Starker Aktienrückkauf pusht Alphabet-Aktie auf Allzeithoch

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Alphabet kauft erstmals in der Unternehmensgeschichte eigene Aktien im Wert von bis zu 5,1 Mrd. Dollar zurück. (Foto: Gitanna)

Am vergangenen Mittwoch markierte die Alphabet-Aktie ein neues Allzeithoch. An der amerikanischen Nasdaq notierte das Papier des Google-Mutterkonzerns bei 791,81 Dollar – seit Jahresbeginn legte sie um gut 45 Prozent zu.

Ein wichtiger Kurstreiber ist dabei das im Oktober angekündigte Aktienrückkauf-Programm: Alphabet kauft erstmals in der Unternehmensgeschichte im laufenden Quartal eigene Aktien im Wert von bis zu 5,1 Mrd. Dollar zurück, um sie anschließend zwecks Kapitalherabsetzung einzuziehen.

Für die Alphabet-Aktionäre hat dieser Rückkauf eine Vielzahl an Vorteilen: Zum einen sinkt die Zahl der Anteilsscheine, auf jede verbleibende Aktie entfällt also automatisch mehr vom Unternehmensgewinn.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis sinkt, die Aktie wird attraktiver – dank dieser Vorteile nimmt die Nachfrage nach der Aktie zu, die schließlich für steigende Kurse sorgt.

600 Mrd. Dollar für Aktienrückkaufe

Alphabet ist mit dieser Kapitalmaßnahme nicht allein – im Gegenteil: In diesem Jahr investierten die 500 größten börsennotierten Unternehmen der USA rund 600 Mrd. Dollar in den Kauf eigener Aktien.

Kritiker bemängeln, nicht ganz zu Unrecht, dass sich viele Unternehmen diesen Schritt eigentlich gar nicht leisten dürften. Immerhin belaufen sich die Gesamt-Verbindlichkeiten der 500 Unternehmen auf rund 3,5 Bio. Dollar.

Umso wichtiger ist daher der Blick auf jedes einzelne Rückkauf-Programm. Und der stimmt bei Alphabet. Schließlich erwirtschaftet das Unternehmen in diesem Jahr einen Nettogewinn von über 15 Mrd. Dollar – den Aktienrückkauf kann das Management um Unternehmenslenker Larry Page also locker bezahlen.

15 Prozent der globalen Werbeerlöse landen bei Alphabet

Und so bleibt auch noch reichlich Geld übrig, um das Geschäftsmodell des Internet-Giganten immer weiter auszubauen. Die Haupteinnahmequelle ist heute die Werbung. Mit jedem Internetnutzer verdient Alphabet im Schnitt jedes Jahr rund 55 Dollar.

Und die Nutzerzahlen nehmen weltweit rasant zu. Alphabets Anteil an den globalen Werbe-erlösen liegt aktuell bei fast 15 Prozent. Ein Anteil, der künftig weiter steigen wird.

Schließlich will Page mit dem „Project Loon“ die zwei Drittel der Weltbevölkerung, die heute keinen Internetzugang haben, als neue Nutzer gewinnen. Dazu sollen riesige Ballons das Internet auch in weit entlegene Gebiete bringen. Zunächst soll nun Sri Lanka einen flächendeckenden Internet-Zugang erhalten.

Doch bis es soweit ist, wird die Alphabet-Aktie auch dank des Aktienrückkaufs schon selbst neue Höhenluft getankt haben.

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.