Steico: Baustoff-Spezialist aus Deutschland

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Auch der Baustoff-Spezialist Steico leidet aktuell unter den Folgen der Corona-Pandemie. Mittelfristig sind die Aussichten aber positiv. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

In diesen Tagen melden zahlreiche Unternehmen Zahlen für die ersten 3 Monate des Geschäftsjahres 2020  und geben eine Prognose für das laufende Jahr ab. Einige Unternehmen aktualisieren Corona-bedingt ihre Prognose (Umsatz- und Gewinnerwartungen werden gekürzt), andere Unternehmen setzen sogar die Prognose aus, da die Folgen der weltweiten Corona-Pandemie für das Geschäft derzeit noch nicht hinreichend abgesehen werden können.

Im Hinblick auf die Folgen der Corona-Pandemie müssen Sie dabei nicht nur unterscheiden, wie groß die Folgen sind, sondern auch, wie lange die Unternehmen unter der Pandemie leiden werden. Ein Unternehmen, das relativ wenig darunter leidet und meines Erachtens auch nicht besonders lange unter den Folgen von COVID-19 leiden wird, ist der deutsche Baustoff-Spezialist Steico.

Steico hat kürzlich Zahlen für die ersten 3 Monate des laufenden Geschäftsjahres gemeldet und einen konkretisierten Ausblick für 2020 gegeben.

Wachstum und solide Margen im 1. Quartal

Im 1. Quartal 2020 konnte Steico trotz Corona-Einschränkungen den Wachstumskurs fortführen und die Umsätze um 4,9% auf einen neuen Rekordwert von 74,4 Mio. Euro steigern. Bei den Ergebnissen konnten weiterhin solide Margen ausgewiesen werden.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag zwar mit 12,1 Mio. Euro um 7,2% unter dem Vorjahreswert, doch die EBITDA-Gewinnmarge lag nach wie vor bei sehr soliden 16,7%. Der operative Gewinn (EBIT) fiel um 9,2% niedriger aus und erreichte einen Wert von 6,0 Mio. Euro. Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) belief sich auf 8,3%.

Die leicht rückläufigen Ergebnisse sind weniger ein Resultat der operativen Performance, sondern mehr ein Effekt der sprunghaften Abwertung des polnischen Zlotys (polnische Währung) im März 2020.

Die weiteren Perspektiven

Zum Ausblick äußerte sich das Unternehmen wie folgt: Das Steico-Management blickt weiterhin positiv in die Zukunft, auch wenn das Unternehmen aufgrund der aktuellen Corona-Krise anspruchsvollen Herausforderungen gegenübersteht.

Europaweit, so das Unternehmen, besteht weiterhin Bedarf an zusätzlichem Wohnraum und der Trend zum Holzbau hält ungebrochen an. Darüber hinaus stellt die notwendige energetische Sanierung des Gebäudebestands ein großes Potenzial für das Unternehmen dar.

Für das Gesamtjahr 2020 geht die Steico-Führung weiterhin von einer positiven Entwicklung aus. Bis zur Jahresmitte dürfte die Wachstumsdynamik (wie schon im 1. Quartal) durch die Corona-Restriktionen gedämpft verlaufen.

Sofern die Einschränkungen dann schrittweise aufgehoben werden, erwartet die Unternehmensleitung im 2. Halbjahr positive Wachstumsimpulse durch Nachholeffekte. Steico rechnet für 2020 mit einem Umsatz und einer Gesamtleistung zwischen Vorjahresniveau und plus 5% Wachstum sowie einer EBIT-Marge zwischen 7,5% und 8,5%.

Weitere Informationen zu dem Unternehmen und zur Steico-Aktie finden Sie in meinem Börsendienst Der Depot-Optimierer, in dem wir die Steico-Position schon länger halten.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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