Starbucks-Aktie nach Schlichterspruch im Minus – Der Pressespiegel

Airline-Fusion genehmigt. US Airways und American Airlines dürfen sich nach langwierigen Verhandlungen zur größten Fluggesellschaft der Welt zusammenschließen. Das US-Justizministerium hatte im Sommer gegen die Fusion votiert, weil sie höhere Flugpreise und schlechteren Kundenservice befürchtete.

Nun einigten sich die Airlines mit der Behörde darauf, auf zahlreiche Start- und Landerechte an verschiedenen amerikanischen Flughäfen zu verzichten – zugunsten von Billigfluglinien. (FAZ)

Standpunkt: Zahlreiche Großfusionen prägen in den letzten Jahren das Bild der US-amerikanischen Flugbranche. Die nun entstehende Fluggesellschaft wird die nach Passagierzahlen größte der Welt werden. Kein Wunder, dass dieses Thema am Dienstag an der Wall Street heiß diskutiert wurde – und American Airlines einen Aktienanstieg von saftigen 26 Prozent bescherte.

Starbucks muss Millionen zahlen. Seit drei Jahren streitet die Kaffeekette Starbucks mit dem Lebensmittelkonzern Mondelez, ehemals Kraft Foods, um eine Ausgleichszahlung. Starbucks hatte einen bis 2014 laufenden Vertrag im Jahr 2010 vorzeitig beendet, Mondelez bestand auf einer Zahlung. Ein Schlichterspruch hat nun entschieden, dass eine Zahlung in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar von Starbucks an den ehemaligen Handelspartner zu leisten sei. (HB)

Standpunkt: Das schmeckt den Starbucks-Aktionären gar nicht, sie schicken das Papier nach dem Schlichterspruch ins Minus. Aber auch der Mondelez-Kurs profitiert bislang nicht wirklich – obwohl das Geld in ein groß angelegtes Aktienrückkaufprogramm fließen soll.

Aktionäre sollen Manager-Gehälter bestimmen. Union und SPD haben sich in ihren Koalitionsverhandlungen darauf verständigt, dass künftig nicht mehr die Aufsichtsräte, sondern die Hauptversammlungen – sprich: die Aktionäre – von börsennotierten Unternehmen über die Vorstandsgehälter entscheiden sollen.

Zudem sollen die Aufsichtsräte einen Multiplikator festlegen, um den die Spitzengehälter das durchschnittliche Arbeitnehmereinkommen des jeweiligen Konzerns maximal übersteigen dürfen. Unternehmensverbände kritisierten die Schwächung des Aufsichtsrats, die aus ihrer Sicht mit einer Verlagerung der Gehaltsentscheidung zur Hauptversammlung einherginge. (SZ)

Standpunkt: Man kann sicherlich darüber streiten, ob die Verlagerung in die Hauptversammlung der richtige Weg ist. Fest steht allerdings: Die Aufsichtsräte haben versagt. Wenn die Aufgabe der Gehaltsgestaltung bei ihnen so gut aufgehoben wäre, wie es mancher Industrieverband jetzt gern postuliert, dann hätte es keine solchen Exzesse gegeben, wie wir sie in den vergangenen Jahren erlebt haben.

Wenn es mit der Selbstregulierung nicht klappt, müssen eben andere Wege eingeschlagen werden. Die Hauptversammlung ist nicht unbedingt das Optimum, aber sie ist ein Versuch, bestehende Missstände zu verändern. Und den Versuch ist es wert.

ProSiebenSat.1 erhöht Streubesitz. Die beiden Finanzinvestoren KKR und Permira, die über ihre Gesellschaft Laverna zuletzt 33 Prozent der Anteile an ProSiebenSat.1 hielten, wollen ihren Anteil auf 17 Prozent verringern und werfen ein milliardenschweres Aktienpaket auf den Markt. Die bis zu 35 Millionen Wertpapiere sollen in einer Preisspanne von 31,53 bis 32,10 Euro ausgegeben werden. Der Aktienkurs fiel im späten Handel um rund 5 Prozent. (SPON)

Standpunkt: Die Mediengruppe strebt den Sprung in den Dax an und könnte diesem Ziel im kommenden Jahr einen entscheidenden Schritt näher kommen. Die Erhöhung des Streubesitzanteils jedenfalls deutet klar in diese Richtung – und spült nebenbei Millionen in die Kasse.

13. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt