Tappen Sie nicht in die Immobilienfalle

In der deutschen Öffentlichkeit wird heute der Kauf von Immobilien als sicherer Krisenschutz immer wieder propagiert.

Aber hier sage ich ganz klar: Vorsicht!

Ich erwarte eben keine Inflation, sondern bei der bevorstehenden Krise eher eine Deflation.

Ein gefährlicher Teufelskreis

Und in einer Deflation bildet sich sehr schnell ein gefährlicher Kreislauf:

Die Verschuldung steigt und gleichzeitig fällt die Immobilie im Wert, weil die Nachfrage drastisch nachlässt. Am Ende steht eine Flut von Zwangsversteigerungen vor uns.

Heute erleben wir ganz klar einen Immobilienboom in Deutschland. Ich höre immer wieder Berichte aus angesagten Metropolen, wo sich z. T. aberwitzige Szenen abspielen.

Makler sind in begehrten Lagen im Großraum Hamburg oder München in der Lage, ohne Besichtigung Häuser und Wohnungen zu verkaufen.

Sie lesen richtig:

Die Käufer der Immobilien wollen einfach nur schnell das Geld investieren, weil ja quasi über Nacht eine Hyperinflation über Deutschland hereinbrechen wird und davor Immobilien direkt schützen, da das Kapital gebunden ist.

Ich beherzige sehr gerne den Grundsatz, nicht das zu tun, was die Masse macht. Damit bin ich in der Vergangenheit sehr gut gefahren.

Daher kaufe ich heute keine Immobilien. Daher habe ich auch 2001 keine Aktien sondern damals schon Gold und Silber gekauft.

Zu der Zeit wollte kaum einer Edelmetalle haben – Aktien waren das Investment der Stunde. So gelang es mir in dem Zeitraum größere Positionen bei einem Goldpreis von unter 300 Dollar pro Unze aufzubauen.

Auch heute halte ich Gold und Silber noch für ein sinnvolles Investment, da es bei einer Verschärfung der Krise im Notfall tatsächlich auch als Währungsersatz dient.

Selbst wenn das komplette Geldsystem zusammengebrochen ist, können Sie mit einer Silbermünze oder auch mit einer Goldmünze noch Waren einkaufen.

Daher ist es auch extrem wichtig, die Edelmetalle physisch zu besitzen und nicht in Form von Zertifikaten. Hier geht es mehr um die Absicherung und weniger um die möglichen Preissteigerungen.

Immobilien bieten nur scheinbare Sicherheit

Doch zurück zu den Immobilien: Die bieten keine wirkliche Sicherheit. Das haben auch die Abstürze der zuvor heißgelaufenen Immobilienmärkte in den USA oder auch in Spanien gezeigt.

Am Ende waren die Hypotheken bei vielen Hausbesitzern viel höher als der zusammengeschrumpfte Wert der Immobilie.

Eine weitere Gefahr stellen staatliche Zwangsabgaben dar: So hat es in Griechenland und Italien Immobiliensteuern gegeben. Und so etwas erwarte ich in der Krise dann auch bei uns.

Durch die Grundbücher ist es sehr einfach, Immobilienbesitzer direkt zur Kasse zu beten. Das Investment kann eben vor dem Zugriff nicht in Sicherheit gebracht werden. Es ist eben – wie der Name schon sagt – immobil.

Fazit

Eine selbstgenutzte Immobilie ist sicherlich sinnvoll, aber vom Kauf von Immobilien als Rendite-Objekt kann ich wegen der hohen Risiken nur abraten – v. a. auch wegen des aktuell völlig überzogenen Preisniveaus.

Einen deutlich besseren Krisenschutz bietet die von mir bevorzugte, breite Streuung auf viele verschiedene Anlageklassen.

27. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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