Starbucks erhöht die Dividende

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Starbucks hat in den drei Monaten bis Ende September die Gewinnerwartungen übertroffen und prognostiziert für das Geschäftsjahr 2021 eine schnellere Erholung als vom Markt erwartet. (Foto: Grand Warszawski / shutterstock.com)

Starbucks hat in den drei Monaten bis Ende September die Gewinnerwartungen übertroffen und prognostiziert für das Geschäftsjahr 2021 eine schnellere Erholung als vom Markt erwartet.

Was haben Sie davon?

Starbucks wird am 27. November 2020 eine Quartalsdividende in Höhe von 45 Cent je Aktie ausschütten. Damit erhöht die Kaffeehauskette die Dividendenausschüttung um 9,8% oder 4 Cent. Im März 2010 startete der Konzern erstmalig mit der Zahlung einer Quartalsdividende. Seitdem wurde die Dividende jedes Jahr angehoben. Zu Beginn lag die vierteljährliche Dividende bei 5 Cent.

Erwartungen übertroffen

Im Quartal wurden landesweit die Geschäfte wiedereröffnet und die Kürbisgewürz-Latte-Saison –Halloween lässt grüßen – begann in diesem Jahr früher als üblich und trug dazu bei, den Umsatz trotz des anhaltend geringen Fußgängerverkehrs in den Filialen zu stabilisieren. Der Gewinn brach gegenüber dem Vorjahreswert zwar um 51% auf 393 Mio. $ ein und der Umsatz sank um gut 8% auf 6,2 Mrd. $. Dennoch zeigte sich Vorstandschef Kevin Johnson zufrieden. Auch Analysten hatten mit noch schlechteren Zahlen gerechnet. Starbucks bezifferte die aufgrund von Filialschließungen, eingeschränkten Öffnungszeiten und geringerem Kundenaufkommen durch die Pandemie entgangenen Einnahmen quartalsübergreifend auf rund 1,2 Mrd. $.

Kundenbindung dank neuer Konzepte

Der große Erfolg von Starbucks beruht auch darauf, dass die Kunden Starbucks als Lifestyle-Marke wahrnehmen. Sie verbinden sich mit dem Markenimage ebenso wie mit dem Produkt. Der Kaffeegigant hat schnell und auf die Pandemie reagiert, damit die Kunden weiterhin ihren Kaffee bei Starbucks bekommen. Die Einführung seines Pickup-Konzepts – kleinere Geschäfte ohne Tische und Stühle – wurde beschleunigt. Zudem wurde der Service an den Drive-Thru-Standorten verbessert, um Wartezeiten zu verkürzen. Starbucks handelte auch bessere Mietverträge aus, um sich auf mögliche zukünftige Krisen infolge von Lockdowns vorzubereiten, die den Kundenverkehr beeinträchtigen könnten.

KI jetzt auch bei Starbucks

CEO Kevin Johnson ist fest entschlossen, in seinen Cafés eine sinnvolle menschliche Interaktion zu schaffen. Und er kündigte Deep Brew an, das ein Teil dieser Unternehmenskultur sein soll. Bei Deep Brew handelt es sich nicht etwa um eine neue Art der Kaffeezubereitung, sondern ist das Programm für die Künstliche Intelligenz (KI). Eines der Ziele von Deep Brew darin besteht, die Mitarbeiter für eine stärkere Interaktion mit dem Kunden von Routineaufgaben zu befreien.

Fazit

Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 28 sieht Starbucks vielleicht teuer aus. Angesichts des dynamischen Wachstums, halte ich den Bewertungsaufschlag für gerechtfertigt. Andere Hersteller für Verbrauchsprodukte wie Colgate oder Kraft-Heinz liegen auf ähnlichem Niveau. Außerdem überrascht Starbucks immer wieder mit neuen Ideen (KI). Starbucks hat im jüngsten Quartal besser abgeschnitten als erwartet und die Prognose präzisiert. Starbucks erwartet einen bereinigten Gewinn je Aktie für das Geschäftsjahr 2021 von 2,70 bis 2,90 $ und einen Umsatz von 28 bis 29 Mrd. $. Der weltweite Umsatz auf vergleichbarer Basis wird voraussichtlich um 18 bis 23% steigen, wobei das stärkere Wachstum aus China kommt.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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