Telekom, Vodafone und Qualcomm setzen auf 5G

5G soll der neue Standard im Netz werden und eine neue Ära einleiten. Selbst die Telekom denkt über die neuesten Entwicklungen des LTE-Nachfolgers laut nach. (Foto: r.classen / Shutterstock.com)

Die Telekom hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona über die neuesten Entwicklungen in Bezug auf den LTE-Nachfolger 5G laut nachgedacht.

Die Möglichkeiten rund um den neuen Kommunikationsstandard im Netz der Telekom soll eine neue Ära einleiten. Die Telekom baut europaweit Netzwerke, die Qualität haben – im Festnetz wie im Mobilfunk. Das muss auch für zukunftsfähige 5G-Anwendungen beispielsweise für das Energiemanagement oder das Gesundheitswesen so bleiben.

Das funktioniert aber nur, wenn auch das Glasfasernetz in Deutschland weiter wächst, um die anfallenden Daten auch schnell transportieren zu können. Allein 2017 wurden rund 40.000 km Glasfaser verlegt. Im laufenden Jahr sollen es sogar 60.000 km werden. Vodafone macht direkt Nägel mit Köpfen und investiert Millionensummen in den Ausbau des schnellen Datennetzes.

Bis September sollen 90% des Vodafone-Netzes auf das 5G-Niveau umgerüstet werden. Vodafone versucht so seiner Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Neben dem klassischen Datentransfer per Smartphone oder Tablet wird vor allem das Internet der Dinge hoch gehandelt. Dabei geht es um die intelligente Vernetzung von Alltagsgegenständen. In den letzten Jahren hat sich das Marktvolumen bereits mehrfach verdoppelt.

Aus Drillisch wurde 1&1 Drillisch

Die Investoren müssen sich bei Drillisch an einen neuen Namen gewöhnen. Aus Drillisch wurde die 1&1 Drillisch. Grund für die Änderung war das Zusammengehen von Drillisch mit 1&1. Mit den kombinierten Marken will der Konzern nach innen und außen dokumentieren, dass beide Unternehmen eine Einheit sind. Sonst hat sich nicht viel geändert. Die Produktmarken sind von der Umbenennung nicht betroffen. Und wer gerne günstig telefoniert kommt an 1&1 Drillisch auch weiterhin nicht vorbei.

Als Preisführer setzt das Unternehmen regelmäßig neue Impulse und bietet für jede Nutzergruppe den günstigsten Tarif. In einem von starkem Wettbewerb geprägten Markt hat 1&1 Drillisch in den ersten 9 Monaten 2017 den Umsatz um 10% gesteigert und alle wesentlichen Kennziffern erneut verbessert. Auch freenet vermarktet Mobilfunkleistungen der großen deutschen Netzbetreiber auf eigene Rechnung und zu eigenen Tarifen. Dabei verzichtet das Unternehmen genau wie 1&1 Drillisch auf den Betrieb einer eigenen Netzinfrastruktur, sondern kauft den Konkurrenten deren überschüssige Mobilfunkkapazitäten mittels langfristiger Verträge ab.

Steht Qualcomm vor der Übernahme?

Genau hierauf setzt auch Qualcomm. Der Spezialist für Prozessoren und Chips gilt als einer der wichtigsten Spieler auf dem jungen Markt für 5G-Datentechnik. Qualcomm schafft das Bindeglied vom Endgerät zum Datennetz.

Diese Kompetenz wird immer gefragter. Der Netzwerkriese Broadcom hat daran besonderes Interesse und machte Qualcomm kurzum ein Übernahmeangebot von 143 Mrd. $. Damit wäre der Zusammenschluss eine der größten Übernahmen der gesamten Branche. Allerdings hat Qualcomm seinerseits Übernahmen geplant, um die Marktmacht weiter auszubauen.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Volker Gelfarth. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt