Steico: 2016 mit Umsatz- und Ergebnis-Rekorden

Am Montag dieser Woche hat der mittelständische Dämmstoff-Spezialist Steico, über den ich an dieser Stelle bereits einige Male berichtet habe, seine vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 veröffentlicht und einen 1. Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2017 gegeben:

Steico profitiert seit einiger Zeit stark von dem Bauboom in Deutschland.

Daher zählte die Steico-Aktie im vergangenen Börsenjahr auch zu den erfolgreicheren deutschen Aktien und konnte alle deutschen Indizes deutlich hinter sich lassen.

Bevor ich gleich im Detail auf die 2016er-Zahlen und die Prognose für 2017 eingehe, möchte ich Ihnen das Unternehmen Steico kurz vorstellen.

Denn ich bin überzeugt davon, dass längst noch nicht jeder von Ihnen weiß, was die Steico SE macht.

Die Steico SE im Kurzportrait

Die im Jahr 2001 gegründete Steico-Gruppe ist nach eigenen Angaben das weltweit führende Unternehmen bei der Herstellung und dem Vertrieb von Holzfaser-Dämmstoffen.

In der Steico SE in Feldkirchen bei München sitzen die Verwaltung der Gruppe, der Vertrieb, die technische Beratung sowie die Forschung und Entwicklung des insgesamt 1.300 Mitarbeiter starken Konzerns.

Die Produktion erfolgt an 3 europäischen Standorten:

  1. Czarnków (Polen),
  2. Czarna Woda (Polen)
  3. Casteljaloux (Frankreich).

Weiterhin verfügt die Steico Gruppe über 2 Vertriebs-Gesellschaften in Frankreich (Brumath) und Großbritannien (St Albans).

Steico setzt auf nachhaltige Produkte aus umweltgerecht genutzten Ressourcen.

So hat Steico als 1. Hersteller seine gesamte Palette der Holzfaser-Dämmstoffe FSC (Forest Stewardship Council) zertifizieren lassen.

In vollautomatisierten Produktions-Verfahren hergestellt entsprechen Steico-Produkte den baurechtlichen europäischen Normen.

Die aktuellen Zahlen im Überblick

Gemäß der in dieser Woche veröffentlichten Vorabzahlen für das Geschäftsjahr 2016 steigerte die Steico SE den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 10,6% auf ca. 208,9 Mio. €.

Der operative Gewinn (EBIT) legte deutlich überproportional um 49,2% auf ca. 18,2 Mio. € zu.

Steico profitierte im Jahr 2016 insbesondere von der Inbetriebnahme der eigenen Produktions-Linie für Furnier-Schichtholz zu Beginn des Jahres.

Durch die Eigenfertigung konnte der Zukauf von Furnier-Schichtholz deutlich reduziert und die Wertschöpfungs-Tiefe erhöht werden.

Das führte zu einer wesentlichen Verbesserung der Gewinnmargen in diesem Segment.

Fazit und Ausblick

Da die neue Produktions-Anlage in 2016 aufgrund der Inbetriebnahme-Phase noch nicht voll ausgelastet war, erwartet das Steico-Management weitere positive Effekte im Laufe des Jahres 2017.

Insgesamt rechnet das Steico-Management für das laufende Geschäftsjahr 2017 damit, dass sich das Unternehmens-Wachstum fortsetzt.

Meine abschließende Einschätzung: Aus meiner Sicht bietet Ihnen die Steico-Aktie auch nach den jüngsten Kurs-Anstiegen ein gutes Chance/Risoko-Verhältnis.

Allerdings wird sich der Aktienkurs in den kommenden Monaten mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich weniger dynamisch entwickeln wie in den zurückliegenden Monaten.

8. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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