Starke Marken als Erfolgsgarant in der Kosmetik-Branche

Die stetig steigenden Rohstoffpreise machen es umso wichtiger ein starkes Markenimage aufzubauen, damit die gestiegene Kosten über Verkaufspreissteigerungen an die Kunden weitergegeben werden können.

Procter & Gamble (2112) setzt auf eine Dachmarkenkampagne und feierte im 1. Halbjahr die ersten Erfolge. Der Gewinn stieg um 5%. Künftig hält der Konzern an seinem harten Sparkurs fest und möchte weitere Mitarbeiter entlassen.

Dagegen soll in die Schwellenländer weiter investiert und starke Marken wie Gillette, Pampers oder Oral- B in neue Märkte implementiert werden. Zugleich sollen moderne Marketingmethoden das Wachstum vorantreiben. Geplant werden Sponsoring-Events und eine verstärkte Präsenz in den sozialen Netzwerken.

Henkel setzt mit Erfolg auf sein attraktives Markenportfolio

In den ersten 9 Monaten verlief die Geschäftsentwicklung sehr dynamisch und konnte sich von Quartal zu Quartal verbessern. Die bereinigte Umsatzrendite knackte erstmals die angestrebte Rekordmarke von 16%. Künftig soll das Wachstum stetig erhöht werden. Die Zukunft liegt in Lateinamerika. Besonders Brasilien überzeugt mit enormen Wachstumsraten. Auch Asien bietet wichtige Marktpotenziale, die einer stagnierenden Entwicklung in Europa und Nordamerika entgegenwirken könnten.

Bei Beiersdorf sieht es nicht anders aus. Dabei sollen zukünftig die etablierten Marken wie NIVEA, Eucerin und tesa auch in den Schwellenländern besser vermarktet werden. Früh übt sich. In Lateinamerika konnte schon eine hervorragende Marktposition erarbeitet werden. Weitere Wachstumsimpulse erhofft sich der Konzern von der Entwicklung neuer Produkte wie die Dusch-In Bodymilk, die bereits rekordverdächtige Verkaufszahlen erzielte.

Ebenso profitiert L’Oréal von seinem soliden Qualitätsimage. Der Bereich der Premium-Kosmetika legte in den ersten 9 Monaten kräftig zu und verzeichnete ein Plus von rund 6%. Das umsatzstarke Weihnachtsquartal steht aber noch bevor. Künftig setzt L’Oréal besonders auf altersbedingte Pflegeprodukte. In den Industriestaaten sorgen der demografische Wandel und der amerikanische Beauty- Wahn für eine dynamische Nachfrageentwicklung.

Im Duftstoffgeschäft riecht es nach brutalem Wettbewerb

Die Branche für Aromen, Duftstoffe und Parfüms ist sehr homogen. Nur subjektiv können Kundenschichten segmentiert und abgegrenzt werden. Daher spielt der Geruch der Riechstoffe nur eine untergeordnete Rolle. Vielmehr zählt das gesamte Image, das dem Kunden verkauft wird.

Avon Products befindet sich weiterhin im Existenzkampf und musste einen Gewinneinbruch von knapp 90% hinnehmen. Das Geschäftsmodell ist veraltet. Der Bekanntheitsgrad hat besonders bei jüngeren Zielgruppen rapide abgenommen.

Bei I F F lief es dagegen überraschend gut. Der Konzern konnte in den ersten 9 Monaten seinen Umsatz und Gewinn kräftig steigern. Das Duftstoffgeschäft entwickelte sich ungebrochen stark und erzielte ein Plus beim operativen Gewinn von rund 20%.

Givaudan konnte zwar das Wachstum fortsetzen, verfehlte aber seinen angepeilten Zielkorridor. Der Umsatz legte um nur 2,7% zu. Die Expansion in die Schwellenländer schaffte es nicht, die schwachen Geschäfte in Europa in Gänze zu kompensieren. Doch die Zukunft ist vielversprechend.

16. Dezember 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Volker Gelfarth. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt