Staatsbankrott in Griechenland rückt immer näher

Griechenland steuert massiv auf den Staatsbankrott zu. Mittlerweile kann man zudem das Gefühl bekommen, dass die griechische Regierung dies sogar in Kauf nimmt.

Allerdings hat das abgelaufene Wochenende einmal mehr eine Verschärfung der Lage gebracht. So beendete EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Sonntag schon nach 45 Minuten die aktuelle Gesprächsrunde mit den Griechen.

Anders als verabredet, hatte die griechische Delegation keine neuen Vorschläge zu Reformen dabei. Zudem erschien die griechische Delegation nicht zum vereinbarten Zeitpunkt zu dem Treffen. Aus Brüssel hieß es dazu: Die griechische Delegation hat erst einmal noch in Ruhe gefrühstückt und ist dann deutlich verspätet zu dem Treffen erschienen.

Als dann klar wurde, dass es keine neuen handfesten Vorschläge aus Athen geben würde, beendete Juncker eben schon nach 45 Minuten das Treffen. Die politischen Reaktionen auf das Ende dieser Verhandlungen zeigen nun aber eins ganz deutlich: Immer mehr Politiker sind bereit, auch über einen griechischen Staatsbankrott nachzudenken.

Meiner Ansicht nach lässt er sich kaum noch verhindern. Hier geht‘s nicht mehr um Monate sondern die Zahlungsunfähigkeit des griechischen Staates droht schon in wenigen Wochen. Dabei hat die Regierung in Athen durchaus auch finanzielle Spielräume zur Verfügung.

An oberster Stelle stehen hier auf jeden Fall die Militärausgaben des Landes. Die betragen immer noch 4 % des Bruttoinlandsprodukts. In der Masse der Staaten der westlichen Welt gilt mittlerweile aber die Vorgabe einer maximalen Rate von 2 % der Wirtschaftsleistung, die für die Landesverteidigung ausgegeben werden soll. Selbst diese Summe wird von vielen nicht ausgeschöpft.

Griechenland nutzt das mögliche Sparpotenzial nicht aus

Die griechische Regierung jedoch weigert sich drastische Kürzungen im Militärhaushalt vorzunehmen. Nur um Ihnen eine Vorstellung zu geben. Würde Griechenland seinen Anteil auf die international geltenden 2 % reduzieren, ergebe sich hier ein Finanzaufkommen von rund 3 Milliarden Euro pro Jahr.

Das würde nicht alle finanziellen Probleme des Landes lösen – dafür sind die Probleme zu groß. Doch wäre das ein Schritt, der tatsächlich den Reformwillen der Regierung unter Beweis stellen würde. Dazu ist die aktuelle Regierung nicht bereit. Dazu waren aber auch die Vorgängerregierungen nicht bereit.

Mittlerweile scheint es ebenso, dass Griechenland in den Staatsbankrott hineinrutschen wird. Die Folgen für das Land und die gesamte Euro-Zone werden heftig sein. Daher gilt es jetzt schon für Sie, Ihr Vermögen gegen die kommende Krise aktiv zu sichern. Wie das geht, erfahren Sie regelmäßig hier.

15. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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