Tech-Aktien im Abwärtstaumel: Wie weit fallen die Kurse?

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Vor allem Trendaktien stehen unter starkem Verkaufsdruck. Bleiben Sie im aktuellen Börsenumfeld zunächst noch vorsichtig. (Foto: andersphoto / shutterstock.com)

In den vergangenen Wochen hatte ich Sie immer mal wieder darauf hingewiesen, dass die Börsen nach den immensen Kursanstiegen seit dem Corona-Crash heiß gelaufen waren. Bis Februar wurden auf breiter Ebene Aktien gekauft, als würde es Morgen keine mehr geben. Doch nun brechen vor allem Trend-Aktien wie Tesla, Plug Power, Varta und Co stark ein.

Das war allerdings zu erwarten, denn die Bewertung dieser hochgejubelten Aktien war bereits jenseits von Gut und Böse, so dass in diesen Werten lediglich die übergroße Euphorie abgebaut wird. Doch wie geht es nun an der Börse für Sie weiter? Müssen Sie erneut einen Crash befürchten oder bleibt es bei einer überschaubaren Korrektur mit anschließender Kurserholung? Sehen wir uns dazu zunächst einen Chart des Nasdaq Composite Index an:

Nasdaq Chart-Unterstützungen bei 12.000, 11.600 und 10.800 Punkten

Wie Sie sehen können, befindet sich die Nasdaq seit Mitte Februar im Rückwärtsgang. Zunächst driftete der Index nach unten,, bis er auf die (rote) 50-Tage-Durchschnittslinie traf. Nach etwa sechs Tagen, die sich der Index in diesem Bereich halten konnte, rutschten die Kurse weiter ab und erreichten 12.400 Punkte. Vom Hoch bei 14.175 Punkten entspricht das einem Rücksetzer von -12,5 %. Im Bereich von 12.000 Punkten befindet sich eine robuste charttechnische Unterstützung, denn hier verläuft der mittelfristige Aufwärtstrend, sowie eine horizontale Unterstützung.

Ob der Markt jedoch tatsächlich bis dorthin fällt oder nach dem starken Freitag bereits wieder nach oben gedreht hat, wird sich zeigen. Hält die 12.000-Punkte-Marke jedoch nicht, so könnte nach der schwarzen 200-Tage-Linie bei 11.600 Punkten schlimmstenfalls auch noch der Bereich um 10.800 Punkte in den Fokus geraten, hier befindet sich das Oktober-Tief. Doch allerspätestens hier sollte die Börse wieder nach oben drehen.

Gesunde Korrektur: Bleiben Sie bis zu einer Stabilisierung des Aktienmarktes trotzdem vorsichtig

Noch ein Tipp für Sie: Achten Sie auch auf die Handelsvolumina an der Börse: Sobald Fondsmanager und andere Großanleger wieder in großem Stil Aktien kaufen, werden die Handelsvolumina an Plustagen höher. Das wäre für Sie ein klares Zeichen für das Ende der Korrekturbewegung. Wie Sie im Chart sehen können ist das bislang noch nicht der Fall, seit Mitte Februar waren die Handelsvolumina eher an Negativ-Tagen höher (siehe höhere pinke Balken).

Bleiben Sie bis zu einer klaren Stabilisierung des Aktienmarktes und einem beginnenden neuen Aufwärtsschub zunächst bitte weiter vorsichtig. Positiv wäre beispielsweise eine Rückeroberung der roten 50-Tage-Linie bei ca. 13.300 Punkten. Der mittel- und langfristige Aufwärtstrend ist selbstverständlich noch intakt und das wird meiner Ansicht nach auch so bleiben. Die Korrektur bringt eine gesunde und notwendige Abkühlung des Aktienmarktes, damit es anschließend wieder nach oben gehen kann.

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Von: Maximilian Ritter. Über den Autor

Schon seit seiner Jugend interessiert sich Maximilian Ritter für das Börsengeschehen. In seinem Dienst "Aktien-Timing-System" setzt er auf eine verfeinerte CANSLIM-Methode, mit der sich eine 30%ige Rendite im Jahr erwirtschaften lässt.

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