Stochern im Neble! Doch bei 2 Kursmarken müssen Sie handeln

DAX Anzeigetafel RED – Deutsche Börse AG

Die zweite Woche ohne Klarheit! 2 Wichtige Kursmarken für Sie! Welche das sind und worauf Sie jetzt achten müssen, das verrrät Ihnen Michael Sturm! (Foto: Deutsche Börse AG)

Die DAX-Analyse von dieser Woche kann man in wenige Worte fassen:

„Keiner weiß, wo es langgeht!“

Das gilt nicht nur in Bezug auf den DAX-Index, sondern auch für die unmittelbar auf die Aktienbörsen nehmenden äußerlichen Einflussfaktoren.

Kurzum:

  • Brexit weiter unklar
  • USA/China weiter unklar
  • Zinsen weiter unklar

Demnach als Resultat: DAX weiter unklar!

Es bleibt dabei, positiv und negativ liegen nah beieinander und deshalb ist eine Prognose für den DAX-Verlauf in den kommenden Wochen ein Stochern im Nebel. Zu schnell können sich die Dinge verändern!

Werfen wir einen Blick auf den kurzfristigen 1-Monatschart vom DAX-Index:

DAX-Chart 1 Monat (Stundenbalken)

Hü und Hott! Aber zwei beachtenswerte Marken!

Im kurzfristigen 1-Monats-Chartbild vom DAX-Index gibt es im Wesentlichen 2 Bereiche, auf die Sie achten sollten.

Das ist zum einen der Widerstandsbereich oben (rote Zone), an dem der DAX abprallte und einen steilen 2-Tagescrash mit -4,5% hinlegte.

Er fiel wie ein Stein in die Unterstützungszone (untere grüne Zone) zwischen 10.825 und 10.950 Punkten.

Dazwischen befindet sich noch im aktuellen Kursbereich des DAX eine weitere leichte Unterstützung (mittlere schraffierte Zone).

Ob rauf oder runter steht in den Sternen, aber es gibt 2 Marken, die Sie sich merken sollten!

1.

Lösen sich einige der eingangs erwähnten Unklarheiten positiv auf, dann steigt der DAX an die obere Begrenzung bei etwa 11.375 Punkten. Hier wird sich dann entscheiden, ob es ihm gelingt, den Widerstand zu knacken. Gelingt es, dann sind zum ersten Mal seit Wochen weitere Kurssteigerungen zu erwarten.

2.

Sollten sich aber negative Ergebnisse abzeichnen, dann fällt der DAX zunächst bis auf die untere Unterstützungsmarke bei 10.825 Punkten. Hält sie nicht, müssen Sie mit einem erneutem Abrutschen auf die untere Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrendkanals rechnen.

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Wo dieser liegt, sehen Sie im mittelfristigen Chartbild vom DAX-Index:

DAX-Chart 1 Jahr (8-Stunden-Balken)

Tradingbereich klar definiert!

Sie erkennen im mittelfristigen Chartbild einen schönen fast mustergültigen Abwärtstrendkanal (dunkelroter Trendkanal). Die untere Begrenzung liegt zurzeit bei etwa 10.350/400 Punkten. Das wären auch die Ziele bei einem negativ ausgelegten Szenario. Im Grunde genommen würde er ein zweites Mal seine Tiefststände von Ende Dezember testen! Das wäre das negative Szenario.

Aber der Index ist nach seinem Abprallen von der „Mittellinie“ des Abwärtstrendkanals bisher nur kurz konsolidiert. Aktuell befindet er sich weiterhin in der unteren Tradingzone, aber kratzt bereits wieder an der Mittellinie.

Ein Ausbruchsversuch könnte durch positive Signale von der Brexit- und/oder Handelskonflikt-Front gepusht werden!

Als Maximalziel steht dann die obere Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrends zur Debatte. Sie notiert aktuell bei etwa 12.050 Punkten, fällt aber trendbedingt Woche für Woche ab.

Zum Abschluss noch ein Blick in den Langfristchart vom DAX-Index:

 

DAX-Chart 10 Jahre (Wochenbalken)

Nichts Neues: Tradingzone intakt!

Im langfristigen Chartbild hat sich auch in dieser Woche rein gar nichts gegenüber der vergangenen Woche verändert!

Der DAX befindet sich inmitten eines voll intakten langfristigen Aufwärtstrends (übergeordneter dunkelblauer Trendkanal).

An der Oberseite wartet die 11.800/12.000er-Marke (grüne Widerstandslinie), an der Unterseite der Tiefpunkt aus 2017 (hellblaue Unterstützungslinie). Er lag bei 10.250 Punkten.

FAZIT:

Übergeordnet bleibt uns die Tradingzone von 10.250 bis 11.800/12.000 Punkten erhalten!

Kurzfristig könnte ein positiver Impuls (Brexit / Handelskonflikt) dazu führen, dass der DAX sich in die obere Hälfte des mittelfristigen Abwärtstrendkanals kämpft. Das gelingt bei Dax-Ständen oberhalb von 11.375/11.400 Punkten.

Sollte das tatsächlich gelingen, dann sind die Parallelen zu 2018 schon sehr auffällig! Denn auch im vergangenen Horror-Jahr stieg der DAX ähnlich stark im 1. Quartal, bevor dann im Sommer der bekannte Stimmungswechsel geschah.

Ich bleibe weiter neutral, bis sich klare Trends abzeichnen.


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Michael Sturm
Von: Michael Sturm. Über den Autor

Tauchen Sie ein in die neue Dimension des Handelns an der Börse. Mit seinen Börsendiensten 30-Prozent-Trader und 5-Minuten-Trader arbeiten mehr als 2 Jahrzehnte Erfahrung und geballte Leidenschaft für die Finanzmärkte für Ihr Depot. Seine ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen Trading-Strategien sind dabei stets geprägt von Michael Sturms Motto: Gewinnen mit Verstand und ruhiger Hand!