Steven Cohen: Seine derzeit 3 größten Aktien-Positionen

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Die 3 Top-Positionen des Star-Investors Steven Cohen: Hedgefondsmanager glaubt an Siegeszug des Onlinehandels und bleibt bei Marktführern hoch investiert (Foto: Matej Kastelic / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen die derzeit 3 größten Aktien-Positionen des legendären Top-Investors Steven Cohen vorstellen.

Der 64-jährige Steve Cohen kann auf spannende Jahre zurückblicken: Neben einer Reihe von millionenschweren Investments in Unternehmen wie Tesoro und Facebook, investierte er ebenfalls Millionen in Werke namhafter Künstler wie Picasso und van Gogh.

Nach seinem Studium an der University of Pennsylvania startete Cohen im Jahr 1978 beim Broker Gruntal & Co. als Nachwuchs-Optionshändler. 1992 gründete er mit seinem eigenen Geld (20 Millionen Dollar) den Hedgefonds SAC. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Zuwachsrate in Höhe von 30% über 18 Jahre gehörte SAC Capital zu den erfolgreichsten Hedgefonds in den USA. Aufgrund von Insider-Affären endete jedoch die Erfolgsgeschichte von SAC. Das Resultat: Während der Fonds geschlossen wurde und einige Mitarbeiter wegen Insiderhandels verurteilt wurden, konnte Cohen keine Mitschuld nachgewiesen werden.

Heute ist Cohen weiterhin Manager des von SAC in Point72 umgewandelten „Family Office“ und verwaltet ein Vermögen von über 15 Milliarden Dollar.

Seine aktuell drei größten Aktienpositionen sind folgende:

Amazon

Steven Cohens größtes Investment derzeit ist die Amazon-Aktie, die in diesem Jahr um 80% zugelegt hat. Die Position hat einen Gegenwert von gut 365 Millionen Dollar und macht etwa 2,38% des gesamten Portfolios aus. Zuletzt hat Cohen die Position unverändert gelassen. Insgesamt hält der Manager 0,03% aller ausstehenden Amazon-Aktien.

Zuletzt konnte der Online-Gigant von der Corona-Pandemie massiv profitieren. Der Umsatz erhöhte sich signifikant von 69,98 auf 96,14 Milliarden Dollar im abgelaufenen Quartal. Das entspricht einem Umsatzplus von 37%. Das operative Ergebnis kletterte auf 6,2 Milliarden Dollar (Vorjahr: 3,2 Milliarden). Im Schlussquartal will der Internetkonzern dann beim Umsatz die magische Marke von 100 Milliarden Dollar locker knacken (Prognose: 112-121 Milliarden Dollar).                     

Allibaba

Die zweitgrößte Position im Portfolio von Steven Cohen ist die Aktie des Technologieriesen Alibaba. Seit dem Jahreswechsel konnten die Papiere um mehr als 35% an Wert gewinnen. Nachdem Cohen zuletzt die Position um 121% erhöht hat, hält der Großanleger inzwischen Alibaba-Aktien im Wert von 346 Millionen Dollar. Das entspricht 2,26% seiner gesamten verwalteten Vermögenswerte.

Der chinesische Internetriese konnte in der Corona-Krise ebenfalls vom Trend zum Online-Shoppen profitieren und blieb weiter auf Wachstumskurs. Die Erlöse schnellten im abgelaufenen Quartal um 30% auf 155,06 Milliarden Yuan (umgerechnet 19,8 Milliarden Euro) in die Höhe. Analysten hatten mit 154,74 Milliarden gerechnet.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag bei 47,5 Milliarden Yuan – 28% mehr als noch vor einem Jahr. Unter dem Strich sackte der Gewinn aber um 60% auf 28,8 Milliarden Yuan in den Keller, weil Alibaba im vergangenen Jahr durch die Aufwertung des 33%-igen Anteils an dem Fintech Ant Group einen hohen Sonderertrag verbucht hatte.

Merck & Co.

Drittgrößte Position ist die Aktie des Gesundheitskonzerns Merck & Co. Cohen hat die Position im zweiten Quartal neu in sein Portfolio aufgenommen. Inzwischen liegt der Wert der Merck-Aktien bei 181 Millionen Dollar, was etwa 1,8% seines gesamten Portfolios beziehungsweise 0,14% aller ausstehenden Stimmrechte entspricht.

Merck & Co. ist ein global tätiger Gesundheitskonzern. Das Unternehmen bietet unter anderem therapeutische und präventive Mittel für Herz-Kreislauferkrankungen, Typ-2-Diabetes, chronische Hepatitis-C-Viren, HIV-1-Infektionen, cholesterinmodifizierende Medikamente sowie verschiedene Verhütungsmittel an.

Im dritten Quartal gingen bei dem US-Konzern Umsätze in Höhe von 12,55 Milliarden Dollar durch die Bücher und damit leicht mehr als Vorjahreszeitraum (12,39 Milliarden Dollar). Beim Gewinn legte der Gesundheitsriese eine deutliche Schippe drauf: Mit 2,94 Milliarden Dollar wurde der Vorjahreswert von 1,9 Milliarden Dollar deutlich übertroffen.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

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