Telekommunikations-Aktien: Hier lohnt sich ein genauerer Blick

freenet und United Internet gehören aufgrund ihres Wachstums in diesem Monat zu meinen beiden Telekom-Favoriten. Alles Weitere dazu hier: (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

freenet hat für 2016 gute Zahlen vorgelegt:

Alle relevanten Kennzahlen haben sich positiv entwickelt. Der Umsatz stieg um 7,8% auf 3,4 Mrd €. Der Gewinn verbesserte sich dabei um 3,2% auf 228 Mio €.

Trotz der strukturellen Probleme auf dem Markt hat freenet sein operatives Geschäft fest im Griff.

Anders als die meisten Telekommunikations-Anbieter besitzt freenet kein eigenes Netz – und damit auch keine eigene Infrastruktur. Das reduziert die Kosten und steigert den Profit.

Kosten-Vorteile können an den Endkunden weitergegeben werden

Die Konkurrenz muss sich mit teuren Instandhaltungs-Maßnahmen aufhalten.

freenet kauft dieser dagegen einfach überschüssige Netzwerk-Pakete ab und gibt diese Kosten-Vorteile an seine Endkunden weiter.

Das Konzept geht auf: freenet profitiert so von den Modernisierungen im Markt, ohne dafür die Kosten zu tragen.

Gleichzeitig investiert der Konzern stärker in das TV- und Medien-Geschäft.

Die Media Broadcast AG, eine freenet-Tochter, ist alleiniger kommerzieller Anbieter des innovativen TV-Standards DVB-T2 HD.

Das kann seit dem 29. März die 40 wichtigsten TV-Sender in Full-HD-Qualität übertragen und ausstrahlen.

Wer keinen Kabel-TV-Zugang hat, ist neben dem IP-TV auf diese Alternative angewiesen. Das TV-Geschäft hat mittelfristig das Potenzial, ein echtes 2. Standbein von freenet zu werden.

Einen kleinen Rückschlag musste man dagegen im 1.Halbjahr verkraften: Der Wachstumskurs konnte zwar beibehalten werden, dafür war der Gewinn aber erstmals etwas rückläufig.

freenet AG: Ein Unternehmens-Porträt

Die freenet AG ist im Jahr 2007 aus der mobilcom AG und der alten freenet-Gesellschaft hervorgegangen. Das Kerngeschäft bilden die Bereiche Mobilfunk und mobiles Internet.

freenet vermarktet auf eigene Rechnung und zu eigenen Tarifen Mobilfunk-Dienstleistungen der vier Netzbetreiber in Deutschland sowie eigene Produkte und Services.

Der Fokus liegt auf mobilen Sprach- und Datendiensten sowie hochwertigen Postpaid-Vertragskunden-Verhältnissen.

United Internet hat den Wachstumskurs auch im 1. Halbjahr fortgesetzt

Dabei konnten die Zahl der Kundenverträge, der Umsatz sowie die operativen Ergebnis-Kennzahlen erneut verbessert werden.

Zudem wurde die Beteiligung von Warburg Pincus sowie die Komplett-Übernahme von Strato erfolgreich abgeschlossen und ein Zusammenschluss mit Drillisch (6121) vereinbart.

Der Umsatz stieg um 3,9% auf 1,95 Mrd. € und das operative Ergebnis (EBIT) um 7,9% auf 325,3 Mio. €.

Das Wachstum wurde durch das Abonnement-Geschäft getrieben. Die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge stieg um 400.000.

Dabei legte das Segment Access um 260.000 Mobile-Internet-Verträge sowie 40.000 DSL-Anschlüsse zu.

Der Sparten-Umsatz stieg – trotz Belastungen aus Regulierungs-Effekten – um 2,8% auf 1,47 Mrd. €.

Das Privatkunden-Geschäft der 1&1 Telecommunication ist um 7,4% gestiegen

Das Geschäft von 1&1 Versatel hingegen fiel aufgrund geringerer Einmal-Umsätze aus Projekt-Geschäften niedriger aus als im Vorjahr.

Im Segment Applications liegt der Fokus auf dem Absatz zusätzlicher Feature an Bestandskunden (z. B. weitere Domains, E-Shops oder Business-Apps) sowie der Gewinnung von hochwertigen Kunden-Beziehungen.

Gleichwohl kamen 100.000 kostenpflichtige Kundenverträge hinzu.

Aus der Erstkonsolidierung von Strato resultierte ein Zufluss von weiteren 1,87 Mio. Verträgen, sodass sich der Bestand Ende Juni auf 7,98 Mio. Verträge belief.

Aufgrund des guten Geschäftsverlaufs rechnen wir für 2017 mit einem Umsatz von rund 4,2 Mrd. €.

United Internet: Ein Unternehmens-Porträt

United Internet (UI) ist ein national und international führender Internet Service Provider.

Der Konzern untergliedert sich in die 2 Geschäftsfelder Produkte und Online-Marketing mit insgesamt 9 Marken:

Das Segment Produkte wird von den Gesellschaften 1&1, Web.de, GMX, InterNetX und Fasthosts repräsentiert.

Der Bereich Online-Marketing wird durch die Marken AdLink, Sedo und affilinet repräsentiert.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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