Starke Marken, starke Aktie

Mein Auto, mein Boot, meine Küche: Was noch vor Jahren undenkbar war, ist heute Realität. Die Küche ist nicht länger der Ort in unseren eigenen vier Wänden, den die wenigsten Gäste zu sehen bekommen.

Vorbei die Zeit der funktionalen aber modisch etwas angestaubten Einbauküche aus vergangenen Jahrzehnten. Heutzutage sind Küchen schick, modern – eben ein Statussymbol. Dazu gehören natürlich auch die passenden Küchengeräte.

Hochwertige Markenhersteller bieten heute neben praktischen Funktionen sogar ein herzeigbares Design. So wie Leifheit. Leifheit ist ein führender Markenartikelhersteller, besonders bekannt durch mechanische Haushaltsgeräte.

Kerngeschäftsfeld ist nach dem Verkauf der Bad-Sparte nur noch der Haushalts-Bereich mit dem Markengeschäft (Leifheit, Soehnle) und dem Volumengeschäft (Birambeau, Herby). Soehnle ist der weltweit größte Hersteller von Haushaltswaagen.

Ausgezeichnete Zahlen machen Lust auf mehr

Trotz der schleppenden Konjunktur in Europa hat Leifheit ausgezeichnete 9-Monats-Zahlen präsentiert. Der Umsatz lag zwar nur auf Vorjahresniveau. Die Ergebnisentwicklung belegt aber den Erfolg der Optimierungsmaßnahmen, die schon vor 2 Jahren eingeleitet wurden.

Operatives Ergebnis (EBIT) und Nettogewinn haben sich jeweils auf 16,2 bzw. 10,6 Mio € mehr als verdoppelt. Geholfen hat aber auch ein starkes Fremdwährungsergebnis von 4,4 Mio €, das im Wesentlichen von der Aufwertung des Dollars beeinflusst wurde.

Auf bereinigter Basis kam es zu einem Ergebnisanstieg von 55% auf 11,8 Mio €. Entsprechend hat sich die EBIT-Marge von 4,7 auf 7,3% verbessert.

Guter Ausblick für Leifheit-Aktionäre

Für das Gesamtjahr hat Leifheit kürzlich die Erwartung angehoben:  Wegen des starken 4. Quartals rechnet das Unternehmen mit ein EBIT von 21 bis 22 Mio €. Zuletzt lagen die Erwartungen bei lediglich 18 bis 19 Mio €. Eine Ursache für die positive Entwicklung ist unter anderem der starke Dollar.

Das positive Fremdwährungsergebnis soll 2014 bei etwa 5 Mio € liegen. Einen wesentlichen Wachstumstreiber sehen wir zudem im margenstarken Online-Geschäft, das im abgelaufenen Jahr um rund 20% gewachsen ist und bereits 10% zum Gesamtumsatz beiträgt – Tendenz steigend.

Um sein Produktangebot zu vergrößern, denkt Leifheit auch an Zukäufe. Die Finanzierung würde angesichts der vorbildlichen Bilanz keine Probleme bereiten. In der Kasse liegen 60 Mio €, die Eigenkapitalquote liegt bei 45% – und Leifheit hat keine Bankschulden.

Auch die Dividende kann sich sehen lassen. Wir erwarten eine Anhebung auf mindestens 1,75 € pro Aktie. Für Dividenden-Anleger ist die Aktie von Leifheit daher eine interessante Option.

12. Februar 2015

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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