Takkt: SDax-Unternehmen setzt auf Digitalisierung

Die im SDax notierte Takkt AG hat kürzlich vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 veröffentlicht und einen Ausblick auf das laufende Jahr präsentiert.

Eine der Kernaussagen im Hinblick auf das Geschäftsjahr 2017: Takkt setzt verstärkt auf die Digitalisierung und nimmt dafür in diesem Jahr sinkende Margen in Kauf.

Doch was genau macht die Takkt AG und wie hat sie sich in den vergangenen Jahren entwickelt?

Und – für Sie noch wichtiger: Wie wird sie sich zukünftig entwickeln?

Diese Fragen werde ich im weiteren Verlauf dieses Beitrags für Sie beantworten.

Takkt im Kurzportrait

Takkt ist ein Versandhändler für Büro- und Geschäfts-Ausstattungen, der sich mehrheitlich im Besitz der deutschen Industriellen-Familie Haniel befindet.

Der Betrieb ist in Stuttgart ansässig und die Anfänge der Takkt AG reichen bis ins Jahr 1945 zurück.

Heute zählt Takkt mit rund 3 Mio. Kunden zu den weltweit führenden Anbietern im Bereich Business-to-Business-Versand (B2B-Versand).

In Europa und Nordamerika ist Takkt die Nr. 1 der B2B-Spezial-Versandhändler für Geschäfts-Ausstattung.

Der B2B-Handel von Takkt unterteilt sich in die Vertriebswege Einzelhandel, Großhandel und Versandhandel. Über diese Vertriebswege werden nahezu alle Produkte für den Geschäftsbedarf vertrieben.

  • Die Produkte der Takkt AG lassen sich allgemein einteilen in die Produktgruppen:
  • Verbrauchsgüter,
  • dauerhafte Güter für die Betriebs- und Geschäfts-Ausstattung
  • und Spezialprodukte wie Elektrokomponenten, Werkzeuge und Arbeitssicherheits-Produkte.

Mit anderen Worten: Vom Bürosessel bis zum Werbeständer für den Einzelhandel können Geschäftskunden bei Takkt alles bestellen.

Die jüngsten Zahlen im Überblick

Kommen wir jetzt zu den vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2016:

Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 1,125 Mrd. €. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 5,8%.

Deutlich überproportional zum Umsatz legte der operative Gewinn (EBIT) zu, der um 8,9% auf 171,3 Mio. € anstieg.

Die Gewinnmarge stieg von 14,8 auf 15,2%. Ebenfalls sehr positiv ist die Tatsache, dass die Eigenkapitalquote bei sehr soliden 55,2% liegt.

Aufgrund der guten Geschäfts-Entwicklung im Jahr 2016 will das Takkt-Management die Dividende im Vergleich zum Vorjahr um 10% auf 55 Cent je Aktie anheben.

Auf Basis des aktuellen Kurses der Takkt-Aktie bedeutet das eine Dividendenrendite von rund 2,6%.

Das erwartet Takkt für das laufende Jahr

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Takkt mit einer im Vergleich zum Vorjahr etwas niedrigeren Gewinnmarge von 13,5%.

Der Grund dafür: Die Takkt AG investiert verstärkt in die Digitalisierung des eigenen Geschäfts.

Oder anders ausgedrückt: Takkt will zukünftig noch mehr Umsatz über das Internet generieren.

Ich bin überzeugt davon, dass dieser Schritt richtig ist.

Daher können Sie als mittel- bis langfristig orientierte Anleger – obwohl die Takkt-Aktie aktuell nicht mehr günstig bewertet ist – an schwächeren Börsentagen nach wie vor zugreifen.

9. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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