Stratec-Aktie: Effizienzprogramm lässt Anleger jubeln

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Stratec: Laborgerätehersteller lässt Anleger nach starken Zahlen jubeln. Rückkehr auf den Wachstumspfad gelungen. Aktie setzt Erholungsbewegung fort (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Lange Zeit lief die Aktie des deutschen Nebenwerts Stratec Biomedical wie am Schnürchen nach oben. Wer im Jahr 2003 bei rund 1 Euro in die Aktie einstieg, konnte mit zusehen, wie die Papiere bis ins Frühjahr letzten Jahres auf 79 Euro anstiegen. Doch seither stockte es im Getriebe. Die Gewinne sackten im zurückliegenden Geschäftsjahr um 30% in den Keller und die erfolgsverwöhnten Anleger schmissen das Handtuch.

Im Tief rauschten die Papiere bis auf 48 Euro in die Tiefe. Doch zuletzt hat sich die Aktie wieder stabilisiert. Vor allem die bestätigte Jahresprognose hat für deutlichen Rückenwind gesorgt und die Aktie wieder auf über 64 Euro nach oben befördert.

Marktführer bei Diagnostik-Automatisierungs-Lösungen

Bevor ich auf die jüngsten Zahlen eingehe, möchte ich Ihnen den Spzezialwert aus Birkenfeld näher vorstellen. Typisch für viele Familienunternehmen hat sich auch Stratec Biomedical in einer gewinnträchtigen Nische positioniert: Das 1979 gegründete Unternehmen ist mittlerweile weltweit führender Anbieter von Automatisierungs-Lösungen im Diagnostik-Bereich. Darunter verbergen sich: vollautomatische Analyse-Systeme, Software für das Labordaten-Management und Lösungen zur Proben-Vorbereitung und -stabilisierung in der molekularen Diagnostik.

Die Analyse-Systeme des Konzerns werden zumeist in Zusammenarbeit mit Partner-Firmen wie Abbott Diagnostics, DiaSorin oder Siemens entwickelt. Zur Anwendung kommen die Geräte in Laboratorien, Blutbanken und Forschungs-Einrichtungen.

Hohe Wettbewerbs-Qualität

Der Wettbewerbs-Vorteil des Familien-Unternehmens ergibt sich aus der führenden technischen Expertise und umfangreichem Prozess- und Anwendungs-Know-how. Stratec nutzt dies für die Lieferung von effizienten und benutzerfreundlichen Analysen-Systemen. Zugleich verfügt die Firma über langfristige Erfahrungen und ausgezeichnete Beziehungen zu allen wichtigen In Vitro Diagonostik-Betrieben – eine nur schwer replizierbare Position.

In diesem regulierten Markt sind die Markteintritts-Barrieren hoch. Stratec erleichtert den Kunden den Zulassungs-Prozess aufgrund seiner Erfahrung und umfangreichen Dokumentation. Eine schnellere und günstigere Entwicklung von Geräten gegenüber den eigenen Lösungen der Diagnostik-Unternehmen fördert unverändert den Trend zur Auslagerung.

Stratec meldet Umsatzplus von 24%

Für Zuversicht unter den Anlegern sorgten die gerade präsentierten Geschäftszahlen. So kletterten in der ersten Jahreshälfte die Umsätze auf 110,4 Millionen Euro (+24,1%). Damit hat das Birkenfelder Unternehmen bereits mehr als die Hälfte der für das Gesamtjahr angepeilten Umsätze von mindestens 210 Millionen Euro in trockene Tücher gebracht. Das spürbare Wachstum ist laut Firmenangaben vor allem auf höhere Abrufzahlen von Laborsystemen und gestiegene Nachfrage nach Entwicklungs- und Dienstleistungen zurückzuführen gewesen.

Effizienzprogramm trimmt Rendite

Zugleich konnte der Laborgerätehersteller auch seine Rendite verbessern. Nicht zuletzt auf Grund eines eingeführten Sparprogramms erhöhte sich die bereinigte Umsatzrendite um 1,3 Prozentpunkte auf zuletzt 11,5%. Vor Zinsen und Steuern wurde ein bereinigter operativer Gewinn von 12,7 Millionen Euro an nach 9,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum erzielt. Auf Grund eines besseren Umsatzmix peilt die Konzernführung für den restlichen Jahresverlauf sogar eine bereinigte Vorsteuerrendite von 14 bis 15% an. Beim Umsatz wird unterdessen ein Zuwachs von 12% erwartet.

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Rene König
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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