Taiwan Semiconductor Manufacturing: Chip-Gigant sorgt mit starken Zahlen für Freude unter den Anlegern

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Der Halbleiter-Riese TSMC begeistert Anleger mit enormen Gewinnsprung. Das Branchenschwergewicht sorgt mit positivem Ausblick für Hoffnungsschimmer. (Foto: newroadboy / Shutterstock.com)

Der Startschuss in die Berichtssaison ist gefallen. Damit werden die nächsten Wochen zeigen, wie stark die Corona-Pandemie bei den Firmen die Bilanzen verhagelt hat und wie zuversichtlich die Firmen in die Zukunft schauen. Entgegen dem allgemein schwachen Trend zeigt sich die Halbleiterbranche bislang erstaunlich robust. Zumindest machen die Ergebnisse des taiwanesischen Chip-Giganten Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) Hoffnung. Die vorgelegten Zahlen zum Startquartal waren nämlich ausgesprochen stark.

Wer hinter TSMC steckt

Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) zählt zu den weltgrößten Chip-Auftragsfertigungs-Unternehmen. Die Gesellschaft wurde im Jahr 1987 als ein Joint Venture der Volksrepublik China, Philips und einigen Privatinvestoren gegründet und ist seit 1997 an der Börse notiert.

Kernkompetenz von TMSC ist die Herstellung von Halbleiterscheiben im Auftrag zahlreicher namhafter Unternehmen. Das Leistungsspektrum umfasst die Produktion von CMOS-Halbleiterelementen, Hochfrequenz- und Mixed-Signal-Halbleiter, BiCMOS mixed-signal-Halbleiter wie auch anderen integrierten Schaltkreisen, die auf Patenten und Bauanleitungen von Kunden basieren. Ergänzt wird die Produktpalette durch das Angebot von Design, Mask-Making, Testen und Montage-Services.

TSMC meldet satten 90% Gewinnsprung im ersten Quartal

Zum Jahresauftakt war beim weltgrößten Auftragsfertiger von Schwäche keine Spur. Ganz im Gegenteil: Während die Erlöse um 42% auf 310,6 Milliarden Taiwan-Dollar (umgerechnet 9,5 Milliarden Euro) nach oben kletterten, schoss der Gewinn regelrecht durch die Decke. Nach Steuern verdiente der Konzern nämlich 117 Milliarden Taiwan-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 90% und kommt einer Gewinnspanne von hohen 37,6% gleich.

Besondere Bedeutung haben die Ergebnisse, weil TSMC als Zulieferer führender Unternehmen aus dem Telekomsektor und Smartphone-Bereich auch eine Indikation auf die Entwicklung in wichtigen Technologiebereichen gibt. Gleichzeitig gibt TSMC Auskunft über die allgemeine Stimmungslage im Chipsektor.

Prognose macht Anlegern Mut

Daher ist es umso erfreulicher, dass TSMC auch für das laufende zweite Quartal alles andere als schwarzmalt. Der Konzern peilt einen Umsatz zwischen umgerechnet 9,2 und 9,5 Milliarden Euro an. Damit würde TSMC weiter an die hohe Wachstumsdynamik anknüpfen, da die Zahlen einen Zuwachs um 30% implizieren. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnen die Taiwanesen mit einem Umsatzwachstum von 18%.

Smartphone-Markt dürfte wieder anziehen

Derzeit profitiert TSMC stark vom Trend zur Heimarbeit, der die Nachfrage nach Halbleitern für Homeoffice-Geräte beflügelt. Zudem erfahren die Prozessoren für Streaming und Gaming-Anwendungen einen enormen Absatzschub. Negativ machte sich zuletzt hingegen der Einbruch bei den Smartphone-Herstellern bemerkbar. Im ersten Quartal brach die Nachfrage immerhin um 9% ein.

Doch könnte es gerade hier Entspannung aus China geben, wo Apple zuletzt wieder deutlich steigende Smartphone-Auslieferungen melden konnte (im März +20%).

Fazit: Die rapportierten Umsatz- und Gewinnsteigerungen von TSMC haben in der aktuellen „Corona-Berichtssaison“ Seltenheitswert. Auch die zuversichtliche Prognose macht Mut, dass zumindest einige Teilbereiche von dem Wirtschaftseinbruch verschont bleiben. Der Trend zur Heimarbeit dürfte vorerst bestehen und damit die Nachfrage nach Halbleitern vorerst hoch bleiben.

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Hörgeräte sind ein lohnendes GeschäftIm Geschäftsjahr 2019/2020 steigerte Sonova den Umsatz um 5,6% auf 2,92 Mrd. SFr. Das bereinigte organische Wachstum betrug 8,1%; auf Akquisitionen und Veräußerungen entfielen 1,0%. Negativ wirkten sich Wechselkursschwankungen aus. › mehr lesen


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Rene König
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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