Studie: Norwegen bleibt das reichste Land der Welt

Die runde 9.000-Punkte-Marke sorgt bei den DAX-Investoren noch immer für Spannung. Heute kletterte der deutsche Leitindex zunächst Richtung 9.100 Punkte und erreichte ein Tageshoch bei 9.070 Punkten.

Doch dann setzten Gewinn-Mitnahmen ein und drückten den DAX sogar kurzfristig unter die 9.000-Punkte-Marke. Das Tagestief lag bei 8.996 Punkten.

Am Ende reichte aber ein kleiner Endspurt, um die runde Marke zu verteidigen. Der DAX beendete den Handelstag mit 9.010 Punkten.

USA an der Börse die Nr. 1

Wenn es um den Börsenwert der Unternehmen geht, sind die USA ohne ernsthafte Konkurrenz weltweit die Nr. 1. Wenn Sie aber andere wirtschaftliche Kriterien als Maßstab nehmen, erreicht die vergleichsweise kleine Volkswirtschaft aus Norwegen regelmäßig die Spitzenposition.

Im aktuellen Länder-Ranking des Londoner Legatum-Instituts ist Norwegen zum fünften Mal hintereinander auf Platz 1 gelandet.

Das Legatum-Institut ist ein Forschungsinstitut zu sozialwissenschaftlichen Themen und gehört zur Legatum-Group in Dubai. Diese war im Jahr 2006 vom neuseeländischen Milliardär Christopher Chandler gegründet worden.

Der Legatum Prosperity Index misst Reichtum und Wohlbefinden

Der Legatum Prosperity Index, der seit sieben Jahren ermittelt wird, misst Reichtum und Wohlbefinden in 142 Ländern der Erde in acht verschiedenen Kategorien. Zu diesen Kategorien zählen unter anderem die ökonomische Stärke, die Bildung und die Staatsführung.

Der Index kann als Versuch verstanden werden, eine ökonomische Länderbewertung über das reine Wirtschaftswachstum (gemessen an der BIP-Steigerung) hinaus zu etablieren.

Wie eingangs bereits erwähnt, konnte Norwegen in diesem Jahr zum fünften Mal in Folge die Länderwertung gewinnen. Auf den weiteren Plätzen folgen die Schweiz, Kanada, Schweden und Neuseeland.

USA büßen im Ranking einige Plätze ein

Die USA haben im aktuellen Ranking einige Plätze verloren. Das hängt jedoch weniger mit einer wirtschaftlichen Schwäche, als vielmehr mit einer Schwäche der Politik zusammen.

Die USA haben angesichts des jüngsten „Government Shutdown“ und der drohenden und nur um Haaresbreite abgewehrten Staatspleite ein nicht unerhebliches Maß an Vertrauen verloren.

Das hat aber – wie schon erwähnt – nichts damit zu tun, dass die US-Wirtschaft schwächelt. Ganz im Gegenteil: Die USA stecken – wie hier im Schlussgong schon berichtet – gerade mitten in einer neuen industriellen Revolution und weisen deutlich höhere Wachstumsraten als die Euro-Staaten auf. Einzig die Politik in den USA befindet sich auf einem schwachen Niveau.

Jetzt möchte ich jedoch noch über die beiden Länder berichten, die in dem jüngsten Ranking die Plätze 1 und 2 belegen.

Euro-Alternativländer Norwegen und Schweiz

In der diesjährigen Juni-Spezialausgabe meines Börsendienstes „Depot-Optimierer“ habe ich ausführlich über Euro-Alternativen berichtet.

Darin habe ich folgendes geschrieben: „Setzen Sie auf Länder mit harten Währungen und auf Sachwerte“. Die beiden Länder, die in der Studie von mir analysiert wurden, waren Norwegen und die Schweiz.

30. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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