Starbucks ein Dividendenstar?

Starbucks hat Ihnen bisher eine kleine Dividende gezahlt. Kann die Aktie trotzdem ein Dividendenstar werden? (Foto: Grand Warszawski / shutterstock.com)

Starbucks hat Ihnen bisher eine kleine Dividende gezahlt. Da ich von dem Unternehmen überzeugt bin, werfe ich heute einen Blick für Sie darauf, ob Starbucks die Dividende verdoppeln und ein Dividendenstar werden kann. Denn langfristig machen Dividenden 30 bis 40% der Gesamtaktienrendite einer Aktienanlage aus.

3 Gründe warum Starbucks ein Dividendenstar werden kann

Starbucks zahlt aktuell eine moderate vierteljährliche Dividende von 30,21 Cent je Aktie. Aufs Jahr hochgerechnet entspricht das einer Dividendenrendite von 2,7%, die im 1. Quartal verkündet wurde. Das ist ein Anstieg um 25% – verglichen mit der Dividende aus dem Vorjahr und fast siebenmal mehr als die anfängliche Dividende von 2010. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass Starbucks dieses Dividendenwachstum in den nächsten Jahren aufrechterhalten kann, aber ein Dividendenwachstum im mittleren bis hohen Zehnerbereich erwarte ich aus 3 Gründen:

Erstens steigert Starbucks auch weiterhin den Umsatz und die Gewinne. In den nächsten 5 Jahren erwarte ich, dass sich der Gewinn pro Aktie jährlich um etwa 12% erhöht. Voraussetzung dafür ist, dass Starbucks sein Expansionstempo beibehält. Das Gewinnwachstum pro Aktie unterstützt meinen zweiten Grund für kontinuierliches Dividendenwachstum.

Auszahlungsquote bietet Spielraum für höhere Dividende

Zweitens ist die Auszahlungsquote bisher relativ niedrig. Starbucks plant 42% seiner erwarteten Gewinne in Form von Dividenden auszuzahlen. Verglichen mit einem etablierten Dividendenzahler im Restaurantbereich wie McDonald’s – der Konzern zahlt über 60% seiner Gewinne aus – hat Starbucks noch viel Spielraum nach oben.

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Die niedrige Auszahlungsquote liegt teilweise auch daran, dass Starbucks in Aktienrückkäufe investiert, was sich bei den Dividenden bemerkbar macht. Denn für jede zurückgekaufte Aktie muss keine Dividende gezahlt werden. Da sich die Ausschüttung auf weniger Aktien verteilt, erhalten Sie automatisch eine höhere Dividende.

Neuer Chef verspricht starkes Wachstum

Bei Starbucks flaute das Wachstum im 2. Quartal zwar etwas ab, aber Konzernchef Kevin Johnson, der Howard Schultz ablöste, versprach eine rasche Rückkehr zu starkem Wachstum. Und da komme ich zum dritten Punkt. China wächst weiter. Starbucks hat etwa einen Laden pro Tag in China eröffnet. Das Unternehmen setzt auf schnelles Wachstum in diesem Markt und auf die Expansion neuer Märkte. Die Tatsache, dass Starbucks in etwa 140 Städten vertreten ist und in den nächsten 3 Jahren in die nächsten 100 Städte expandieren will, ist entscheidend. Der Grund dafür, dass Starbucks da Geschäft in China um 12 bis 15 % steigern konnten, ist das Wachstum neuer Märkte.

Fazit

Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 27 sieht Starbucks vielleicht teuer aus. Angesichts des dynamischen Wachstums, halte ich den Bewertungsaufschlag für gerechtfertigt. Andere Hersteller für Verbrauchsprodukte wie Colgate oder Kraft-Heinz liegen auf demselben Niveau. Außerdem überrascht Starbucks immer wieder mit neuen Ideen.

Ich bin davon überzeugt, dass Starbucks die Dividende im mittleren Zehnerbereich steigert. Damit verdoppelt sich Ihre Dividendenrendite in 5 Jahren auf rund 6%. Zudem ist es nur eine Frage der Zeit, bis Sie sich auch wieder an steigenden Aktienkursen erfreuen können.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.