T-Mobile Finanzchef: Sprint ist unser logischer Fusions-Partner

Vor wenigen Tagen hat Ihnen der Übernahme-Sensor von der Chance der Deutschen Telekom auf einen warmen Geldregen geschrieben.

Sollte die US-Tochter T-Mobile  verkauft werden, dann würde der Verkauf des 65%-Anteils-Milliarden in die Kasse der Deutschen spülen.

Die Gerüchte, dass T-Mobile US an einem Deal beteiligt sein wird, verdichteten sich zuletzt. Dies sorgte bereits für kräftige Zugewinne bei der Telekom-Aktie.

Heute notiert das Papier kurz vor Handelsschluss abermals deutlich fester und vergrößerte den Wochengewinn auf rund 6% – trotz der Turbulenzen am US-Markt in Folge des Polit-Chaos.

Deutsche Telekom-Aktie legt weiter zu

Das heutige Plus von 2,5% steht erneut im Zusammenhang mit der US-Tochter.

Denn jetzt gibt es nicht nur Gerüchte von außen, sondern Übernahme-Fakten, die aus dem Management von T-Mobile kommen.

Finanzchef Braxton Carter teilte auf einer Konferenz in New York mit, dass es keine Frage mehr ist, ob Gespräche stattfinden werden.

Selbstverständlich werde es diese geben“, sagte Carter.

Zusammengang mit Sprint trägt 30 Mrd. Dollar Synergie-Potenzial

Den größten Nutzen in einem Deal sieht Carter dabei in einem Zusammengang mit Sprint.

Eine Allianz schafft nicht nur eine starke 3 im Markt sondern würde laut Carter langfristig über 30 Mrd. Dollar an Synergien mit sich bringen.

Wenn Sie sich vor Augen halten, dass T-Mobile US an der Börse aktuell mit 55 Mrd. Dollar bewertet wird, dann ist schnell klar, wie vorteilhaft der Zusammengang mit Sprint ist.

Sprint nicht die einzige Deal-Möglichkeit

Während Sprint also der vom Finanzchef logischste Partner ist, werden explizit auch andere Deal-Möglichkeiten angesprochen.

Neben einem Zusammenschluss mit dem Satteliten-Betreiber Dish wird auch eine Dreier-Allianz aus Comcast, Charter Communications und T-Mobile US als attraktive Chance erachtet.

Etwas daneben stehen Chancen auf einen Deal mit einem IT-Konzern wie etwa Google oder Facebook, da das Internet zunehmend mobil wird.

Dies hätte den Vorteil, dass 4 Spieler im Telekom-Markt verbleiben würden.

Hohe Übernahme-Wahrscheinlichkeit von T-Mobile

Es ist inzwischen sehr wahrscheinlich, dass der US-Telekom-Branche eine massive Konsolidierungs-Welle bevorsteht.

Der schnell wachsenden Tochter der Deutschen Telekom fällt dabei eine Schlüsselrolle zu.

Der Konzern wäre für Sprint, die sich seit der Übernahme durch den japanischen Mobilfunk-Riesen Softbank eher schlecht als recht entwickelte, die Lösung aller Probleme.

Der Zusammenschluss ist nicht nur sinnvoll, sondern dürfte auch von der Sprint-Mutter sehr stark favorisiert werden.

Denn schließlich haben die beiden Parteien 2014 schon einmal über einen Deal verhandelt, wurden von den damaligen Wettbewerbs-Aufsehern allerdings zurückgepfiffen.

Unter der Trump-Administration werden den beiden Unternehmen aber gute Genehmigungs-Chancen eingeräumt.

Hinweis/Interessenskonflikt: Die T-Mobile US-Aktie ist Position in meinem Börsendienst AmericanTargets.

19. Mai 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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