Tauziehen bis 2020? So werden die Märkte künstlich oben gehalten.

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Trumps Handelsberater Peter Navarro hat am Wochenende verraten, dass die Bullenrallye noch bis 2020 weitergehen wird. Kommt danach der Knall? (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Mit einem Kraftakt hat der DAX sich heute nach oben gestreckt. Natürlich – wie könnte es auch anders sein – gab es über das Wochenende eine Kurslücke. Das Gap aber zur Abwechslung mal wieder nach oben. Wir sind zwar immer noch im Niemandsland, aber immerhin zeigen die Bullen etwas Stärke. Ob morgen der Dienstag noch eine Schippe drauflegen kann?

Bullenmarkt bis 2020

Das hat Trumps Handelsberater Peter Navarro am Wochenende verkündet. Er versprach eine starke Wirtschaft und einen Bullenmarkt bis 2020. Das könne er mit Sicherheit sagen. Dann ist ja alles geklärt. Die Kurse dürfen also er im nächsten Jahr fallen. Bis dahin machen wir Party auf hohem Niveau und sehen neue Allzeithochs – bei den US-Indizes.

Der DAX wird da sicherlich außen vor bleiben, selbst wenn er gegen Jahresende noch einmal anziehen kann. Das Allzeithoch im DAX ist rund 2.000 Punkte entfernt. Und dazu hatten wir in der ersten Jahreshälfte bereits eine extreme Rallye von 2.400 Punkten. Ob der DAX da noch einmal 2.000 Punkte darauflegen kann? Wohl kaum.

DAX Chartanalyse 19.8.2019

Das angesprochene Niemandsland sehen Sie deutlich im 4-Stunden-Chart. Der graue Bereich wird hart umkämpft. Hier können wir uns noch eine Weile aufhalten und sind vermutlich auch nicht zum letzten Mal dort, selbst wenn wir diese Zone verlassen.

In Orange sehen Sie die Fibonacci-Retracements der Abwärtsbewegung seit Januar. An dem 38er Retracement haben wir heute wieder nach unten gedreht und nicht zum ersten Mal. Es ist durchaus möglich, dass es ab heute wieder nach Süden geht. Das 62er Retracement ist ja noch offen und der September kommt auch noch. Die 11.180 Punkte sollten also erreichbar sein.

Wenn es nicht so kommen soll, müssen die Käufer jetzt einsteigen und beweisen, dass sie die Kurse höher sehen wollen. Unverändert ist ein großes Ziel das offene Gap über der 12.200 Punktemarke. Wenn das aufgefüllt wurde, glaub ich an einen starken Sommer. Ansonsten kann der DAX weiterhin seitlich verlaufen – mit leichtem Drang nach unten. Die Volatilität ist weiterhin gegeben. Allzu langweilig wird es auch in den nächsten Tagen und Wochen vermutlich nicht.

Brexit und die Broker

Wir bekommen zahlreiche Kunden-E-Mails mit der Frage, ob sie ihren Broker wechseln sollen. Wenn der jetzt aktuell in London sitzt – was passiert mit dem Tradingaccount, wenn der Brexit tatsächlich kommt?

Natürlich kann das jetzt noch keiner definitiv beantworten. Die Chance ist aber hoch, dass sich gar nichts ändert. Sie können auch in der Schweiz traden oder in Luxemburg und das klappt auch ganz normal. Es kann jedoch sein, dass es etwas umständlicher für die Steuererklärung wird. Doch auch das ist noch nicht klar.

Und das eben auch nur, falls es den Brexit wirklich geben sollte. Nachdem der bislang so intensiv verschoben wurde, kann ich mir auch vorstellen, dass es spontan doch noch ein Referendum oder eine andere Lösung gibt. An einen harten Brexit glaube ich erst, wenn ihn sehe.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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