Strategie zur Vermögensbildung

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Attraktive Kapitalanlagen werden immer rarer, weiß Börsen-Profi Rainer Heißmann. Jetzt hat es die „gute alte“ Lebensversicherung erwischt. Der Garantiezins sinkt auf das Niveau von Tagesgeld - und das bei einer Anlage über Jahrzehnte. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

„Haben Sie einen Vorschlag, wie ich mein Kapital mit vernünftiger Rendite anlegen kann?“ oder „Wie kann ich mich vor Altersarmut schützen?“ Die beiden Fragen werden mir immer wieder gestellt. 3 Hintergründe:

1. Altersarmut steigt drastisch an

Gestern schickte mir ein Leser dazu einen Bericht von RP-Online, der vor drastisch ansteigender Altersarmut warnte. Dort heißt es: „Der Anteil der über 65-Jährigen, die auf die staatliche Grundsicherung im Alter angewiesen sind, werde sich von derzeit etwa 2,5% bis 2025 auf 10% oder mehr vervierfachen.“ Davon sind Geringverdiener betroffen. Aber auch gut verdienende Angestellte, die vielleicht erst spät in den Beruf kamen, sind keineswegs vor Altersarmut geschützt.

2. Der Garantiezins für Lebensversicherung fällt in Richtung null

Spiegel-Online schreibt: „Schock für Millionen Sparer: Mehr als jedes zweite Unternehmen senkt in diesem Jahr die Verzinsung für Lebensversicherungen – jeder dritte Anbieter sogar drastisch. Damit hat sich die Rendite für die beliebte Anlageform in den vergangenen zehn Jahren nahezu halbiert.“

Hinzu kommt, dass der Garantiezins für Kapital-Lebensversicherungen auf 1,75% gesenkt werden soll. Und das für eine Geldanlage, die in Jahrzehnten rechnet. Für „die paar Euro“ können Sie Ihr Geld auch gleich als Tagesgeld anlegen. Das bringt genauso viel, ist aber jederzeit verfügbar.

3. Aktien: Langfristig zu unsicher

In meinem Kommentar „ DAX-Prognose 2011: Hohe Volatilität bringt Gewinne“ habe ich aufgezeigt, dass eine Langfristanlage in Aktien keine sichere Investition ist. Vor allem ist es keine Kapitalanlage, die Sie ausschließlich für Ihre Altersvorsorge oder alleinige Vermögensanlage nutzen sollten. Wenn Sie dann z.B. Ihr Geld benötigen und der DAX hat sich gerade mal wieder mehr als halbiert (immerhin geschah das zweimal in den letzten 10 Jahren), dann wird das Wort „Altersarmut“ plötzlich bittere Realität.

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Vermögen bilden – erhalten – steigern

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Sie müssen also Eigenvorsorge betreiben. Dabei gilt es 3 Phasen zu unterscheiden:

1. Vermögen bilden, 2. Vermögen erhalten, 3. Vermögen steigern.

1. Vermögen bilden

Diese Phase betrifft vorrangig jüngere Menschen, die einen großen Teil ihres Berufsweges noch vor sich haben. Da, fester Arbeitsplatz vorausgesetzt, ein regelmäßiges Einkommen gegeben ist, können Sie hier mit etwas höherem Risiko handeln. Ja, Sie müssen es auch, wenn Sie auf lange Sicht soviel Kapital haben wollen, dass Sie im Alter über Jahre davon zehren können. Eine Mischung aus Aktien und Optionen (keine Optionsscheine, Zertifikate o.ä.) ist eine sinnvolle Kombination. Die bestmöglichen Empfehlungen für Optionen erhalten Sie im 1. Deutschen Dienst für Optionen, im Optionen-Profi.

Steigende und fallende Märkte für Gewinne nutzen

Wichtig ist dabei, dass Sie nicht nur auf steigende Märkte setzen, sondern auch bei fallenden Märkten Gewinne erzielen.

Gewinn rausziehen

Ich empfehle, für den Anteil in Optionen einen festen Betrag festzusetzen. Wenn Sie mit diesem Betrag attraktive Gewinne erzielt haben, nehmen Sie den Gewinn und legen ihn z.B. in Aktien an. Auch für das Aktien-Depot legen Sie einen festen Betrag fest. Wird dieser überschritten, ziehen Sie den Gewinn raus und investieren in langfristig in andere Anlageklassen. Das können z.B. Gold, Silber und Immobilien sein.

2. Vermögen erhalten

Wenn Sie auf diese (oder andere) Weise Vermögen gebildet haben, gilt es das zu erhalten und abzusichern. Dafür eignet sich eine Kombination aus Aktien und Optionen. Wie das geht, habe ich in meinem Kommentar „ Narrensicherer Gewinn: Aktien Strategie mit Optionen“ beschrieben. Haben Sie dann auch Tagesgeld, Gold, Silber (nur physisch und sicher zuhause gelagert) und Immobilien, können Sie diese letztgenannten Bausteine Ihres Vermögens einfach laufen lassen. Sie haben Ihr Vermögen diversifiziert (in verschiedene Anlageklassen aufgeteilt) und somit eine hohe Sicherheit.

3. Vermögen steigern

Je nach Höhe des Vermögens wählen Sie einen Prozentsatz aus, den Sie rausziehen und damit erneut spekulativ an der Börse investieren. Mit diesem Teil verfahren Sie wie oben unter „1. Vermögen bilden“ beschrieben. Empfehlungen aus dem Optionen-Profi für kurz-, mittel- und langfristige Trades lassen Ihr Vermögen Zug um Zug steigen.

Zum guten Schluss: Heute vor genau 90 Jahren, also am 05.01.1921, kam der Schweizer Schriftsteller, Dramatiker und Maler Friedrich Josef Dürrenmatt zur Welt. Er sagte: „In der Wirtschaft geht es nicht gnädiger zu, als in der Schlacht im Teutoburger Wald.“ Nachdem ich manche Schlacht an der Börse erfolgreich geschlagen habe, hoffe ich, dass ich Ihnen mit meiner Erfahrung gutes Rüstzeug für die kommenden Schlachten liefern kann. (Nur) in diesem Sinne wünsche ich Ihnen beste Aufrüstung für 2011

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Rainer Heißmann
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen. Mit Heißmanns Börsenkommentar bringt er wochentäglich die Börse auf den Punkt. Seine Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie jedem verständlich und nachvollziehbar werden.