Stryker: Innovativer Medizintechnik-Wert für Langfrist-Anleger

In den vergangenen Handelstagen ging es wieder etwas stürmischer an den Weltbörsen zu. Aber nach monatelanger Aufwärts-Bewegung sollten Sie dies nicht überbewerten.

Eine Korrektur ist in der aktuellen Situation eine vollkommen normale Entwicklung, ohne dass dadurch der Aufwärtstrend in Gefahr gerät.

Falls Sie zu den Langfrist-Anlegern zählen, brauchen Sie sich über die kurzfristige Börsen-Entwicklung ohnehin keine Gedanken zu machen.

Denn bei guten Langfrist-Investments bedeuten kurzfristige Kursrückschläge lediglich günstige Einstiegs-Gelegenheiten.

Einen Kandidaten für solch einen Wert möchte ich Ihnen in der heutigen Ausgabe vorstellen: den US-Medizintechnik-Giganten Stryker.

Stryker im Kurzportrait

Der US-Konzern produziert Implantate für die Mund-, Kiefer- und Gesichts-Chirurgie sowie künstliche Knie-, Hüft- und Schultergelenke.

Zudem bietet Stryker medizintechnisches Zubehör wie Operations-Technik und Geräte für die Endoskopie an. Der Jahres-Umsatz liegt bei rund 12 Mrd. US-Dollar.

Was mir an Stryker gut gefällt: der Konzern zeichnet sich seit Jahrzehnten durch Innovationskraft und beständiges Wachstum aus.

In den vergangenen 20 Jahren stieg Stryker damit zum Weltmarktführer für orthopädische Implantate und medizintechnisches Zubehör auf.

Die neusten Innovationen: Operations-Roboter für die orthopädische Chirurgie

Nachdem Operations-Roboter schon seit einiger Zeit bei Operationen im Bereich „innere Medizin“ Verwendung finden, bringt Stryker diese auch im Bereich der orthopädischen Chirurgie zum Einsatz.

Diese Roboter-Systeme unterstützen Ärzte bei minimal-invasiven Eingriffen.

Minimal-invasiv heißt: Dabei erfolgt kein großer Schnitt. Es werden nur 2 sehr kleine Öffnungen im Körper des Patienten benötigt, um die Roboter-Arme in den Körper des Patienten einzuführen.

Der Arzt überwacht die Operation am Bildschirm und kann per Joystick Steuerbefehle geben.

Damit können die von Stryker produzierten Knie- und Hüftimplantate noch exakter an die individuelle Anatomie jedes Patienten angepasst werden.

Außerdem reduzieren OP-Roboter die Gefahr von menschlichen Fehlern und führen aufgrund der erheblich kleineren Einschnitte zu einer schnelleren Erholung sowie einer einfacheren Physiotherapie.

Weiterhin 2-stellige Wachstumsraten

Die jüngsten Quartalszahlen kamen gut bei den Anlegern an und halfen der Stryker-Aktie auf ein neues Allzeithoch.

Das ist kein Wunder, schließlich zeigt Stryker auch nach jahrzehntelangem Wachstum keine Schwäche:

Umsatz und Gewinn kletterten jeweils um +14% und übertrafen die Analysten-Prognosen. Das abgelaufene Quartal war außerdem das beste der Unternehmens-Geschichte.

Aktie nicht mehr „billig“, aber noch moderat bewertet

Der Langfrist-Chart von Stryker sieht beeindruckend aus: In den vergangenen 5 Jahren legte die Aktie ohne nennenswerte Rücksetzer um rund 150% zu.

Im Hinblick auf diese starke Kurs-Entwicklung fällt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 21 noch einigermaßen moderat aus.

Als Langfrist-Anleger wissen Sie ohnehin: Qualität hat eben ihren Preis. Dies gilt, wie für viele andere Dinge, eben auch an der Börse.

Für die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte von Stryker sprechen die starke Marktposition und das beständige Wachstum. Solange die Zahlen stimmen, kann die Aktie ihren Aufwärtstrend noch Jahre fortsetzen.

23. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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