Stryker ist wieder in Höchstform

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Die Aktie von Stryker hat sich nach dem Corona-Crash schnell erholt und ein neues Allzeithoch erreicht. (Foto: Production Perig / shutterstock.com)

Im Corona-Crash hat es selbst die beständigsten Aktien erwischt. Dazu zählt auch die sonst so krisenresistente Stryker-Aktie. Inzwischen ist die Aktie wieder auf ein neues Allzeithoch geklettert. Und es dürfte nicht das letzte gewesen sein.

Kurzportrait

Der US-Medizintechnik-Konzern produziert HighTech-Implantate für die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie künstliche Knie-, Hüft- und Schultergelenke. Zudem bietet Stryker Operationstechnik, Operations-Roboter, Trauma-Systeme und Endoskopie-Systeme. Zubehör und Verbrauchsmaterial für die Versorgung von Patienten sowie Produkte für die Unfallversorgung wie Tragebahren runden das Angebot ab.

Ungewohnter Schwächeanfall im Corona-Crash

Unternehmen und Aktie haben sich in den vergangenen Jahren durch eine beeindruckende Kontinuität ausgezeichnet. Jahr für Jahr konnte Stryker Umsatz und Gewinn steigern. Der Aktienkurs lief beständig – ohne größere Rücksetzer – nach oben.

Dann kam die Corona-Pandemie und mit ihr der Corona-Crash. Und hier zeigte sich auch die Stryker-Aktie plötzlich sehr schwach und verlor kurzzeitig in der Spitze knapp 40% an Wert.

Denn diese Krise war vollkommen anders als andere: Krankenhäuser mussten nicht-lebensnotwendige Operationen verschieben, um Kapazitäten für Corona-Patienten freizuhalten. Das hat selbst die sonst so krisenresistenten Geschäfte von Stryker belastet.

Kleine Wachstumsdelle im Jahr 2020

Unterm Strich kam Stryker trotzdem relativ glimpflich durch die Krise. Im Jahr 2020 schrumpfte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr lediglich um knapp 4% auf 14,35 Mrd. US-Dollar und der Gewinn pro Aktie gab von 8,26 auf 7,43 US-Dollar nach. Da hat es zahlreiche Unternehmen heftiger erwischt. Das war ein Grund für die schnelle Erholung des Aktienkurses.

Sattes Wachstum 2021

Hinzu kommt: Im laufenden Jahr erwarten Analysten ein Umsatzwachstum von knapp 20% und zudem einen neuen Rekordwert beim Gewinn pro Aktie von über 9 US-Dollar. Unterm Strich steht der Medizintechniker somit in diesem Jahr da, als hätte es nie eine Corona-Krise gegeben.

Natürlich beruhen diese Prognosen auf der Annahme, dass es zu Nachholeffekten bei den Operationen kommt. Dies setzt voraus, dass der Betrieb in den Krankenhäusern 2021 wieder weitgehend normal abläuft. In Anbetracht des großen Erfolges der Impfkampagne im wichtigsten Markt USA halte ich dies für sehr wahrscheinlich. Auch in Europa dürfte im zweiten Halbjahr wieder Normalität einkehren.

Kein Schnäppchen, aber für Langfristanleger interessant

Ein Schnäppchen ist die Stryker-Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 28 sicherlich nicht. Das war sie aber auch in den vergangenen Jahren nie (mit Ausnahme des Frühjahrs 2020). Qualität hat an der Börse bekanntlich ihren Preis. Und bei Stryker erhalten die Anleger einen krisenresistenten (zumindest bei normalen Krisen) Weltmarktführer mit soliden Wachstumsraten. Für langfristig orientierte Anleger lohnt sich ein näherer Blick auf jeden Fall.


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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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