja Online-Wetten an sich verzeichnen Umsatzrückgänge. Auch das bislang so beliebte Online-Poker zieht weniger Kunden an.

Onlinepoker weniger gefragt

Von daher ist es kein Wunder, das bwin, der Marktführer in Sachen Sportwetten, in diesen Tagen nicht sonderlich verzückt seine Quartalszahlen für die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres vorstellte.

Das Umsatzminus betrug 17% gegenüber dem Vergleichszeitraum vor einem Jahr, so das nüchterne Ergebnis. Bilanziert wurden nur noch 180 Mio. Euro gegenüber 215 Mio. Euro im Vorjahr.

Zwar schreibt die Unternehmensleitung den deutlichen Rückgang der Einführung einer 5%igen Umsatzsteuer auf Live-Wetten in Deutschland zu, doch schaut man sich die Zahlen genauer an, sind die Umsätze in den Sparten Casino und Bingo ebenfalls deutlich zurückgegangen.

Und auch das allseits beliebte Online-Poker kam unter die Räder. Hier betrug der Umsatzrückgang satte 36%.

Kein Wunder, dass der Aktienkurs der bwin Party Digital Entertainmelnt PLC (WKN GI000A0MV757), so der vollständige Aktienname, in den vergangenen Tagen eher nachgab.

Und dabei sah die Kurserholung seit Jahresanfang doch recht vielversprechend aus.

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Sie sehen es anhand des Point&Figure-Charts, die Euphorie ist erlahmt.

Die Kaufsignale der Vergangenheit (grüne Kriese) wurden durch das letzte Point&Figure-Verkaufssignal aufgehoben.

Das vorläufige Kursziel für die Aktie, die neben London und Wien auch auf XETRA notiert wird, beläuft sich nun auf 1,34 €.

Trübe Aussichten für Investoren, die mit einem Kauf liebäugeln.

Denn auch wenn man dem obigen Chart entnehmen kann, dass es bei Kursen über € wieder ein Point&Figure-Kaufsignal gibt, der übergeordnete Blick aufs Point&Figure-Chartbild sieht einfach schlecht aus.

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Der Mehrjahreschart sagt alles. Die bwin-Aktie notiert seit Monaten im Bereich ihrer bisherigen historischen Tiefpunkte aus 2008 und aus 2011.

Von einer Erholung und einer positiven Tendenz könnte man wohlwollend dann sprechen, wenn sich die Aktienkurse bis auf 2,25 € erholen könnten.

Vielleicht können Sie und ich ja dazu beitragen. Indem wir unseren Wetteinsatz für das Spiel am Samstag bei bwin machen.

Denn egal, wer gewinnt, ob Bayern München oder der BVB. Einer gewinnt immer – Bwin!

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Von: René Neukirch. Über den Autor

René Neukirch, Jahrgang 1963, ist Händler. Parketthändler. Zumindest nannte man es damals, vor über 26 Jahre so. Mit nur 22 Jahren hatte er sich schon vom einfachen Bankkaufmann hochgearbeitet zum Parketthändler und ist seitdem der Leidenschaft Börse verfallen.

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