Technotrans mit mauem 1. Quartal 2019

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Der deutsche Nebenwert Technotrans befindet sich weiter auf dem absteigenden Ast. Mehr dazu lesen Sie in diesem Beitrag. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Eines der wenigen kleineren Unternehmen aus Deutschland, das bereits einen ersten Einblick auf die Geschäftsentwicklung des 1. Quartals des laufenden Jahres gegeben hat, ist die Technotrans SE. Die Technotrans-Aktie war über längere Zeit ein Überflieger in der deutschen Börsenlandschaft, kam dann aber deutlich unter die Räder.

Warum die Aktie erst steil gestiegen ist, dann unter die Räder kam, was Technotrans eigentlich macht, wie die ersten Eckdaten für das 1. Quartal 2019 ausgefallen sind und was sie für den weiteren Jahresverlauf bedeuten, erfahren Sie gleich.

Technotrans: Die Kühlspezialisten

Technotrans ist nach eigenen Angaben ein Technologieunternehmen und führender Systemanbieter für industrielle Anwendungen im Bereich Flüssigkeiten-Management. Die Kernkompetenzen der Unternehmensgruppe umfassen technologische Lösungen zur Kühlung und Temperierung, zur Filtration, zum Handling sowie zur Messung und Dosierung.

Vereinfacht gesagt könnte man Technotrans als Kühlspezialisten bezeichnen. Die Technologie des Unternehmens wird eingesetzt in der Druckindustrie, der Kunststoff verarbeitenden Industrie, der Laser- und Werkzeugmaschinenindustrie sowie weiteren Märkten, unter anderem in der Medizin- und Scannertechnik sowie der Elektromobilität.

Das Geschäftsmodell von Technotrans gliedert sich in die zwei Geschäftsbereiche Technology und Services. Das Unternehmen ist mit 19 Standorten auf allen wichtigen Märkten weltweit vertreten und erwirtschaftete im zurückliegenden Geschäftsjahr mit rund 1.450 Mitarbeitern einen Umsatz von 216,3 Mio. Euro.

Jüngste Zahlen und Perspektiven

Technotrans erzielte nach vorläufigen Zahlen im 1. Quartal 2019 einen Umsatz in Höhe von 53,1 Mio. Euro sowie einen operativen Gewinn (EBIT) von 3,3 Mio. Euro und blieb damit insbesondere bezogen auf das EBIT hinter den Erwartungen zurück.

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Ursächlich dafür war nach Angaben des Technotrans-Managements im Wesentlichen eine Investitionszurückhaltung in der automobilnahen, Kunststoff verarbeitenden Industrie, die vor allem den Standort in Meinerzhagen belastet.

Weiterhin teilte das Unternehmen mit, dass die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Planungen für das Gesamtjahr derzeit geprüft werden. Das bedeutet: Womöglich wird der ohnehin nicht allzu optimistische Ausblick für das laufende Jahr demnächst gekürzt. Das könnte die Technotrans-Aktie weiter unter Druck setzen.

Technotrans-Aktie im Blickpunkt

Von September 2014 bis September 2017 hat die Technotrans-Aktie eine sehr beeindruckende Kursrally hingelegt und stieg von 8 auf 50 Euro. Das bedeutete ein sattes Plus von 525% in gerade einmal 3 Jahren.

In der Folge sackte die Aktie im Dezember 2018 bis auf 24 Euro und damit um mehr als 50% ab. Danach erholte sich das Technotrans-Papier zwar wieder auf 30 Euro (Ende Januar 2019), rutsche dann aber wieder ab. Nach Vorlage der schwachen Zahlen für das 1. Quartal verlor die Aktie weiter an Boden.

Wie ich bereits geschrieben habe, sind noch tiefere Notierungen im Bereich des Möglichen, wenn das Unternehmen demnächst aufgrund des schwachen Jahresstarts die Jahresplanungen kürzen muss.


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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.