Stratec Biomedical: Warum der Labor-Ausrüster weiter auf Wachstumskurs ist

Die Berichts-Saison läuft weiter auf Hochtouren.

Mit Stratec Biomedical hat jetzt auch das Birkenfelder Familien-Unternehmen seine Bücher geöffnet und die Geschäfts-Entwicklung für das 1. Quartal präsentiert.

Die Ergebnisse lagen über den Erwartungen der Analysten und sorgten für Rückenwind bei der Aktie.

Mit einem strammen Kurs-Plus sind die Papiere auf dem besten Weg ihr bisheriges Rekordhoch in Angriff zu nehmen.

Damit sind die Verluste der vergangenen Monate, die auf Grund eines schwächeren 3. Quartals ausgelöst wurden, wieder ausgebügelt.

Weltweit führender Anbieter für Diagnostik-Automatisierungs-Lösungen

Lassen Sie mich aber vor der Analyse der Zahlen kurz auf das Geschäftsmodell des Konzerns eingehen.

Denn obwohl der Börsenwert von Stratec bei knapp 650 Mio. € liegt, sind die Papiere bislang eher Nebenwerte-Spezialisten ein Begriff.

Stratec wurde bereits im Jahr 1979 gegründet und hat sich inzwischen zu einem der führenden Anbieter von Automatisierungs-Lösungen im Diagnostik-Bereich entwickelt.

Was versteckt sich dahinter? – Stratec projektiert, entwickelt und produziert vollautomatische Systeme für Partner aus der klinischen Diagnostik und Biotechnologie.

Zu den Lösungen zählen vollautomatische Analysen-Systeme, Software für das Labordaten-Management sowie Lösungen zur Proben-Vorbereitung und -stabilisierung in der molekularen Diagnostik.

Dabei entwickelte der zu 41,7% in den Händen der Familie Leistner befindliche Konzern die Systeme i. d. R. in Kooperation mit internationalen Großkonzernen wie DiaSorin, Abbott Diagnostics oder Siemens.

Umsatz-Plus von 58% im 1. Quartal

Zuletzt liefen die Geschäfte wie geschmiert:

Zum Jahresauftakt verbesserten sich die Erlöse um sage und schreibe 58% auf 49,51 Mio. €. Allerdings stammt das stramme Plus nicht alleine aus dem organischen Wachstum.

Ein Großteil der Zuwächse geht auf das Konto der übernommenen Firmen Diatron und Stratec Consumables. Ohne die Zukäufe hätte der Zuwachs bei 21,1% gelegen.

Unter dem Strich klettert der Überschuss auf einer um Sondereffekte bereinigten Basis von 0,29 € je Stratec-Aktie auf 0,45 €.

Vorstand zeigt sich zuversichtlich

Auch für die kommenden Monate zeigt sich Firmenchef Marcus Wolfinger ausgesprochen zuversichtlich: Für das Gesamtjahr plant der Konzern mit einem Umsatz von 205 – 220 Mio. €.

Vor dem Hintergrund des starken Jahres-Auftakts könnte sich die Planung allerdings als konservativ erweisen.

13. Dividenden-Erhöhung in Folge

Dabei sollen auch die Aktionäre nicht leer ausgehen; für dieses Jahr wird die Dividende auf 0,77 € je Anteilsschein angehoben – immerhin die 13. Dividenden-Erhöhung in Folge.

Auch wenn die Dividendenrendite mit 1,7% nicht sonderlich hoch erscheint, ist die Kontinuität in der Ausschüttungs-Politik vorbildlich.

Für Sie zum Vergleich: Im Jahr 2003 wurden lediglich 3 Cent je Papier an die Anleger gezahlt.

Analysten zeigen sich zurückhaltend

Unterdessen zeigen sich die Analysten zurückhaltend:

  • Die Experten rechnen im Schnitt mit einem Gewinn je Aktie von 2,40 € in diesem und 2,88 € im nächsten Jahr.
  • Auf Basis dieser Schätzungen liegt das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei 21 respektive 18.
  • Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt mit 56,50 € nur 3% über dem aktuellen Kursniveau.

9. Mai 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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