Starkes Wachstum, hoher Geldberg, attraktives Einstiegsniveau: Hier lohnt sich ein Blick

Das nennt man wohl einen rapiden Absturz: Innerhalb von 10 Tagen verlor die Alphabet-Aktie 10% an Wert.

Der Hauptgrund für den Kursverfall – der US-amerikanische Leitindex Dow Jones gab in derselben Zeit lediglich um etwa 2% nach – sind schwächer als erwartet ausgefallene Quartals-Zahlen.

Alphabet-Aktie im Sinkflug

Der Mutter-Konzern des Suchmaschinen-Anbieters Google, präsentierte zwar kürzlich durchaus starke Ergebnisse, blieb aber leicht unter den hochgesteckten Erwartungen der Analysten.

Zwischen Januar und März stieg der Umsatz dank sprudelnder Werbe-Erlöse bei Google um 17% auf 20,26 Mrd. Dollar; Analysten hatten im Vorfeld mit 20,37 Mrd. Dollar gerechnet.

Auch der Netto-Gewinn kletterte im Jahres-Vergleich um über 17% auf 5,25 Mrd. Dollar. Das bedeutet einen Gewinn von 7,50 Dollar je Aktie – Analysten hatten im Schnitt mit knapp 8 Dollar Gewinn pro Aktie gerechnet.

Google ist eine wahre Geldmaschine

Angesichts des starken Kursrücksetzers wird die Aktie derweil immer attraktiver. Denn auch wenn die Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden:

Die Ergebnisse und die Zukunfts-Aussichten sind erstklassig. Schließlich ist und bleibt Google eine wahre Geldmaschine.

Das operative Ergebnis des Internet-Geschäfts stieg um gut 1/5 auf knapp 6,3 Mrd. Dollar. Hauptumsatz-Treiber ist die Werbung, die auf der Suchmaschine geschaltet wird. Google wird dabei immer stärker mobil genutzt.

Zwar ist die Werbung auf den kleineren Smartphone-Bildschirmen weniger ertragreich – der Erlös pro Klick auf eine Anzeige sank um 9% –, doch die höhere Zahl der Klicks machte diesen Rückgang mehr als wett.

Außerhalb des Kerngeschäfts sieht es hingegen noch nicht so gut aus.

Die Bereiche, zu denen beispielweise der Spezialist für Heimvernetzung Nest, das Forschungslabor Google X oder das Geschäft mit Glasfaser-Leitungen gehören, erlösten 166 Mio. Dollar – bei Verlusten in Höhe von 802 Mio. Dollar.

Für Kritiker verbrennt Alphabet hier nur Geld. Für mich hingegen sind dies notwendige Investitionen, die sich langfristig bezahlt machen werden.

Geldreserven von gut 75 Mrd. Dollar

Ich bin unverändert optimistisch, denn der Konzern bewies in der Vergangenheit schon oft ein gutes Näschen bei der Entwicklung neuer Produkte.

Das Smartphone-Betriebssystem Android, das mittlerweile beinahe auf jedem Smartphone installiert ist, ist hier nur ein Beispiel.

Zusätzlich beruhigte mich Alphabet-Finanzchefin Ruth Porath, als sie in einer Telefonkonferenz kürzlich ankündigte, die Ausgaben-Politik künftig noch genauer unter die Lupe zu nehmen.

Und schließlich hatte Alphabet Ende März Geldreserven von gut 75 Mrd. Dollar – ein unglaubliches Vermögen, das in den kommenden Monaten dank des rasanten Gewinn-Wachstums immer weiter zunehmen wird.

Fazit

Das Unternehmen ist äußerst gesund aufgestellt und hat im Kerngeschäft keine nennenswerte Konkurrenz. Daran werden auch jüngste Bestrebungen der EU nichts ändern.

Sie sehen: Wenn Sie zu den langfristig orientierten Anlegern zählen, kommen Sie an der Alphabet-Aktie nur schwer vorbei.

30. April 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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