Starker Rückenwind für diesen TecDax-Wert dank Schwachwindturbinen

Gute Nachrichten vom TecDAX:

Beim deutschen Technologie-Index hält die Aufwärtsbewegung weiter an – heute notierte er zwischenzeitlich so hoch wie seit Anfang Februar nicht mehr.

Zu den nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen des TecDAX zählt Nordex.

Heute berichtete der Windkraftanlagen-Bauer für das 1. Quartal einen deutlichen Gewinnsprung: So stieg der Konzern-Gewinn im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum um gut 72% auf 25,5 Mio. €.

Der operative Gewinn (EBITDA) verbesserte sich um knapp 57% auf 59,1 Mio. €. Die Marge, also der Anteil am Umsatz, kletterte von im Vorjahres-Quartal 7,6% auf nun 9,3%.

Übernahme in Spanien

Auf der Hauptversammlung vor 2 Wochen hatte Nordex bereits einen Umsatz-Anstieg von gut 28% auf 637 Mio. € verkündet. Umsatz-Treiber waren vor allem die Märkte in Deutschland, Pakistan und Frankreich.

Nun rückt auch der spanische Markt stärker in den Fokus: Im März brachte Nordex die Übernahme der Windsparte des spanischen Mischkonzerns Acciona für 785 Mio. € unter Dach und Fach.

Gemeinsam mit Acciona strebt Nordex für dieses Jahr einen Umsatz von mehr als 3,4 Mrd. € an – im vergangenen Jahr erzielte Nordex einen Umsatz in Höhe von 2,4 Mrd. €.

Wachstum nimmt ab

Mit dem Kauf will sich Nordex zudem breiter aufstellen und sich für den härter werdenden Markt rüsten.

Denn tatsächlich nimmt das Wachstum der Windenergie-Industrie ab: Die guten Windstandorte entlang der Küste und im Norden Deutschlands sind im Zuge des Booms der vergangenen Jahre bereits belegt.

Nun müssen die Projektierer und Turbinen-Hersteller auf schlechtere Standorte ausweichen.

Doch hierbei kommt Nordex auch besonders sein Fokus auf sogenannte Schwachwind-Turbinen zugute. Diese sorgen selbst noch in windschwächeren Gebieten für sichere Stromerträge.

Aktuell verspricht die Aktie noch Kurspotenzial. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 20 – und damit deutlich unterhalb des langjährigen Durchschnitts.

23. Mai 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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