STS Group: Gute Zahlen und neue Großaufträge

Wie geht es mit der STS-Aktie weiter? Diese und weitere Fragen rund um STS werde ich heute für Sie beantworten. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Nachdem ich Ihnen in der vergangenen Woche STS vorgestellt habe und auf den etwas verunglückten Börsengang eingegangen bin, erfahren Sie heute, wie die jüngsten Zahlen von STS ausgefallen sind und was es von dem Unternehmen ansonsten in jüngerer Vergangenheit zu berichten gab.

Im Anschluss daran widme ich mich noch einmal der STS-Aktie und Sie erfahren, wie es mit der Aktie weitergehen könnte.

STS mit dynamischem Wachstum im ersten Quartal

STS hat im ersten Quartal dieses Jahres den Wachstumskurs fortgesetzt. Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von 108,9 Mio. Euro und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 3,5 Mio. Euro.

Das um Aufwendungen für den Börsengang und die Umstellung auf die International Financial Reporting Standards (IFRS) bereinigte EBITDA erreichte 8,1 Mio. Euro. „Damit entwickelten sich Umsatz und Ergebnis in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres in Bezug auf die Segmente und Regionen entsprechend den Erwartungen des Managements“, teilte das Unternehmen mit.

STS-Chef Andreas Becker kommentiert das Zahlenwerk wie folgt: „Wir sind mit dem Start in das neue Geschäftsjahr sehr zufrieden und planen, unseren profitablen Wachstumskurs auch im Gesamtjahr 2018 fortzusetzen. Dazu werden wir konsequent an der bereits erfolgreich verlaufenden Integration arbeiten und Prozesse weiter optimieren.“ Damit meint er die Integration der zahlreichen Zukäufe der vergangenen Jahre, aus denen sich in naher Zukunft weitere Synergieeffekte ergeben sollen.

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Weitere positive Nachrichten von STS

Mitte Juli meldete STS einen neuen Großauftrag. In den kommenden Jahren wird das Unternehmen für einen der führenden Nutzfahrzeughersteller Front-Module herstellen und liefern. Der Wert des Auftrags summiert sich über die Laufzeit auf insgesamt mehr als 150 Mio. Euro.

Darüber hinaus meldete STS Ende Juli den erfolgreichen Eintritt in den nordamerikanischen Nutzfahrzeugmarkt. STS konnte einen in Nordamerika beheimateten großen Nutzfahrzeughersteller als Kunden gewinnen und wird für diesen ab dem zweiten Halbjahr 2021 Fahrerkabinenteile für schwere Lkw liefern. Der Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren.

Die STS-Aktie hat Potenzial

Die STS-Aktie feierte am 1. Juni dieses Jahres mit einer Erstnotiz von 24 Euro ihr Börsendebüt. In der Folge ging es bis auf rund 20 Euro nach unten. Seit dem Tiefststand, den die Aktie Mitte Juli markiert hatte, legte der Kurs zuletzt wieder deutlich zu. Das könnte der Anfang eines nachhaltigen Aufwärtstrends sein.

Aus fundamentaler Sicht hat die Aktie allemal das Potenzial, in deutlich höhere Regionen vorzudringen. Die charttechnische Aussagekraft ist angesichts der noch recht jungen Börsenhistorie begrenzt. Spannend dürfte es jedoch werden, wenn die STS-Aktie nachhaltig über ihren bisherigen Höchststand von 24,69 Euro klettert. Dann könnte der Startschuss für eine kräftige Trendbewegung fallen.


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Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.