Subprime-Hypotheken: Das Risiko kehrt zurück

Subprime-Hypotheken waren der Auslöser der Banken-, Finanz- und Wirtschaftskrise. Das ist bekannt. Jetzt können Sie oft hören oder lesen, dass […] (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Subprime-Hypotheken waren der Auslöser der Banken-, Finanz- und Wirtschaftskrise. Das ist bekannt. Jetzt können Sie oft hören oder lesen, dass das Problem der Subprime-Hypotheken beseitigt sei. So wird beispielsweise positiv darauf hingewiesen, dasssich die Immobilienpreise in den USA stabilisieren und wieder mehr Häuser gekauft werden.

Subprime-Hypotheken: Die Definition

Subprime-Hypotheken oder Subprime-Darlehen sind Kredite an Kreditnehmer mit geringer Bonität. Die Übersetzung lautet: subprime = zweitklassig. Subprime-Hypotheken sind also zweitklassige Hypotheken.

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Subprime-Hypotheken und der Börsencrash

Ursache für den Börsencrash im Oktober 2008 waren Millionen von Häusern, die an Kreditnehmer zweifelhafter Bonität verkauft wurden. Finanziert wurden diese Häuser durch “zweitklassige Hypotheken” (Subprime-Hypotheken). Solange die Nachfrage nach Häusern groß war, konnte jeder Schuldner immer neue Hypotheken aufnehmen. Die waren ja durch die im Wert steigende Immobilie abgesichert. Die Blase platzte, als der Markt nicht weiter wuchs. Subprime-Hypotheken konnten von den Schuldnern nicht mehr bedient werden. Die Immobilienpreise fielen ins bodenlose. Banken saßen und sitzen auf wertlosen Immobilien und wertlosen Hypothekenforderungen. Das Ende ist bekannt. Und nun:

Hochriskante Subprime-Hypotheken nehmen wieder zu

Heute las ich in einer Meldung, dass der Markt für Subprime-Hypotheken wieder rasant wächst. Subprime-Hypotheken haben schon wieder einen Anteil von 20% am gesamten Hypothekenmarkt. Das ist das Niveau von 2006. Das war kurz vor der Finanzkrise.

Subprime-Hypotheken sorgen für Nachfrage

Diese Überschrift “Subprime-Hypotheken sorgen für Nachfrage” sagt eigentlich alles aus. Kurzfristig werden Häuserpreise jetzt tatsächlich stabilisiert. Aber diese Häuser sind “auf Sand gebaut”. Besser gesagt, das Fundament, die Subprime-Hypotheken, können nie für einen gesunden Immobilienmarkt sorgen.

Subprime-Hypotheken sind von US-Regierung “garantiert”

Nun werden wir beruhigt, dass die neuen Subprime-Hypotheken zu über 90% von den verstaatlichten Immobilienfinanzierern wie Fannie Mae oder Freddie Mac finanziert werden. Damit garantiere die US-Regierung für diese Kredite. “Diese Unternehmen leisten eine noch nie da gewesene Unterstützung für den Häusermarkt”, sagte ein Sprecher der US-Notenbank.

Platzende Subprime-Hypotheken: Die Zeche zahlt wieder der Bürger

Kritisch hinterfragt sieht es aber so aus: Nach dem Platzen der “Blase Subprime-Hypotheken” wurden weltweit Banken (fast) insolvent. Diese wurden und werden durch staatliche Mittel (Steuergelder der Bürger) gestützt. Einfache Gleichung: Die geplatzte Blase der Subprime-Hypotheken wurde und wird (das geht noch Jahre weiter) durch uns Steuerzahler bezahlt.

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Jetzt werden die Subprime-Hypotheken direkt durch staatliche Banken finanziert. Geht’s schief, zahlt wieder der Steuerzahler. Ich sehe keinen relevanten Unterschied. Die Zeche zahlt wieder der Bürger. Es gibt zwar formale Unterschiede – aber im Grunde geht alles weiter, als sei nichts gewesen.

Platzende Subprime-Hypotheken: So können Sie Gewinne erzielen

Wenn die neue Blase der Subprime-Hypotheken platzt, wird es zuerst den Bankensektor in die Tiefe ziehen. Danach folgen die großen Börsen-Indizes. Mit Put Optionen auf ausgesuchte Banken oder die ganze Finanzbranche erzielen Sie dann hohe Gewinne.

Extrem wichtig: Optionen, nicht Optionsscheine

In den USA gab es in diesem Jahr schon über 100 Bankenpleiten. Weitere Bankenpleiten sind abzusehen. Und wenn die neue Blase der Subprime-Hypotheken platzt, kann es auch deutsche Banken treffen. Wenn Sie dann beispielsweise einen Put Optionsschein auf die Finanzbranche im Depot haben, dieser mit 300% im Gewinn steht und der Emittent dieses Optionsscheins insolvent wird, ist Ihr Geld weg. Eine Absicherung mit von Banken herausgegebenen Optionsscheinen (Zertifikaten etc.) gegen eine Finanzkrise mit möglichen Bankenpleiten ist völlig widersinnig. Die einzige sichere Alternative sind am Terminmarkt gehandelte Optionen.

Im Depot des Optionen-Profi sind Put Optionen auf die US-Finanzbranche

Die Leser des Optionen-Profi haben heute, am 28.10.2009, einen schnellen Gewinn mit Put Optionen auf die Deutsche Bank realisiert. Dieses Geld konnten sie gut mitnehmen, denn wenn es mit dem DAX, Dow Jones und der Finanzbranche weiter abwärts rauscht, sind sie weiter dabei. Sie halten Put Optionen auf den US-Finanzsektor im Depot. Noch können Sie einsteigen. Wenn Sie an der kommenden Subprime-Hypotheken-Krise verdienen wollen, können Sie hier den Optionen-Profi zum kostenlosen 30-Tage-Gratistest  bestellen.

Der augenzwinkernde Schluss:

Kanzlerin Merkel: Ihr Wunsch wurde erfüllt

Frau Dr. Merkel sagte Ende August 2009, bei einem Treffen mit Gewerkschaftsführern: “Es muss alles daran gesetzt werden, dorthin zu kommen, wo das Land vor der Krise gewesen ist.” Ihr Wunsch ist erfüllt. Denn vor der Krise, da waren wir VOR der Krise. Danach kam die Krise. Und jetzt sind wir wieder: Vor der Krise. Und danach kommt… richtig: Die Krise.


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Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.